Shrinking - Reviews Staffel 3

Foto:

In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Apple-Serie "Shrinking" zu diskutieren.

#3.01 Mein Fehler

Foto: Shrinking - Copyright: Apple TV
Shrinking
© Apple TV

Es gibt Serien, die kreieren ein so wohliges Gefühl, dass man, egal wo man sich gerade befindet, irgendwie Zuhause ist. Mit dem Start von Staffel 3 von "Shrinking" ist bei mir genau dieses Gefühl eingetreten. Es hat nur wenige Szenen gebraucht und man fühlte sich sofort wieder den Charakteren nah, wurde inhaltlich abgeholt und gehörte irgendwie dazu. Das ist aus meiner Sicht eine der Qualitäten, die Bill Lawrence als Serienmacher so auszeichnen. Es ist in dieser ersten Episode mit doppelter Länge gar nicht so wahnsinnig viel passiert und trotzdem ist kein Gefühl von Langeweile aufgetreten. Man hat einfach beobachtet, mitempfunden, nachvollzogen und fast einfach so daneben gestanden, als wäre man Teil der Gruppe, die hier eine Hochzeit vorbereitet und offenbar auch einen Abschied. Und wie so oft kommen die Episoden ohne die großen Lacher aus und sind trotzdem durchweg lustig und gleichzeitig emotional. Da ist Paul (Harrison Ford), dessen Parkinson-Krankheit immer mehr voranschreitet, der dazu getriezt wird, seine Freundin Julie (Wendie Malick) zu heiraten, das eigentlich will, aber nicht so bedeutend, wie es Gabby (Jessica Williams) plant. Eigentlich ist es ihm wichtig, aber grummelt lieber die ganze Zeit rum in dem Glauben, dass Julie eigentlich auch nichts Besonderes will, nur um dann doch festzustellen, dass ihr die Feier mehr bedeutet. Und wer in den letzten zwei Jahren den Charakter noch nicht nachvollziehen konnte, der sollte es spätestens jetzt begriffen haben, vor allem, wenn man dann noch die tollen Szenen zwischen Paul und Jimmy (Jason Segel) hinzuzieht, in denen Paul Jimmy davor warnt, so zu werden wie er selbst. Hinzu kommt noch der großartige Gastauftritt von Michael J. Fox, der erst ein weiterer Patient in der Parkinson-Praxis zu sein scheint, sich am Ende aber als Einbildung und somit Teil der Parkinson-Krankheit von Paul entpuppt. Das war eine starke Wendung, die zeigt, dass in dieser Staffel das Thema Parkinson wohl noch deutlich präsenter sein wird. Ich würde mich freuen, wenn der in echt an Parkinson erkrankte Michael J. Fox, der deswegen seine Schauspielkarriere beendet hatte, auch noch ein paar Mal zu sehen sein wird. Ich finde, das würdigt ihn auf mehreren Ebenen. Ansonsten geht es in der Episode viel um Veränderung. Brian (Michael Urie) und Charlie (Devin Kawaoka) stehen kurz vor dem Beginn der Elternschaft und müssen für sich klären, wie intensiv die Leihmutter involviert sein kann. Liz (Christa Miller Lawrence) und Derek (Ted McGinley) erreichen einen neuen Teil ihrer Ehe, in der Derek sich offenbar mehr erlauben darf als bisher. Gabby und Derek #2 (Damon Wayans Jr.) erreichen ihre nächste Beziehungsstufe, in der sie ihre Liebe gestehen, und Jimmy muss für sich auch überlegen, wie sein Leben weitergehen soll, denn auf ewig allein bleiben kann er auch nicht. Denn Alice (Lukita Maxwell) ist mit Umwegen bereit, nach vorne zu schauen. Sie wird bei einem Fußballmatch gescoutet, die Unterstützung ihrer "Groß"-)Familie hat sie aber so sentimental gemacht, dass sie es nicht wagen wollte, aufs College zu wechseln. Diese Bedenken wurden ihr aber genommen. Ich finde das ja schön, weil es immer wichtig ist, seinen Träumen zu folgen. Allerdings hoffe ich sehr, dass man es schafft, sie weiterhin in die Geschichten einzubauen, denn es würde in den Charakterkonstellationen schon was fehlen, wenn Alice nicht mehr regelmäßig dabei wäre. Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein gelungener Auftakt war, der viele Themen anreißt und Humor und Emotionalität der Charaktere wieder bestens in Szene gesetzt wurden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle ist Inhalt von einer anderen Website (z. B. YouTube, X...) eingebunden. Beim Anzeigen werden deine Daten zu der entsprechenden Website übertragen.

Externe Inhalte immer anzeigen | Weitere Informationen

#3.02 Glücksmission

Foto: Brett Goldstein & Lukita Maxwell, Shrinking - Copyright: Apple TV
Brett Goldstein & Lukita Maxwell, Shrinking
© Apple TV

Die zweite Episode hat wieder normale Länge von etwas mehr als 30 Minuten und trotzdem ist hier viel mehr passiert als im Staffelauftakt. Und gleich vorweg kann ich sagen, dass alle Storys durchweg positiv umgesetzt wurden und das richtige Maß zwischen Humor aber auch Emotionen gefunden haben, sodass man wie bei Bill Lawrence-Serien doch oft sowohl lachen als auch weinen konnte. Fangen wir bei der Geschichte an, die aus dem Auftakt quasi übernommen wurde. Paul hat mit seiner fortgeschrittenen Krankheit zu tun und natürlich sind alle dabei, ihm zu helfen, auch wenn er das gar nicht möchte. Liz plant seinen Tag durch und Brian darf als personal Coach das Fitnessprogramm übernehmen, was dann insgesamt der herrlichste Teil der Episode war. Sei es Brians Outfit, seine Beschäftigung mit dem vermeintlichen Todesdatum oder seine Sprachlosigkeit zu früheren Sexkapaden (#Threesome), man konnte sich köstlich amüsieren. Herzzerreißend hingegen war in mehrfacher Hinsicht der Abschluss der Storyline von Louis (Brett Goldstein), der in den letzten Episoden immer da war und eine Rolle spielte, dabei aber vor allem das Vater-Tochter-Verhältnis beeinflusste. Gaby hat man dabei wirklich ein bisschen vergessen, denn auch sie leidet nach wie vor unter dem Verlust ihrer Freundin Tia, an dem Louis nun mal Schuld hat. Ihr Monolog war heftig, ehrlich und herzzerreißend und Jessica Williams hat mich wirklich tief berührt mit der Umsetzung dieser emotionalen Rede, an deren Ende ein toller Auftrag stand. Louis solle aus Respekt vor Tia und ihr und sicherlich auch den anderen sein Leben wieder in den Griff kriegen und leben, denn immerhin kann er es noch. Das war von vorne bis hinten stark und eine Perspektive, die ich so noch nicht gesehen habe. Dass Louis sich dank dieser "Standpauke" auch daran hält, aber deswegen nicht gleich ein Happy End bekommt, finde ich auch sehr gut. Er konnte mit Sarah abschließen, weil er sie getroffen hat. Sie ist froh, dass es ihm gut geht; er ist froh, dass es ihr gut geht. Die Umstände haben dieses matching couple nicht glücklich werden lassen, aber beide können trotzdem unabhängig voneinander glücklich sein. Für den Charakter Louis ist hier ein toller Abschluss gelungen und auch wenn ich Brett Goldstein gerne gesehen habe und somit irgendwie auch vermissen werde, so macht diese Entwicklung für den Charakter sehr viel Sinn. Ähnlich emotional war auch der Konflikt von Derek und Liz, die ihrem bequemen Sohn endlich mal eine Schubs versetzen müssen, damit er sein Leben in den Griff bekommt. Hier war Paul als Berater voll in seinem Element und hat Derek wahnsinnig gut geholfen. Ich fand es auch toll, dass Derek von sich aus eingesehen hat, dass er an dieser Stelle mal der Bad Cop sein musste. Ich hoffe sehr, dass sein Sohn ihm das noch danken wird. Sean war in erster Linie Beiwerk, hat aber aus den Entwicklungen der anderen eingesehen, dass auch er einen Schritt nach vorne gehen muss und so meldet er sich am Ende bei seiner Ex. Mal schauen, was das noch für uns bereit hält. Viel neugieriger bin ich aber bei Jimmy, der ja auch mal aus seiner Höhle kriechen muss. Hilfe bekommt er dabei nun offenbar von Sofi (Cobie Smulders), die in Staffel 2 schon mal auftauchte und die "How I Met Your Mother" - Reunion perfekt machte. Nun scheint Sofi doch noch ein richtiger Love Interest zu werden und das 14-Minuten-Date hat so viel Spaß gemacht, dass ich sehr hoffe, dass es noch viele weitere gemeinsame Minuten geben wird. Jimmy stellt sich zwar gerade noch etwas peinlich und begriffsstutzig an, aber die Chemie der beiden ist super und man möchte Jimmy auch endlich mal wieder glücklich sehen. Lange Rede kurzer Sinn. Es war eine toller Episode, die in jeder Szene den richtigen Ton getroffen hat. Da muss man neben dem Cast auch den Staff hinter der Kamera loben. Dass Zach Braff die Regie bei der Episode geführt hat, ist im Nachhinein nur eine logische Schlussfolgerung aus dem Gesehenen. Sehr gerne weiter so.

#3.03 Tag X

Review folgt...

#3.04 ???

Review folgt...

#3.05 ???

Review folgt...

#3.06 ???

Review folgt...

#3.07 ???

Review folgt...

#3.08 ???

Review folgt...

#3.09 ???

Review folgt...

#3.10 ???

Review folgt...

#3.11 ???

Review folgt...

Eure Meinung ist gefragt!

Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die "Shrinking"-Episoden der dritten Staffel.

Die Serie "Shrinking" ansehen:

Emil Groth - myFanbase

Zur "Shrinking"-Reviewübersicht

myFanbase integriert in diesem Artikel Links zu Partnerprogrammen (bspw. Amazon, Apple TV, WOW, RTL+ oder Joyn). Kommt es nach dem Aufruf dieser Links zu qualifizierten Käufen der Produkte, erhält myFanbase eine Provision. Damit unterstützt ihr unsere redaktionelle Arbeit. Welche Cookies dabei gesetzt werden und welche Daten die jeweiligen Partner dabei verarbeiten, erfahrt ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentare