Review: #14.16 Firehouse 66
Wenn man sich so meine Bewertungen der bisherigen Staffel so ansieht, dann erkennt man schnell, dass ich nicht ganz überzeugt bin und es immer wieder Episoden gibt, die uns entweder nicht voranbringen, oder die einfach eine Wiederholung sind. Bei dieser hier bin ich etwas im Zwiespalt. Wenn man nämlich den beginnenden Handlungsstrang von Joe Cruz betrachtet, dann entwickelt das Cruz und Javi als Charakter weiter. Mit dem neuen Battalion Chief Andre Hopkins fühlt es sich nach Wiederholung an und wieder ist es Kelly Severide, der im Mittelpunkt steht.
Der Sparkurs von "Chicago Fire" schlägt offenbar immer mehr ein, was mich besonders in dieser Episode erschreckt hat. Lediglich zwei Hauptdarsteller waren diesmal zu sehen, der Rest wurde mit dem Nebencast befüllt. An sich keine schlechte Idee, so haben wir nämlich mehr über den aktuellen Gesundheitszustand von Tom Van Meter und auch Lucy Zambetti erfahren, was auch interessant ist. Bitter aufgestoßen ist mir allerdings Hopkins und er kommt mir irgendwie wie eine Gurke immer wieder hoch und das ist ja kein allzu angenehmes Gefühl. Ein angenehmes Gefühl hatte ich schon bei diesem Episodentitel nicht. Zuerst dachte ich, es spielt sich diesmal vieles auf der 66 ab, weil man da vielleicht aushelfen muss. Doch Pustekuchen. Dem war nicht so. Es hat vielmehr mit Hopkins selbst zu tun. Schon als die Ankündigung kam, Rob Morgan wird für vier Episoden den neuen Battalion Chief geben, schimmerte ja durch, dass seine Figur Hopkins schon öfters mal angeeckt ist. Aber genau deshalb verstand ich nicht, warum er mehrere Wachen leitet. Sicher, Sparmaßnahmen führen zu Personalmangel und das wiederum führt dazu, dass man manchmal mit den Aufgaben jonglieren muss. Es ist bei der 51 aber auch nicht so, dass man ohne Chief komplett aufgeschmissen ist. Das erinnert mich wiederum an Cruz' Worte an Kelly aus einer der letzten Episoden: Er ist Ranghöchster und vor allem hat Dom Pascal ihm ja schon volles Vertrauen geschenkt. Nun haben wir auch erfahren, dass er bei der Captain-Prüfung gut abgeschnitten hat. An sich wäre es sicherlich kein Problem gewesen, Kelly als Captain einzusetzen. Stattdessen wird uns allen Hopkins vorgesetzt, der bei den Fans nicht allzu gut wegkommt, wie man auf verschiedenen sozialen Plattformen lesen kann. Ich habe vereinzelt auch Kommentare gelesen, die mich wenigstens ein bisschen auf den neuen Boss vorbereitet haben, der mir nach dem Schauen noch schlimmer vorkommt, als ich es mir im Vorfeld ausmalen wollte.
Rob Morgan macht allerdings einen guten Job. Sein Erscheinungsbild, wie seine Ausdrucksweise und Betonung schaffen schon eine gewisse Distanz. Diese Distanz hatte Pascal am Anfang zwar auch, aber dennoch hat man bei ihm noch etwas Weiches, Empathisches wahrgenommen, was bei Hopkins nicht vorhanden ist. Was mich daran aber wirklich stört, ist die Tatsache, dass man Kelly wieder ins Zentrum stellt und durch Hopkins' Aussage, endlich aufräumen zu wollen und auch in dieser Position sein zu können, hat mich doch sehr an Chief Robinsons Verhalten gegenüber Chief Boden erinnert. Ähnlich ist es auch hier und eigentlich will ich Hopkins' wirkliche Beweggründe nicht wissen, warum er ihm das Leben schwer machen will, weil es sicherlich schon mehr als 25 Jahre zurückliegt und mit Benny Severide zu tun hat. Somit sprechen wir hier eher über persönliche Rache und ich denke, wir erleben hier noch ein böses Ende. Fragt sich nur, wen es treffen wird. Neben Kelly hat Hopkins auch eine Begegnung mit Lucy gehabt, die ebenfalls schon mehrere Jahre zurückliegt. Man konnte Lucy diesmal extrem anmerken, dass es ihr noch immer unheimlich schwerfällt, über den schrecklichen Autounfall zu sprechen. Vielleicht ist sie deshalb zur Feuerwehr gewechselt, um Gutes zu tun, wenn auch nur als Assistentin. Aber gerade bei diesem Fall konnte man bei Lucy merken, wie empathisch sie ist. Wahrscheinlich liegt es daran, weil Renee sie an sie selbst erinnert hat. Ich bin dennoch darauf gespannt, ob Lucy den anderen vom damaligen Unfall erzählt. Irgendwie habe ich auch das ungute Gefühl, sie könnte die restliche Staffel nicht überleben und dass es etwas mit Hopkins zu tun hat. Ich kann es nur nicht richtig erklären, warum mich dieses Gefühl umschleicht. Aber vielleicht kommt dadurch auch Pascal wieder, um Kelly beizustehen, der nicht kampflos seine Wache hergeben will. Wer weiß? Gibt es womöglich auch ein Wiedersehen mit Annette Davis? Sie hat zwar ihren Fehler mit Randall 'Mouch' McHolland wieder rückgängig gemacht. Sie ist es aber auch, die Kellys Leidenschaft für seinen Beruf erkannt und gelobt hat. Diese Leidenschaft konnte auch Van Meter erkennen und es war wirklich eine starke Szene, die Taylor Kinney in den letzten Minuten abgefeuert hat. Ich glaube, ich habe seit ungefähr der sechsten Staffel nicht mehr diese Leidenschaft von Kinney in seiner Rolle gesehen und gespürt. Kein Wunder also, dass sich Van Meter nun auch sicher ist, dass Kelly eigentlich Captain werden will. Annette kann da bestimmt was machen, sollte es mit Hopkins an der (vorübergehenden) Spitze noch schlimmer werden und das wird es sicher. Noch wissen wir ja auch nicht, weswegen er suspendiert wurde und warum er so oft bei anderen Wachen schon angeeckt ist, dass er keinen allzu guten Ruf hat.
Apropos Ruf: dem haben Tony und Capp mal wieder ganz die Ehre gemacht. Ohne die beiden wäre es aber manchmal langweilig. Besonders diesmal hat es die Stimmung gehoben. Nicht nur, dass Lucy dem Befehl von Hopkins nachkommen konnte. Tony wird sich jetzt sicher zweimal überlegen, ob er sich über Delguzzo lustig machen wird.
Kommen wir noch zu dem Erfreulichen und dem, was mich positiv überrascht hat, als man Terry Borat eingebunden hat. Chloe Cruz ist wieder schwanger. Es war durchaus witzig, wie man ein bisschen um den heißen Brei geredet hat, der Grund dafür ist jedoch verständlich gewesen und hat für mich noch einmal unterstrichen, wie einfühlsam Cruz ist. Zu Beginn dieser Staffel mussten Kelly und Stella Kidd erfahren, dass sie eine Fehlgeburt hatte und auch wenn sich Stella als die Starke gegeben hat, hat man doch in einigen Szenen gemerkt, dass es ihr doch schwerfiel, damit umzugehen. Für mich war daher verständlich, warum Cruz mit sich gehadert hat und es immer noch tut, Chloes Schwangerschaft zu verkünden. Zudem war da noch Javi, der ein (ungewolltes) Geheimnis vor seinen Eltern hatte. Ich konnte mir aber irgendwie nicht vorstellen, dass er wirklich wegwollte. Vielmehr hat es nach dem Schauen den Eindruck gemacht, als wolle er seine Eltern nicht um die Suche nach seinen Verwandten bitten, aus Sorge, sie könnten genau das vermuten, was sie vermutet haben. Daher war es gut, Terry einzubinden. Gerade bei solchen Nebencharakteren macht es sich OneChicago gerne mal leicht und entledigt sich diesen still und leise. Ich bin auch noch nicht ganz überzeugt, ob Chloe auch dieses Kind bekommen wird. In Cruz' Zweifel habe ich irgendwelche Zwischentöne wahrgenommen, die sich hoffentlich nicht bestätigen werden. Auch hier wurde mal wieder unterstrichen, dass Javi vom ersten Moment an von Chloe und Cruz geliebt wurde und er einfach ihr Sohn ist.
Fazit
So richtig kann ich gar nicht ausdrücken, was mir bei dieser Episode missfallen hat. Das Auftauchen von Hopkins hat noch immer den Geschmack einer Gurke, die sich schlecht verdauen lässt und die restlichen Episoden sicherlich auch anstrengend werden lassen. Sympathie habe ich für diesen Charakter zumindest nicht.
Daniela S. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: Firehouse 66Erstausstrahlung (US): 01.04.2026
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Regie: Paul McCrane
Drehbuch: Hussain Pirani
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