Emmys 2021 - Beste Dramaserie

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Foto: Key Art der 73. Primetime Emmy Awards 2021 - Copyright: Television Academy
Key Art der 73. Primetime Emmy Awards 2021
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Bei dem 73. Primetime Emmys 2021 sind die folgenden Serien in der Kategorie Beste Dramaserie nominiert:

Die Emmy-Verleihung wird in in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2021 live beim Pay-TV-Sender TNT Serie ausgestrahlt.

Ein Plädoyer für "The Boys":

Foto: The Boys - Copyright: 2019 Amazon.com Inc., or its affiliates
The Boys
© 2019 Amazon.com Inc., or its affiliates

Vorhang auf für die Anti-Helden! Superhelden sind schon lange wieder en vogue und natürlich können sie sich immer nur auszeichnen, wenn sie entsprechende Gegner haben, die ihnen alles abverlangen, um die Welt zu retten. Was aber, wenn die Helden selbst die Bösewichte sind? Die Grundprämisse von "The Boys" klingt so simpel, habe ich so konsequent durchdacht noch nirgendwo gesehen. Die Dramaserie, die es bislang auf zwei Staffeln bringt, ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Derber Humor, eklige Szenen, jegliche Obszönitäten, "The Boys" ist sicherlich in der Nominierungsliste der ungewöhnlichste Kandidat, aber deswegen noch lange nicht unverdient aufgeführt. Eine stets spannend inszenierte Handlung kann nur durch ein grandioses Ensemble immer wieder neu zum Leben erweckt werden. Sicherlich stechen Charakterköpfe wie Karl Urban oder Antony Starr heraus, aber die Serie lebt vor allem auch von den vielen kleinen Momenten, die einen im positiven wie negativen Sinne eiskalt erwischen. Zudem ist die Serie inhaltlich so komplex gestaltet, dass sie noch problemlos fortgeführt werden kann, ohne dass befürchtet werden muss, dass hier einmal Langeweile auftreten könnte.

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Ein Plädoyer für "Bridgerton":

Foto: Regé-Jean Page & Phoebe Dynevor, Bridgerton - Copyright: 2020 Netflix, Inc.
Regé-Jean Page & Phoebe Dynevor, Bridgerton
© 2020 Netflix, Inc.

"Bridgerton" ist auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von "The Boys", aber doch gibt es eine Gemeinsamkeit, die beide gleichermaßen zu nicht unterschätzenden Kandidaten macht. Denn auch hinter "Bridgerton" verbirgt sich ein riesiges Ensemble mitsamt Crew, bei denen man die Liebe für die Produktion in jedem Detail ablesen kann. Phoebe Dynevor als Daphne und Regé-Jean Page als Simon mögen im Fokus der ersten Staffel gestanden haben, aber das Gewicht der Verantwortung lag nicht alleine auf ihren Schultern. Denn den Serienmacher*innen ist es geschickt gelungen, neben der Haupthandlung schon viele weitere Nebenhandlungen aufzubauen, die auf lange Sicht noch von Bedeutung sein werden. Das hat zu einem breiten Unterhaltungsfaktor beigetragen. Weiterhin mag "Bridgerton" in einem historischen Kontext spielen, aber der Dramaserie ist es geschickt gelungen, die Regency-Zeit so modern wie noch nie zuvor darzustellen. Dieser Schritt ist im Kontext von historischer Korrektheit sicherlich mutig, aber gleichzeitig auch so wichtig, denn es braucht starke Botschaften und "Bridgerton" scheut sich nicht, diese auszusenden.

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Ein Plädoyer für "The Crown":

Foto: The Crown - Copyright: Netflix, Inc.
The Crown
© Netflix, Inc.

Seit Jahren zählt "The Crown" unbestritten zu den Top-Serien, die im Umlauf sind. Cast und Crew wurden nicht grundlos immer wieder mit Preisen ausgezeichnet, denn die Faszination für die Royals und die Interpretation der Serienmacher, was sozusagen "hinter den Kulissen" des Palastes vor sich geht, bewegt die ganze Welt. Diese Geschichten sind mit viel Liebe zum Detail entwickelt worden und dabei legte man von Beginn an nicht nur Wert auf die großen medial bekannten Ereignisse, sondern fand immer wieder - auf geschickte Art und Weise - auch die Möglichkeit, bisher unbekannte Geschichten aus dem Leben der royalen Familie des Vereinigten Königreichs zu erzählen. Mit Staffel 4 und der Einführung von Diana (Emma Corrin) und Margaret Thatcher (Gillian Anderson) hat die Serie nun eine Ära erreicht, an die sich noch viele Zuschauer und Zuschauerinnen erinnern können oder die durch die mediale Aufmerksamkeit rund um ihre Personen vielen immer wieder vor Augen geführt wurde. Bei all dem Rummel, den Diana auch heute noch auslöst, ist es schön zu sehen, dass sich "The Crown" treu geblieben ist, auch die kleinen Geschichten am Rande zu erzählen. Da wäre die Episode rund um das Verschwinden von Margaret Thatchers Sohn, Prinzessin Margarets Entdeckung eines Familiengeheimnisses oder die Sorge um ein Unabhängigkeitsreferendum in Australien. Und auch emotional sind es kleine Momente wie die Frage, wer das Lieblingskind von Elizabeth (Olivia Colman) und Philip (Tobias Menzies) ist, was uns die verschiedenen Charaktereigenschaften auch der teils noch recht unbekannten Geschwister Andrew und Edward vor Augen führt. Wenn man aber an Staffel 4 von "The Crown" zurückdenkt, die im November 2020 bei Netflix veröffentlicht wurde, sind es vor allem die drei Frauenfiguren Königin Elizabeth, Margaret Thatcher und Prinzessin Diana, die diese Staffel geprägt haben. Vor allem das Wechselspiel zwischen den beiden Staatsoberhäuptern wenn man so will war unglaublich gut geschrieben und auch gespielt. Und Diana... Emma Corrin schafft es schon mit ihrem ersten Augenaufschlag sich in die Herzen zu spielen und ihr Wandel von der Unschuld vom Lande zur Königin der Herzen ist in dieser Staffel zwar wahnsinnig schnell aber auch sehr glaubwürdig vollzogen worden.

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Ein Plädoyer für "This Is Us":

"This Is Us" ist eine Serie, die wahrscheinlich in jeder Zuschauerin und in jedem Zuschauer einen gewissen Zwiespalt auslöst. Die Emotionen, mit denen die erste Staffel aufgewartet hatte, sorgten dafür, dass das Genre der Familienserie plötzlich von diversen US-Sendern wieder aufgegriffen wurde, doch keine Serie reichte glaubhaft an das Niveau von "This Is Us" heran. Schon früh stand fest, welche zentralen Handlungsstränge die Serie aufgreifen würde und durch die Zeitsprünge hielt man die Zuschauenden gekonnt bei der Stange. Obwohl schon früh feststand, dass die Serie nur auf insgesamt sechs Staffeln kommen würde und man somit eine klare Linie in der Erzählung erwarten durfte, ist das den Serienmacher*innen leider nicht immer gelungen. Nach einer sehr durchwachsenen vierten Staffel folgte mit der fünften nun eine Staffel, die durch den Ausbruch der Corona-Pandemie zusätzlich vor einige Hürden gestellt wurde. Waren das also keine guten Vorzeichen? Vor allem der Beginn der Staffel machte wenig Hoffnung, denn insbesondere der andauernde Streit zwischen Randall (Sterling K. Brown) und Kevin Pearson (Justin Hartley) ließ das frühere Wohlfühl-Gefühl erneut im Keim ersticken, denn gerade in Pandemie-Zeiten wünschte man sich nach etwas mehr heiler Welt auf den Bildschirmen. Was hatte uns die Serie früher mit der engen Bindung in der Familie gefesselt, die trotz unterschiedlicher Meinungen und Problemen im Kern doch immer zusammen hielt. Doch gleich im Auftakt wird ein zusätzlicher Bruch zwischen Randall und Kate (Chrissy Metz) angedeutet, was trotz allem Verständnis für die Gründe für diese Storyline doch für Ernüchterung sorgte. Denn da die Corona-Pandemie gerade zu Beginn der Staffel thematisiert wurde, hätte man sich doch sehr gewünscht, dass man in Anbetracht einer solchen Krise mal über seinen eigenen Schatten springt und die Aussprache sucht. Dazu hatte man das Gefühl, dass man sich in diesem Teil der Geschichte immer wieder im Kreis drehte. In der Mitte der Staffel gelang aber wieder ein Durchbruch mit der Einführung der "New Big Three", dem Nachwuchs in der Familie Pearson, der dafür sorgte, dass die angesprochene erhoffte Reflektion des eigenen Handelns und der Erwartungen an die Geschwister und den Familienzusammenhalt die Geschichte wieder vorangebracht haben. Spätestens mit der Rückkehr von Nicky (Griffin Dunne) hat die Serie wieder einige Pluspunkte gesammelt. Es kam zu liebevollen Momenten, absurden Diskussionen sowie einigen Überraschungen und endlich kam das frühere Gefühl der Sentimentalität wieder auf. Staffel 5 war sicher noch nicht perfekt und durch viele Ausstrahlungspausen im Sendeplan von NBC auch schwierig zu verfolgen, aber gerade die zweite Staffelhälfte machte Hoffnung für das große Finale in Staffel 6.

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