Bewertung

Review: #14.15 Do Not Resuscitate

Foto: Chicago Fire - Copyright: 2025 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.
Chicago Fire
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War es letzte Woche "Chicago Med", bei dem mir die Entwicklung hier und da bitter aufgestoßen sind, ist es diesmal "Chicago Fire", was mich nicht ganz glücklich macht und man wieder einen Charakter in den Vordergrund stellt, der mir persönlich zu viel Präsenz hat. Es scheint sich auch eine Entwicklung aufzutun, die ich schon jetzt gerne als drohende Wiederholung bezeichnen würde.

Es ist hinlänglich bekannt, dass bei OneChicago und sämtlichen anderen Produktionen seit einiger Zeit der Sparkurs an erster Stelle steht, weswegen die Mitglieder des Hauptcasts nicht in jeder Episode zu sehen sind. Bisher fand ich auch, dass man diese Regelung auch gut und logisch in die Serie einfließen lassen hat. Diesmal hat man in meinen Augen sein Potenzial verschossen, um auch einmal andere Charaktere glänzen zu lassen. Nach den letzten Entwicklungen hatte ich angenommen, man würde Kelly Severide in dieser Episode in der Position des Chiefs sehen, da Dom Pascal ihm diese Position indirekt zugedacht hat. Ich finde es auch völlig logisch, dass er die Prüfung zum Captain machen will (ob er sie besteht und dann die Position einnimmt, steht auch auf einem anderen Blatt). Ich finde nur den Zeitpunkt unlogisch gewählt und hätte damit noch mindestens drei Episoden gewartet. Laut Aussage von Pascal und der Casting-Meldung von vor ein paar Wochen scheint Hopkins ja jemand zu sein, mit dem es nicht leicht ist und der vielleicht auch überarbeitet ist, wenn die 51 die fünfte Wache ist, die er beaufsichtigen wird. Von dieser Ausgangslage her hätte ich es besser und interessanter gefunden, wenn Kelly erst einmal die Dynamik mit Hopkins abgewartet und dann erst entschieden hätte, die Prüfung zum Captain zu machen. Zumal er das eigentlich sowieso nie wollte, es dann aber wahrscheinlich ein guter Ansporn wäre, auch um Pascal für seine Arbeit noch einmal in dieser Weise zu ehren. Leider hat man das versäumt, genauso wie man es versäumt hat, dass Joe Cruz mal in Kellys Abwesenheit glänzen kann. Allerdings hat man von ihm diesmal auch nichts gesehen, was ich doch recht schade finde. Stattdessen hat Stella Kidd das Kommando übernommen. Sie macht es wirklich nicht schlecht. Wenn man sich aber mal die bisherige Staffel noch einmal durch den Kopf gehen lässt, dann stand sie schon ziemlich im Mittelpunkt. Aber okay, ändern kann man es ja sowieso nicht. Den Fall mit Sal Vasquez fand ich durchaus spannend, auch wenn ich sagen muss, dass es mich größtenteils an Sam Carver erinnert hat und wir wissen ja, was jetzt mit ihm passiert ist.

Apropos passieren. Da wir im letzten Drittel der Staffel sind, die Verlängerung noch aussteht und es sicherlich Veränderungen im Cast geben wird, könnte ich mir fast vorstellen, wir verabschieden uns vielleicht von Vasquez. Diesen Verlust könnte ich durchaus verkraften, da mir seine Geschichte zu Carver ohnehin zu ähnlich gewesen ist. Mit diesen Ereignissen aus dieser Episode kommt mir allerdings auch wieder die Story und Entwicklung rund um Emily Foster in den Sinn. Sie studierte Medizin, musste aufhören und heuerte bei der 51 als Sanitäterin an. Ihr Herz schlug allerdings immer für die Medizin, weswegen sie auch öfters mal angeeckt ist und bei Vasquez? Sein Herz schlägt für die Polizei, auch wenn er sich mittlerweile und zurecht als Teil der Feuerwehr ansieht. Hin und wieder hat man bei den Einsätzen und seinen Handlungen bemerkt, dass das Sein eines Polizisten noch immer in ihm steckt. Diesmal war es aber unübersehbar, da Claire eine Spiegelung zu Vasquez und seiner Vergangenheit war. Mir hat zwar weniger gefallen, dass man hier auch wieder Stella eingebunden hat, ich muss jedoch sagen, dass ich die kleineren Details durchaus wahrgenommen habe, so zum Beispiel, dass Vasquez wieder mit seinem Wissen bezüglich der Airbags arbeiten konnte. Mir tat Adam hier leid. Auf mich wirkte er von Anfang an verunsichert und mir war auch klar, dass er etwas verheimlicht, um jemanden zu schützen und dass es ihm nicht gefallen hat. Das Problem war hier vor allem Claires Handeln. Ich kann durchaus verstehen, dass sie die Familientradition fortführen wollte, jedoch war der Preis hoch und hier war es Vasquez' Erkenntnis, bei der sichtbar wurde, wie gut er im Ermitteln ist. Ein weiteres kleines Detail ist auch, dass Stella ihm verdeutlicht hat, dass Vasquez nicht Claire ist. Auch wenn ihr Schicksal auf den ersten Blick gleich scheint, so war es Claires eigenes Verschulden, sich die Zukunft zu verbauen, während Vasquez keine Schuld an den Taten seines Vaters trägt. Die letzte Szene hat den weiteren Verlauf ziemlich offen gelassen. Man konnte aber erkennen, dass Vasquez sich nach seiner Aussage gegenüber Stella nicht mehr ganz sicher ist, ob er wirklich zur Feuerwehr gehört.

Je nachdem, wie sich Vasquez entscheidet, werden sich auch Violet Mikami und Lizzie Novak damit befassen müssen. Schon in meiner letzten Review hatte ich die Vermutung angestellt, man könnte hier eine Dreiecksbeziehung entwickeln, von der ich aber nicht sonderlich angetan bin, zumal man jetzt auch Heidi Novak als moralische Unterstützung für Lizzie eingebunden hat. Das Gespräch zwischen Lizzie und Violet im Rettungswagen fand ich doch etwas seltsam. Dieses Rumgedruckse von Violet hat mir nicht gefallen. Hoffen wir mal, dass Stellas Aussage Früchte tragen wird. Auch wenn man eng befreundet ist, sollten solche Themen offen angesprochen werden, weil man sich sonst nur quält und die Freundschaft nicht nur belastet, sondern vielleicht auch zerbricht. Es ist ja auch nicht so, als habe Lizzie sonst keine Auswahl was Männer betrifft. Da wäre John Frost, auch wenn sie getrennt sind, könnte es noch immer ein Comeback geben und Jack Damon ist ja auch nicht aus der Welt. Aus der Welt ist auch nicht Heidi. Mir gefällt, dass die beiden Schwestern wieder Kontakt haben und sich besser verstehen. Ich kann nur hoffen, dass es so bleibt. Ich kann mich zwar täuschen, hatte aber den Eindruck, Heidi war etwas misstrauisch und missmutig, als sie sich das Video ihrer Mutter angesehen haben. Vielleicht kommt da noch etwas in den verbliebenen Episoden. Quasi war es auch hier eine kleine Spiegelung zu den Schwestern mit dem sterbenden Vater. Ich fand es sehr emotional, als Bri sich bei den beiden bedankt hat, dass sie ihr noch etwas mehr Zeit mit ihrem Vater gegeben haben, auch wenn ihre Schwester da anders dachte.

Anders kam es auch bei Christopher Herrmann. Da diesmal weder Tony noch Capp dabei waren, hat man das Humorige an Herrmann und Randall 'Mouch' McHolland weitergegeben. Gut fand ich auch, wie man noch einmal auf den Hausbrand, den Verlust und den Wiederaufbau aufmerksam gemacht hat. Im Übrigen hat mir der Werbespot von Larry Langer viel besser gefallen als diese Reklametafel. Bis es allerdings zu diesem Werbespot kam, ist Herrmann sicher drei oder viermal den Heldentod gestorben. Und alles nur, weil der Text nicht in sein Kopf gegangen ist, ganz zu schweigen von Ballards Versuch, ihm zu helfen. Letztlich flutschte es dann auch einfach so aus Herrmann heraus. Vielleicht weil es dann keinen Weg mehr zurück gab. Letztlich war sein ganzes Lampenfieber umsonst, da Herrmann nur den Slogan spricht. Ich kann verstehen, dass ihm das ausreicht und er den Menschen dadurch wahrscheinlich eher im Gedächtnis bleibt. Für mich hat Herrmann ohnehin so ein Gesicht und so eine Ausstrahlung, die einen überzeugen kann. Überzeugt bin ich auch noch nicht restlos von Lucy Zambetti. Ich finde sie durchaus cool, doch ich glaube auch, dass sie irgendetwas verbirgt.

Fazit

"Chicago Fire" kann nicht auf ganzer Linie punkten, obwohl es eine kurzweilige Episode gewesen ist, die aber hier und da ihr Potenzial verschossen hat. Man bemerkt allerdings auch, dass wir auf das Staffelfinale zusteuern und man schon jetzt Handlungen für die Zukunft aufbaut.

Daniela S. - myFanbase

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