DVD-Rezension: Scorpion, Staffel 1

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Während "Scorpion" im deutschen Free-TV auf Sat.1 bereits seit dem 1. Februar 2015 auf Sendung ist und dort ab dem 3. April 2016 auch die zweite Staffel ausgestrahlt wird, ist die erste Staffel der Crime- und Dramaserie nun seit dem 4. Februar 2016 auf DVD im deutschen Handel erhältlich. "Scorpion" lehnt sich lose an das wahre Leben des hochbegabten Walter O'Brien an und wird seit 2014 für und von dem US-Fernseh-Network CBS produziert. Neben dem Altmeister Robert Patrick ("Akte X", "True Blood"), sind mit Elyes Gabel ("Game of Thrones", "Body of Proof"), Camille Guaty ("Prison Break") und Brendan Hines ( "Lie to Me", "Suits") weitere bekannte Gesichter in tragenden Rollen in "Scorpions" zu sehen.

Inhalt

Foto: Scorpion - Copyright: Robert Voets/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved
Scorpion
© Robert Voets/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved

Walter O'Brien (Elyes Gabel) ist ein Genie und sein IQ von 197 der vierthöchste, der je gemessen wurde. Zusammen mit den drei weiteren Hochbegabten, dem Technikwunder Happy (Jadyn Wong), dem Verhaltenswissenschaftler Toby (Eddie Kaye Thomas) und dem Rechengenie Sylvester (Ari Stidham) hat Walter die Firma Scorpion Computer Services gegründet, die sich aber bisher mehr schlecht als Recht über Wasser hält. Als sich dann aber Agent Cabe Gallo (Robert Patrick) von der Homeland Security bei ihnen meldet und dringend die Hilfe der vier Genies braucht, ist Walter zunächst wenig begeistert. Denn Walter und Agent Gallo machten bereits vor vielen Jahren Bekanntschaft, als sich Walter, als kleiner Junge, in die Datenbank der NASA hackte. Trotzdem nehmen die vier letztendlich den Job an, wobei Walter auch die alleinerziehende Kellnerin Paige (Katharine McPhee) kennenlernt und schnell erkennt, dass ihr Sohn Ralph (Riley B. Smith) ebenfalls ein Genie ist. Letztendlich schließt sich auch Paige der Gruppe an, um als Übersetzerin für die Genies zu argieren, die Schwierigkeiten damit haben sich mit normalen Menschen zu unterhalten. Gemeinsam versuchen sie weitere brisante Fälle für die Homeland Security zu lösen und nehmen somit den Kampf gegen weltweite Bedrohungen auf.

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Rezension

Foto: Scorpion - Copyright: Robert Voets/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved
Scorpion
© Robert Voets/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved

Die auf dem wahren Leben des Genies Walter O'Brien basierende CBS-Serie "Scorpion" funktioniert nach dem klassischen "Whodunit" (Who done it?)- Prinzip. Bösewicht versucht, (überspitzt formuliert) die Welt zu zerstören, Scorpion nimmt sich der Sache an, Bösewicht ermittelt und gestellt, Menschheit gerettet, Episode beendet. Diese Art des Seriengenre im "CSI"-, "Navy CIS"-, "Castle"-, "Hawaii Five-0"- und wie sie alle heißen Stil funktioniert in "Scorpion" auch oberflächlich betrachtet erstmal relativ gut. Die einzelnen Episoden sind ziemlich temporeich, kurzweilig, mit gelegentlichem Witz und je nach Fall auch relativ ausgeklügelt und recht spannungsgeladen inszeniert. Bei näherem hinsehen oder eben gerade beim mehrere Episoden am Stück schauen, wird man dann allerdings von diversen Logikfehlern fast schon überrannt. Was prinzipiell auch nicht so wirklich dramatisch ist, da es sich ja bei "Scorpion" um eine fiktive Fernsehserie handelt und nicht um das wahre Leben. Oder? Denn zu Beginn jeder Folge versuchen einem die Serienmacher ja zu suggerieren, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt oder zumindest "lose" (das ist ja ein sehr dehnbarer Begriff) an das Leben des Walter O'Brien angelehnt ist. Aha. Naja, lassen wir das mal außen vor, denn dazu gibt es schon genug Spekulationen im Netz, ob Walter O'Brien, der ja an der Fernsehserie mitgearbeitet hat, wirklich das ist, was er vorgibt zu sein.

Foto: Robert Patrick & Riley B. Smith, Scorpion - Copyright: Sonja Flemming/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved
Robert Patrick & Riley B. Smith, Scorpion
© Sonja Flemming/CBS; 2014 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved

Zu der Charakterausarbeitung kann man, meiner Meinung nach, bei den Serien dieses Genre generell leider nicht viel sagen, da diese eher oberflächlich behandelt wird. Trotzdem sind fast alle Profile wirklich sehr sympathisch, auch wenn sie halt immer wieder sehr überheblich wirken, da in jeder Episode gefühlte 37 Mal von ihnen selber darauf hingewiesen wird, wie überdurchschnittlich intelligent sie doch alle sind. Besonders auf den Charakter des Walters werden fast minütlich Lobeshymnen abgehalten. Doch für diese geballte Intelligenz passieren aber leider allerhand blödsinnige Fehler und durchaus vermeidbare Pannen und die vier stellen sich mehrmals mehr als dusselig an, um letztendlich nur die jeweilige Storyline interessant zu machen. Das alles wirkt halt irgendwann recht unglaubwürdig und auch manchmal einfach nur ermüdend, mit dem Hintergrund, dass alle vier Genies sind. Zudem scheinen auch die diversen Agenten der Homeland Security nicht gerade die professionellsten ihrer Art zu sein, da sie regelmäßig zu spät oder zu den falschen Orten kommen und unsere vier Genies letztendlich immer die Action erleben und die diversen Verbrecher alleine dingfest machen müssen. Mir persönlich haben letztendlich immer die Episoden am besten gefallen, in denen es um die einzelnen Hauptcharaktere ging. Sei es der Konflikt zwischen Walter und Cabe, die schon eine lange Geschichte hinter sich haben oder Paiges Probleme mit ihrem hochbegabten Sohn Ralph oder Walters Bemühungen seiner an MS erkrankten Schwester Megan (Camille Guaty) zu helfen. Zudem wird auch immer wieder hinterleuchtet ,wie schwer es anscheinend ist, ein Genie zu sein, was in vielen Fällen, wie bei Walter und Ralph, eine soziale Inkompetenz mit sich bringt. Sehr schön ist auch zu sehen, wie die Hauptprotagonisten immer mehr zu einer Familie heranwachsen, sich gegenseitig Halt geben und immer zueinander stehen.

Die einzelnen Schauspieler sind für ihre jeweiligen Rollen relativ passend gecastet worden und jeder wirkt in seinem ihm zugeschriebenen Charakter authentisch und bestens platziert. Zwar ist keiner der sechs Hauptdarsteller sonderlich herausragend, aber alle liefern eine solide Leistung ab, was für "Scorpion" auch absolut ausreichend ist. Als nettes Goodie sind auch wohl die zahlreichen Gastauftritte von diversen bekannten Seriengesichtern wie zum Beispiel Joel Gretsch, Lochlyn Munro oder Jessica Tuck, um nur einige wenige zu nennen, zu bewerten. Besonders freuen wird die Fans von "Navy CIS: L.A." bestimmt auch der Auftritt von Linda Hunt in der sechsten Episode, die auch in "Scorpion" ihrem Seriencharakter Hetty Lange treu bleibt.

Specials

Foto: Copyright: Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Die Specials auf der DVD sind wirklich sehr umfangreich und wissen Fans der Serie bestimmt zu begeistern. Neben Premieren-Promos und entfernten Szenen, die immer jeweils zur Episode anwählbar sind, gibt es eine unglaubliche Menge an Bonusmaterial, das dem Zuschauer einen Einblick hinter die Kulissen gibt. Die folgenden Kategorien sind jeweils auf die verschiedenen DVDs verteilt:

  • Entstehung von Team Scorpion
  • Die Jagd nach dem Flugzeug
  • Wenn Hetty Scorpion trifft
  • Ohne Limit
  • Die etwas anderen Helden: Making-of
  • Team Scorpion
  • Mittendrin mit Eddie Kaye Thomas
  • Stunts bei Scorpion
  • Outtakes
  • Besetzung "Danke"


Technische Details

Erscheinungstermin: 4. Februar 2016
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 879 Spielminuten (22 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Dänisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Fazit

Trotz vieler Logiklücken und einigen Ungereimtheiten kann man sich "Scorpion" durchaus mal antun. Die Serie ist perfekt, um einfach mal den Kopf auszuschalten und sich mit gut gemachter Action und einem Hauch Spannung berieseln zu lassen.

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Nina V. - myFanbase

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