Bewertung

Review: #3.03 Der 13. Clan

Foto: Bob Morley, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Bob Morley, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Die nun dritte Folge von "The 100" hängt dem Auftakt in nichts nach. Es geht genauso spannend weiter und es erwarten einen unerwartete Wendungen. Es werden neue Bündnisse geschlossen, neue Feinde geschaffen, alte Beziehungen wiederbelebt und große Verluste müssen verkraftet werden. Während die Sky People sich nach außen hin Verbündete schaffen, drohen interne Konflikte zu entstehen, aufgrund der immer engeren Beziehung zu den Groundern, die wir in den nächsten Folgen wohl zu spüren bekommen werden. Diese anfangs doch eher ruhige Folge entpuppt sich als spannende und nervenaufreibende Achterbahnfahrt.

"You're angry, Clarke. But I know you. What you've done haunts you. And it's easier to hate me than to hate yourself." - "Oh, I can do both."

Clarke hat sich also tatsächlich Lexa ergeben und die Sky People werden zum 13. Clan, das ging ja unerwartet schnell. Nach der doch eher groben ersten Begegnung zwischen Lexa und Clarke in der letzten Folge, bin ich davon ausgegangen, dass es noch sehr lange dauern wird, bis die beiden sich wieder annähern, doch damit lag ich falsch. Ist wahrscheinlich auch besser so, denn wenn man dies zu lange hingezogen hätte, wäre es irgendwann nervig geworden und die Handlung wäre ins Stocken geraten, so bleibt viel mehr Zeit für andere Handlungsstränge. Als Lexa vor Clarke niederkniete und schwor, die Sky People genauso zu beschützen, wie ihre eigenen, war ich doch erstmal etwas verdutzt, denn das kam doch sehr unerwartet. Es macht ein wenig den Anschein, als wolle man die Liebesbeziehung zwischen Lexa und Clarke wieder aufleben lassen, denn die Chemie zwischen den beiden war eindeutig zu spüren, als Clarke Lexa die Hand reichte und beide intensive Blicke austauschten. Nur will man das wirklich? Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von den beiden halten soll. In der letzten Staffel haben die beiden als Verbündete gut harmoniert, doch seitdem sie Clarke verraten hat, traue ich Lexa nicht über den Weg und ich bezweifle, dass Clarke ihr je wieder vertraut, dafür ist sie zu schlau. Trotz dessen glaube ich, dass Lexa wirklich etwas an Clarke liegt, wenn dem nicht so wäre, hätte sie sie schon längst getötet und somit die Loyalität der Clans ihr gegenüber gesichert. Doch stattdessen riskiert Lexa es, Schwäche zu zeigen und wird so immer wieder von ihren Anhängern verraten. Ihr Mitgefühl für Clarke wird sie bestimmt irgendwann das Leben kosten. Clarke hingegen scheint langsam wieder die Alte zu werden, zumindest das Aussehen stimmt wieder und sie ist wieder bereit, Teil der Gruppe zu sein, doch zurückkehren möchte sie immer noch nicht. Ich bin gespannt, wie lange wir noch auf ihre Rückkehr ins Camp warten dürfen, denn dann dürfen wir uns auf spannende Auseinandersetzungen und Begegnungen freuen.

Was Roan anbelangt, bleibt es weiterhin spannend, welchen Plan er wirklich verfolgt. In dem einen Moment stiftet er Clarke noch an, Lexa zu töten, und im nächsten ist er der erste, der vor Lexa kniet, als Clarke sich ihr anschließt. Dies kommt einem schon etwas merkwürdig vor, wenn man bedenkt, dass er Lexa töten wollte. Aber vielleicht ist auch alles genauso gekommen, wie er es wollte, denn am Ende, als der Königin der Ice Nation von Echo alles berichtet wurde, schien es so, als sei alles genauso gekommen, wie sie es wollte. Außerdem scheint es so, als wollte die Königin Clarke nie tot sehen, sondern von Anfang an an Lexas Seite. Welche Rolle spielt Roan dabei? Ist er ein treuer Diener und handelt im Auftrag der Königin oder verfolgt er einen ganz eigenen Plan? Roan ist ein sehr komplexer und geheimnisvoller Charakter, von dem wir hoffentlich bald noch viel mehr erfahren werden. Zusammen mit Clarke gefällt er mir sogar noch besser, ich kann nur noch nicht einschätzen, ob er sie zu seinem Gunsten manipuliert oder vielleicht sogar mit ihr unter einer Decke steckt. Es bleibt weiterhin spannend.

"Don't do anything stupidly heroic." - "Garden-variety heroic. You got it."

Die Explosion in Mount Weather kam für mich völlig unerwartet, es scheint doch ein böser Ort zu sein, so wie es die Grounder behaupten, denn hier entsteht nichts anderes als Leid. So viele Menschen sind darin gestorben und ich frage mich, wer alles unter ihnen war. Befand sich Nyko noch immer auf der Krankenstation oder wurde er schon entlassen? Ich hoffe letzteres. Im Gegensatz zu Roan hatte Gina keine Gelegenheit den Zuschauer wirklich von sich zu überzeugen. Ich kann nicht viel über sie sagen, da man nicht viel von ihr zu sehen bekommen hat, jedoch kann ich sagen, dass sie mir an Bellamys Seite ganz gut gefallen hat. Sie war das komplette Gegenteil von Clarke, denn während Clarke bei jeder Mission mit dabei war, ist Gina eher diejenige, die im Camp zurückbleibt und von da aus Bellamy den Rücken stärkt. Sie hatte scheinbar einen guten Einfluss auf Bellamy, denn sie hat ihm die Ruhe und Bodenständigkeit gegeben, die er nach den Ereignissen aus der letzten Staffel brauchte. Leider bekommen wir davon nicht noch mehr zusehen, dies hätte uns eine ganz andere Seite von Bellamy gezeigt. Durch ihre zu kurze Zeit in der Serie hat ihr Tod auch nicht die gewünschte Wirkung erzielt, denn dafür hätte man mehr von ihr sehen müssen. Hätte man ihren Tod in der Mitte der Staffel inszeniert, wäre die Wirkung bestimmt intensiver gewesen, dennoch war ihr Tod sehr schade. Es bleibt abzuwarten, wie Bellamy darauf reagiert, oder ob er überhaupt darauf reagiert. Es wäre schade, wenn er so tun würde, als wäre nichts passiert, weil dann verstehe ich nicht, warum man ihm überhaupt eine Frau an die Seite gestellt hat, wenn sie nach nur drei Folgen stirbt und keinen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlässt.

Das Motto dieser Staffel lautet wohl alte Beziehungen wieder aufleben zu lassen, denn in der letzten Folge sah man Octavia und Jasper wieder zusammen agieren und in dieser Episode ist es die Bruder-Schwester-Beziehung von Octavia und Bellamy, die wieder aufgegriffen wird. Man hat schon fast vergessen, dass die beiden Geschwister sind, da man sie in letzter Zeit wenig hat interagieren sehen, doch davon bekommen wir jetzt hoffentlich wieder mehr zu sehen. Zudem hat es den Anschein gemacht, als wolle man die Ausbilder-Schüler-Beziehung zwischen Octavia und Indra wieder aufleben lassen, zumindest lässt die kurze Szene zwischen den beiden Hoffnung aufkeimen. Indra ist in dieser Staffel jemand, der mich wirklich positiv überrascht hat. In der letzten Staffel gehörte sie noch zu den Personen, auf die ich getrost hätte verzichten können, doch mittlerweile ist sie nicht mehr wegzudenken. Besonders ihre Momente mit Kane sind schön anzusehen, da sich langsam so etwas wie eine Freundschaft entwickelt. Dass die beiden sich wirklich gut verstehen, sah man an ihrer herzhaften Begrüßung, als sie sich wiedersahen. Apropos Kane, wie oft wollen die das Amt des Ratsvorsitzenden eigentlich noch weitergeben? Ich hoffe, die können sich irgendwann mal einigen, aber meiner Meinung nach ist Kane geeigneter für diesen Posten als Abby, sie sollte sich eher auf ihr Arztdasein konzentrieren.

Fazit

Diese Episode fängt ganz ruhig an und steigert sich zum Ende hin so sehr, dass man ganz gebannt vorm Bildschirm saß. Was wahrscheinlich auch dazu beigetragen hat, dass die Folge so überzeugen konnte, ist dass wir diesmal nichts von der Stadt des Lichts zu sehen bekamen, denn dieser Handlungsabschnitt konnte mich bis jetzt noch nicht wirklich überzeugen. Trotz allem gebe ich für diese Episode nur acht Punkte, da wir uns erst bei der dritten Episode befinden und ich mir ganz sicher bin, dass sich "The 100" noch weiter steigern kann, und ich mir dafür die volle Punktzahl aufhebe.

Aline C. - myFanbase

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