Bewertung: 8

Review: #1.18 Schmetterlingseffekt

Foto: Lana Parrilla, Once Upon a Time - Copyright: 2011 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Lana Parrilla, Once Upon a Time
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Mit dieser Episode stoßen wir endlich zum Grundkern von Königin Reginas unbändigen Hass auf Snow vor und erleben überdies eine unerwartete Wendung, denn Kathryn Nolan taucht quicklebendig wieder auf.

Bevor Regina zur Bösen Königin wurde, war sie eine junge Frau aus neureichem Hause, die es geliebt hat zu reiten und die verliebt war in den Stallburschen Daniel. Die junge Regina wurde von ihrer Mutter Cora, einer Müllerstochter mit magischen Kräften, die ihre ärmliche Herkunft hinter sich gelassen hat, ständig unter Druck gesetzt. Es war der absolute Wille von Cora, dass Regina einmal Königin wird, koste es, was es wolle. Nachdem Cora von der jungen Snow erfahren hat, dass Regina den Stallburschen liebt, hat sie ihn skrupellos beseitigt - und daran gibt Regina nun seit Jahren Snow die Schuld.

Wir kennen nun die ganze Geschichte, aber dies ändert wie erwartet nichts daran, dass man für die Untaten der Bösen Königin kein Verständnis aufbringen kann, sogar ganz im Gegenteil. Man hat nur noch mehr Mitleid mit Snow, die von Cora ausgenutzt und manipuliert und von Regina zum Sündenbock gemacht wurde. Snow war damals noch ein Kind, das gar nicht verstanden hat, was vor sich ging, und das nie jemanden verletzen wollte. An dieser Stelle muss man der Darstellerin der jungen Snow, Bailee Madison, wirklich ein großes Kompliment machen. In ihrer Gestik und Mimik erinnert sie exakt an die erwachsene Snow, wie Ginnifer Goodwin sie darstellt, so dass man wirklich glaubt, deren jüngeres Ich zu sehen. Respekt!

Psychologisch ist diese Episode natürlich hochinteressant. Schon in einer früheren Review habe ich thematisiert, dass Regina die Schuld für ihr Unglück nie bei sich sucht, sondern immer nur bei anderen. Nun kommt noch eine weitere Komponente hinzu, denn offensichtlich hat Regina nicht die Kraft und den Mut, ihre Mutter als die alleinige Schuldige zu sehen und anzuerkennen, dass Snow letztlich genauso machtlos gegen Cora war wie Regina selbst. Kurzum: Die Böse Königin hat einen ausgemachten Mutterkomplex.

In Storybrooke realisiert Emma, dass Sidney sie die ganze Zeit hintergangen und im Auftrag von Bürgermeisterin Regina ausspioniert hat. Diese Erkenntnis verblasst aber erst einmal neben der Überraschung, dass Kathryn keineswegs tot ist. Passenderweise wird sie von Ruby gefunden, die ja schon Kathryns vermeintliches Herz aufgespürt hat. Wessen Herz war wirklich in der Schatulle? War es überhaupt ein menschliches Herz? Die Sache mit den Tierherzen, die als Menschenherzen ausgegeben werden, hat ja schon Tradition in Reginas Umgebung.

Auf jeden Fall ändert Kathryns Rückkehr die Lage wieder drastisch. Mary Margaret wird nicht als Mörderin verurteilt und kann in Storybrooke bleiben, aber was passiert mit Regina? Wie reagiert sie darauf? Sie dachte, dass Kathryn tot sei, da sie einen Deal mit Mr. Gold gemacht hat, und war sich ihres Sieges über Mary Margaret/Snow schon sicher. Mr. Gold hat sie sehr effektiv hereingelegt, aber sie hat sicherlich noch Asse im Ärmel. Schließlich haben wir ja auch noch vier Folgen vor uns.

Maret Hosemann - myFanbase

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