Bewertung: 8

Review: #1.09 Spock, Kirk und ein Leistenbruch

Foto: Iain Armitage, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Iain Armitage, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Die neunte Episode von "Young Sheldon" stellt Sheldon nach längerer Zeit wieder sehr deutlich ins Zentrum, denn letztlich dreht sich alles nur um ihn. Das ist insofern eine gelungene Episode, weil man sich zuletzt auch intensiv um die anderen Charaktere kümmerte. Außerdem wird einem bewusst: Wie schon bei "The Big Bang Theory" funktioniert eine Episode mit Sheldon im Zentrum offenbar immer.

"20 Dollars isn‘t gonna do it."

George Cooper bittet seinen Sohn Sheldon, seine mathematischen Fähigkeiten einzusetzen, um seinem Bruder Georgie in eben jenem Fach zu helfen, weil ein misslungener Test dazu führen würde, dass er aus dem Football-Team fliegt. Was auf einem Klischee basiert, wird leider nicht entkräftet, denn auch ein intensiver Versuch macht Georgie nicht besser. Dieser bleibt vielmehr faul, denn er hat schon eine ganz andere Strategie. Trotzdem hat dieser erste Teil der Episode wirklich Freude bereitet. Einerseits war es herrlich, Sheldons Versuche mitzuerleben, bzw. seinem Scheitern zuzusehen und dabei seine Verzweiflung, weil ihm so viel Unwissen gegenübersitzt. Außerdem war die durch Meemaw Conny initiierte Verhandlung mit George um die Belohnung von Sheldon amüsant. Da hat Conny, ebenso wie in den schönen "Star Trek"-Gesprächen, Sympathiepunkte gesammelt. Auch wenn es erneut fies ist, dass Conny es ihrem Schwiegersohn aus reiner Boshaftigkeit schwieriger macht und das auch noch so offen kommuniziert. Nach dem Rezeptstreit wird hier wieder deutlich, wie wenig sie George akzeptiert. Ich gehe mal davon aus, dass es hier noch ein größeres Problem geben wird. Ich an Georges Stelle würde da wohl mehr Contra geben. Und auch bei Georgie, der langsam mehr Profil bekommt und in dieser Episode mit seiner Haltung punkten konnte, hoffe ich sehr, dass der eine Mathe-Test seine schulischen Probleme nicht einfach löst, sondern er auch in den nächsten Episoden immer mal wieder damit konfrontiert wird. Hierbei verlange ich allerdings etwas, auf das ich bei "The Big Bang Theory" auch oft vergeblich gehofft habe. Wird man das bei "Young Sheldon" besser machen? Nur für diese Episode gesehen hat es auf jeden Fall viel Freude gebracht, wie man diese Themen in die Wege geleitet hat.

"I was a rule braker, not a lunatic."

Sheldon musste also feststellen, dass er doch kein unerwartet guter Lehrer ist, sondern dass sein Bruder ganz einfach betrogen hat. Ehrlich gesagt finde ich einen Spicker in Mathe immer ziemlich schwierig, denn wenn man nichts versteht, helfen einem die Zeichen auch nicht weiter. Und vorab an die Lösungen zu kommen, hilft nicht so viel, wenn der Lösungsweg dabei sein muss. Oder soll da alles auf der Sohle gestanden haben? Nun gut. Ich kenne das amerikanische System nicht gut genug. Bei meinen Tests würde eine Schuhsohle nicht ausreichen, um eine Zwei zu bekommen. Letztlich ist das aber auch ein unbedeutendes Detail, denn es geht um den Fakt, dass Sheldon von seinem Bruder lernt, dass man mit Lügen und Betrügen davon kommen kann, wenn man es richtig anstellt. Und so probiert sich Sheldon auch an dieser Strategie, um den Sportunterricht meiden zu können. Und hat natürlich zunächst Erfolg, was ihm weitere Versuche starten lässt. Die Bibliotheksregelüberschreitung ist so herrlich Sheldon und der Off-Kommentar tut sein Übriges. Herrliche Unterhaltung. Natürlich kommt Sheldon damit nicht davon und muss schließlich für alles gerade stehen. Auf Georgie fällt das zu dessen Glück nicht mehr zurück. Conny kann da dicht halten. Für Sheldon rundet sich die Geschichte wunderbar ab und der Lernprozess ist auch abgeschlossen.

Fazit

Auch diese "Young Sheldon"-Episode weiß zu überzeugen und liefert eine amüsante, kurzweilige Geschichte, in der Sheldon erst Lehrer sein soll, dann aber selbst seine Lektion lernen muss. Neben Sheldon können mit Conny und Georgie auch noch andere Charaktere punkten, die das auch nötig hatten und so bin ich doch sehr zufrieden. Wenn es so weiter geht, sollte die Höchstpunktzahl schon bald erreicht werden.

Emil Groth - myFanbase


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