Bewertung: 9

Review: #2.13 Rache

Foto: Paul Wesley, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Paul Wesley, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Das war die Folge, auf die ich schon seit längerem gewartet habe: Von Anfang bis Ende vollgestopft mit Drama, Action und Fragen. Das ist das "Vampire Diaries", was ich am liebsten sehe. Es kam zu einem ersten Showdown zwischen den Werwölfen und den Vampiren und Stefan wurde von Katherine manipuliert, um John bzw. Isobel zu holen.

"We go to the same school, we have the same friends, we keep the same secret. That's gonna work, Tyler. It's your home. It's my home, too. I want this to work."

Im Moment hasse ich Jules. So selbstverliebt und arrogant, wie sie auftritt - und dann hat sie auch noch eine Chance gegen Damon und Stefan!? Die Autoren haben wirklich eine perfekte neue Hassfigur kreiert und ich hoffe einfach inständig, dass sie vor irgendwelchen anderen liebgewonnenen Charakteren stirbt! Möglicherweise wäre ich sogar in der Lage, Jules als Hassfigur zu lieben, aber die Schauspielerin erlaubt mir das einfach nicht.

Ich war sehr überrascht zu sehen, dass Jules dem ersten Angriff von Damon entkommen konnte, durch einen Salto auf das Dach des Wohnwagens. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie so einfach entkommen kann und Damon schien es ähnlich zu gehen, denn er wirkte mir im ersten Moment ein wenig perplex. Dass auf einmal so viele Werwölfe auftauchten, war nach der letzten Folge nicht überraschend, doch Stefan und Damon konnten diese bis zu einem gewissen Punkt unter Kontrolle halten. Ich war sehr froh, als Dr. Martin die Situation unter Kontrolle brachte. Allein hätten es Caroline, Stefan und Damon nicht mehr geschafft.

In dieser Folge hatte ich echt Angst um Caroline. Sie tat mir so Leid. Caroline wusste überhaupt nicht, was mit ihr passiert. Und als sie dann weinend und schreiend in dem Käfig saß, war ich mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob sie diesen wirklich lebend wieder verlassen würde. Die Autoren haben schon einige Charaktere überraschend sterben lassen. Doch, um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob ich das den Autoren hätte verzeihen können. Binnen weniger Folgen hat sich Caroline zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Während Damon die ganze Zeit so betrübt ist und über sein Leben nachdenkt, und vom Charakter her ein wenig unspektakulärer - nicht uninteressanter! - wird, konnte Caroline durch ihre vergangenen Storylines überzeugen. Sie wurde charakterlich immer stärker und einen Vergleich zu der Caroline zu Beginn der Serie kann man gar nicht mehr wirklich anstellen. Nun auf sie zu verzichten stelle ich mir als sehr schwierig vor und ich hoffe, die Autoren wollen ein solches Experiment gar nicht anstellen.

"That means I care, Stefan. That means I'm changing and evolving into a man capable of greatness. You'd better watch your back. Cause I might just get a hero hair do on my own and steal your thunder."

Mit Damon ist nicht das passiert, was ich nach der letzten Folge vermutet hatte. Er hat nicht begonnen, sinnlos Menschen in der Stadt zu töten. Stattdessen wird ihm immer bewusster, dass er seine Gefühle nicht verleugnen kann. Doch er kann noch immer nicht damit umgehen. Er gibt noch immer vor, sich für Stefan oder Elena gut zu benehmen, dabei macht er es schon längst für sich selbst. Seine Sehnsucht nach Liebe und Elena, die in Geständnissen an fremde Frauen resultiert, ist für mich jedoch leicht nervig. Es ist für mich noch ertragbar, aber ich hoffe, ich kann mich ein wenig an den gebrochenen Damon gewöhnen. Denn es scheint nun, als hätte er diesen Weg für sich gefunden. Für mich kompliziert sich diese Entwicklung jedoch ein wenig, da die Spannung zwischen Ian Somerhalder und Nina Dobrev abgenommen hat. Als Damon Elena am Ende von #2.08 Rose die Liebeserklärung machte, lechzte jeder Zuschauer danach, dass sie ihn in den Arm nimmt, ihn küsst und seinen Wunsch nach Erwiderung der Liebe erfüllt. Das Gefühl habe ich zur Zeit irgendwie nicht mehr. Was ist da nur los? Haben die Autoren absichtlich die Spannung zwischen den Schauspielern reduziert? Aber warum?

"I am not girly little Caroline anymore."

Mit den Geschehnissen in dieser Folge wurde ein abrupter Stopp in die Annäherung zwischen Caroline und Tyler gebracht. Ich will nicht lügen, meine Sympathien und damit auch mein Sinn für Gerechtigkeit liegen klar auf der Seite von Caroline. Ich sehe keinerlei Schuld bei ihr. Sie ist mit Tyler in der letzten Zeit immer aufrichtig umgegangen und hat ihm bestimmte Dinge nur verschwiegen, um ihn zu schützen. Es ist klar, dass Tyler nicht die geringste Chance gegen Stefan oder Damon hat. Ich verstehe Carolines Ansichten voll und ganz und fand es unverständlich, weshalb Tyler zögerte, Caroline aus dem Käfig zu befreien. Hatte er auf einmal Angst vor ihr, obwohl sie ihm geholfen hat, seine erste Verwandlung durchzustehen? Was geht nur in dem Kopf von Tyler vor?

Die Chemie zwischen Candice Accola und Michael Trevino stimmte für mich diese Folge ziemlich gut, doch ich war froh, dass Caroline Tyler seine Grenzen aufgezeigt und die Freundschaft zu ihm gekündigt hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass das kein Zustand sein wird, der lange anhält, doch er bringt eine neue Brisanz in die Beziehung der beiden. Matt scheint mir nach dieser Folge abgehakt. Er versucht zwar immer wieder, zu Caroline Kontakt aufzubauen, mit ihr zu reden und der Beziehung eine neue Chance zu geben. Doch es ist eindeutig, dass Carolines Verschweigen ihrer wahren Natur die beiden entzweit hat.

"Klaus will never set foot in Mystic Falls."

Am Ende dieser Episode haben wir erneut gelernt, dass Katherine ihre vampirischen Fähigkeiten gar nicht braucht, um die Personen um sich herum zu beeinflussen. Erst flirtete sie mit Mason, so dass dieser ihr ergeben war und nun hat sie auch bei Stefan den richtigen Faden gezogen. Elena ist in Gefahr und Katherine sagt Stefan in einem Moment der Offenheit, dass Isobel der Schlüssel zum Sieg gegen die Originals ist. Dies ist möglicherweise der Fall, doch Katherine hatte ganz andere Gedanken dabei. Der Tod von Elijah führt wahrscheinlich dazu, dass sie die Gruft endlich verlassen kann. Wieder einmal hat sie gezeigt, dass sie Stefan nicht nur einen Schritt voraus ist. Ich liebe diese Frau!

Mit der Rückkehr von John kommt eine neue Frische nach Mystic Falls. Obwohl ich mich in der ersten Staffel nie richtig mit ihm anfreunden konnte, habe ich ihn mittlerweile vermisst. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach einer Hassfigur sehnen könnte, aber die Autoren von "Vampire Diaries" konnten mich wieder einmal vom Gegenteil überzeugen. Und ich frage mich die ganze Zeit: Was genau hat John vor? Er will Katherine befreien, gleichzeitig Elijah töten/töten lassen und Klaus von Mystic Falls fernhalten? Ich kenne seinen Plan nicht, aber ich prophezeie einmal, dass das kaum möglich sein wird.

Fazit

Eine sehr gute Folge, die ohne Frage die volle Punktzahl verdient hat.

Sophie Blumengarten - myFanbase

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