Bewertung: 7

Review: #8.01 Das Ende

Foto: Cody Fern, American Horror Story: Apocalypse - Copyright: 2018 FOX NETWORKS GROUP GERMANY GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Cody Fern, American Horror Story: Apocalypse
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Lange bevor die achte Staffel von "American Horror Story" an den Start ging bzw. dass klar war, wie diese aussehen würde, kamen immer wieder Gerüchte auf, es handle sich diesmal um die bereits angedeutete Crossover-Staffel. Diese soll mit der ersten Staffel 'Murder House' und der dritten Staffel 'Coven' verbunden sein. In dieser ersten Episode lernen wir zunächst einige neue Charaktere kennen und einen, den wir bereits vor einigen Jahren kennen gelernt haben: Michael Langdon und jener macht nicht den Eindruck, als würde er Spaß verstehen. Dann lasst uns mal in "American Horror Story: Apocalypse" eintauchen...

Die Nuklearbombe in Los Angeles

Wenn ich eines bei "American Horror Story" gelernt habe, dann, dass Ryan Murphy einen immer wieder überrascht und Themen aufgreift, mit denen man nicht gerechnet hat. Obwohl es sich bei dieser Staffel um ein Crossover handelt, dreht sich die erste Episode vor allem um eine Nuklearbombe, die bereits einige Städte vernichtet hat und nun Los Angeles davon betroffen ist. Gerade weil es sich um Serienschöpfer Murphy handelt, kann man davon ausgehen, dass hinter solch einer Thematik etwas mehr steckt. Aber dazu gleich mehr.

Mit Coco St. Pierre Vandebilt (Leslie Grossman), Mr. Gallant (Evan Peters) und Mallory (Billie Lourd) lernen wir neue alte Gesichter kennen, die uns in dieser Episode als erstes vorgestellt werden. Bei Coco handelt es sich um eine Tochter eines Milliardärs, die den Anschein des verwöhnten Mädchens macht und alleine gar nicht klarkäme. Im Gegensatz zu ihrer Assistentin Mallory, die eher der ruhige Typ ist und sich anscheinend nicht traut, Coco zu widersprechen. Und dann gibt es da noch Gallant, ein Friseur, der von seinem Können überzeugt ist und dabei dennoch sympathisch wirkt. Dieses Gespann erfährt als erstes von der Nuklearbombe, die auf Los Angeles zurast und natürlich geraten sie in Panik, weil sie somit dem Tod ins Auge blicken. Ein Ausweg bietet sich, da für Coco und deren Familie ein Flugzeug bereitsteht, das sie aus Los Angeles und somit aus der Gefahrenzone bringen soll. Allerdings schafft es Cocos Familie nicht mehr rechtzeitig, sodass wir eine Abschiedsszene bekommen, die zeigt, dass Coco vielleicht eine verwöhnte Tochter ist, aber auch sehr verletzlich und mitfühlend. Selbiges gilt auch bei ihrem Verlobten Brock (Billy Eichner). Dieser wirkt auf mich nicht sonderlich sympathisch und lässt in manchen Szenen auch durchblicken, dass Coco ihm nicht allzu wichtig zu sein scheint. Ganz ähnlich wirkt hier auch Coco, die Brock zwar bei sich haben will, dann aber doch zu viel Angst hat, die Katastrophe nicht zu überleben, weswegen sie ihn letztlich zurücklässt. Das mag im ersten Moment wirklich hart klingen, dennoch merkt man ihr spätestens bei der Explosion an, dass sie ihn geliebt hat.

Als Letztes lernen wir Gallants Großmutter Evie kennen. Über dieses Casting habe ich mich sehr gefreut, da diese Figur von Joan Collins dargestellt wird. Wer die Grand Dame schon einmal in einer Serie erlebt hat, weiß auch, dass sie immer Figuren mit Klasse, Eleganz und Extravaganz spielt. Genau das trifft auch auf Evie zu. Sie ist die einzige, die bei dieser ganzen Katastrophe Ruhe und tatsächlich Humor bewahrt. Den bewahrt sie sich auch, nachdem alle in einen Bunker gebracht worden sind.


Die besondere DNA und der Bunker

Wie ich bereits weiter oben schrieb, steckt hinter der Nuklearbombe deutlich mehr Thematik, als man zunächst annehmen würde. Es zeigt vor allem, wovor die Menschen am meisten Angst haben: Terror, Krankheit und Vernichtung. Durch diese Angst werden die Menschen meistens auch sehr viel offener für die Dinge, die man bei klarem Verstand hinterfragen würde.

So ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, dass die Eltern von Timothy Campbell (Kyle Allen) tatsächlich einer Sondereinheit Glauben schenken, ihr Sohn habe eine besondere DNA, die dafür sorgt, dass er die Apokalypse überleben wird. Als Eltern möchte man für sein Kind das Beste, weswegen der gerade erst an der UCLA angenommene Timothy von seiner Familie getrennt und in Sicherheit gebracht wird. Zudem lernen wir die junge Emily (Ash Santos) kennen, die ebenso eine besondere DNA in sich tragen soll. Auch sie werden nach zwei Wochen in den besagten Bunker gebracht.

Von innen sieht dieser für meinen Geschmack wie das Hotel in der fünften Staffel aus. Alles wirkt ein bisschen verschachtelt, ist aber etwas moderner. Dieser Bunker soll eigentlich Schutz vor der Gefahr von draußen bringen, wenn man aber Wilhelmina Venable (Sarah Paulson) und Miriam Mead (Kathy Bates) kennen lernt, bekommt man schnell den Eindruck, als befände sich die Gefahr im Bunker. Dieser Eindruck verstärkt sich eigentlich noch mehr, als man später erfahren muss, dass sie die angeblich angestiegene Radioaktivität dafür genutzt haben, um nicht nur einen Menschen zu töten (und zu essen), sondern auch die anderen dahingehend zu manipulieren, nach den Regeln der Kooperativen, für die Wilhelmina offenbar das Sprachrohr ist, zu leben. Ganz deutlich geht dabei auch noch nicht hervor, was genau dahintersteckt. Ob es tatsächlich die Angst vor der Vernichtung und des Aussterbens ist oder ob doch noch was anderes ist.

Michael Langdon, der Antichrist

Mit Michael Langdon (Cody Fern) haben wir einen Charakter, den wir bereits aus der ersten Staffel 'Murder House' kennen. Er ist das Kind von Tate Langdon und Vivien Harmon, sowie der Adoptivsohn von Constance Langdon. Damals war er noch ein Kind, bei dem schon klar war, dass er kein gewöhnliches Kind ist.

Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass Michael als Antichrist angesehen wurde und es scheint so, als würde Ryan Murphy dies in der achten Staffel wieder aufgreifen wollen. Zumindest macht Michael auf mich den Eindruck, als sei er der eigentliche Herrscher, der das Sagen hat. Es wird auf jeden Fall spannend werden.

Randnotizen

  • Neben dem Casting von Joan Collins freue ich mich auch ganz besonders über Billie Lourd und Adina Porter. Auch wenn man Porter in dieser Episode noch nicht viel gesehen hat, bin ich gespannt, was uns erwartet.
  • Ich muss zugeben, dass mir das Duo aus Sarah Paulson und Kathy Bates schon jetzt extrem gut gefällt. Ich bin gespannt, ob Bates' Charakter die ganze Staffel über ein Mitläufer sein wird, oder ob uns hier noch eine (böse) Überraschung erwartet.
  • In dieser Episode gab es zwei Zeitsprünge von zwei Wochen und 18 Monaten. Ich hoffe, dass wir noch erfahren werden, was in den letzten 18 Monaten passiert ist.



Fazit

"American Horror Story" hat einen ziemlich guten Start in die achte Staffel hingelegt. Man erkennt nach wie vor Ryan Murphys Handschrift und kann sich durch die zwei Zeitsprünge, sowie die Einführung von Michael auf eine spannende achte Staffel und das große Crossover freuen.

Daniela S. - myFanbase

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Diskussion zu dieser Episode

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