Episode: #15.19 Stumme Schreie

In der "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte"-Episode #15.19 Stumme Schreie wird eine Trauma-Patientin ins Grey + Sloan Memorial eingeliefert und Jo (Camilla Luddington) sieht sich dazu gezwungen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Derweil müssen sich Bailey (Chandra Wilson) und Ben (Jason Winston George) mit Tuck über das Thema Dating unterhalten.

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Gedankenverloren läuft Jo durchs Krankenhaus, als Alex, dessen letzter Tag als Chefarzt angebrochen ist, zu ihr kommt und verwundert hinterfragt, warum sie am Morgen einfach gegangen ist und ihm noch nicht erzählt hat, wie ihr Ausflug nach Pittsburgh gelaufen ist. Jo möchte auch jetzt nicht darüber reden und wendet sich von Alex ab.

In Pittsburgh erreicht Jo das Haus von Vicki Rudin und klingelt. Die Frau öffnet die Tür und vermutet zunächst, dass Jo ihr etwas verkaufen möchte, während ihre Kinder im Hintergrund zu hören sind. Schließlich rückt Jo mit der Sprache heraus und erklärt Vicki, dass sie sie für ihre Mutter hält.

Ben und Bailey bringen Tuck zur Schule und erkennen dabei, dass er sich mit einem Mädchen zu treffen scheint. Überfordert stellen die beiden fest, dass Tuck langsam erwachsen wird. Derweil trifft Jo auf eine Frau namens Abby, die im Gesicht verletzt ist und den Weg zur Notaufnahme sucht. Schnell erkennt Jo, dass Abby neben sich steht und bietet an, sie zu begleiten. Bei der anschließenden Untersuchung erzählt Abby, dass sie sich in der letzten Nacht ausversehen selbst verwundet hat. Als plötzlich Andrew auftaucht, greift Abby verängstigt nach Jos Hand, wodurch Jo erkennt, dass mehr hinter Abbys Geschichte zu stecken scheint. Dies signalisiert sie Andrew und nachdem er gegangen ist, weist Jo Dahlia an, den Vorhang zu schließen. Jo fragt, ob Abby noch weitere Verletzungen hat, woraufhin die Patienten Blutergüsse am Hals und am Bauch vorzeigt. Jo wird klar, dass Abby angegriffen wurde und hält weiterhin ihre Hand.

Überrumpelt gibt Vicki Jo zu verstehen, dass sie nicht hätte kommen sollen, dann werden die beiden von Vickis Mann überrascht. Nachdem jener ins Haus gegangen ist, bittet Jo ihre Mutter um ein Gespräch in einem nahegelegenen Diner. Es dauert eine ganze Weile, bis Vicki schließlich auftaucht. Sie hat nicht lange Zeit, da sie zur Arbeit muss. Vicki will wissen, weshalb Jo gekommen ist und vermutet, dass sie Geld braucht, woraufhin Jo erklärt, dass sie sich immer ausgemalt hat, dass ihre Mutter eine schlecht bezahlte, hart arbeitende Frau ist, die sie weggab, damit Jo ein besseres Leben haben konnte. Diese Theorie hat sich nicht bestätigt, da Vicki ein glückliches Leben mit Ehemann und Kindern führt. Jo fragt nach Vickis Kindern und erfährt, dass Vickis Mann nicht auch ihr Vater ist. Dann macht Jo ihrer Mutter wütend klar, dass sie alles andere als ein schönes Leben hatte. Kurz überlegt Vicki zu gehen, Jo will jedoch wissen, woher sie kommt, woraufhin Vicki ein wenig über die Krankheiten erzählen will, die in ihrer Familie bisher aufgetreten sind, damit Jo darüber Bescheid weiß. Daran zeigt Jo kein Interesse und da Vicki wenig kommunikativ ist, fragt sie nach ihrem Vater, um von ihm vielleicht ein wenig mehr zu erfahren. Vicki gibt Jo zu verstehen, dass ihr Vater tot ist, worüber sie keinen Kummer verspürt. Es trifft Jo, dass Vicki so über ihren Vater spricht, woraufhin Vicki noch einen draufsetzt und betont, dass er gern einen qualvollen Tod hätte sterben können. Aufgebracht will Jo gehen, doch dann hält sie inne, als sie erkennt, dass Vicki so schlecht über Jos Vater redet, weil er sie vergewaltigt hat. Vicki erzählt, dass sie sich im College auf ein Date mit ihm einließ, dann jedoch von ihm attackiert wurde und sich nicht gegen den sexuellen Übergriff wehren konnte.

Jo hat Abby in einen Behandlungsraum gebracht, wo sie ihr gemeinsam mit Dahlia die Kleidung auszieht. Dabei kommen noch mehr Verletzungen zum Vorschein. Abby erschrickt, als Teddy zur Tür hereinkommt und jene nimmt einen Ultraschall vor, bei dem sie feststellt, dass Abbys Zwerchfell gerissen ist, weshalb sie operiert werden muss. Mit einer OP ist Abby einverstanden, sie will jedoch nicht nach ihrem Mann schicken lassen, der geschäftlich unterwegs ist. Bei der Untersuchung von Abby steigen Dahlia die Tränen in die Augen, doch Jo verdeutlicht ihr sich zusammenzureißen. Teddy möchte sich kurz mit Jo besprechen, doch Abby möchte nicht, dass Jo sie allein lässt. Beruhigend versichert Teddy, dass Jo nicht gehen wird, stattdessen nimmt sie Dahlia mit sich. Die Ärztinnen haben bereits erkannt, dass Abby das Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, auch wenn Abby sich dazu bisher nicht geäußert hat. Sollten sie Abby nun für die OP vorbereiten, würden sämtliche DNA-Spuren ihres Angreifers verloren gehen, weshalb Teddy Dahlia aufträgt, den OP zwar zu buchen, mit den Vorbereitungen aber zu warten, bis Abby sich entschlossen hat, ob sie gegen ihren Angreifer vorgehen möchte. Anschließend kehrt Teddy zu ihrer Patientin zurück, wo sie und Jo gemeinsam fragen, was Abby zugestoßen ist. Jo spricht offen den Verdacht aus, dass Abby vergewaltigt wurde, woraufhin Abby versichert, dass es nicht ihr Mann war. Auch wenn Abby jetzt gerade keine Aussage machen möchte, versichert Jo, dass sie die Beweise jetzt aufnehmen und später verwenden kann, doch Abby will sich davon distanzieren. Abby ist der festen Überzeugung, dass man ihr nicht glauben wird, dass sie nicht mit dem Geschlechtsverkehr einverstanden war und dass besonders ihr Mann ihr nicht verzeihen wird. Erneut ergreift Jo, die noch immer Abbys Hand hält, das Wort und berichtet von der Misshandlung durch ihren Exmann, durch die sie Abby die Chance wünscht, sich gegen ihren Angreifer zu behaupten. Abby scheint einverstanden, ihren Ehemann will sie jedoch nicht einweihen. Im Anschluss werden von Abby zahlreiche Abstriche und Proben genommen und sie erklärt sich zu jedem Schritt bereit, während Teddy, Dahlia und besonders Jo ihr zur Seite stehen. Nachdem das geschafft ist, bricht Abby in Tränen aus und Jo hält weiter ihre Hand.

Die gesamte Schwangerschaft über hielt Vicki ihren Zustand geheim und erzählte niemandem, dass sie ein Kind erwartet. Erst viele Jahre später konnte Vicki über die Vergewaltigung reden und es fällt ihr noch immer schwer. Jo fragt, weshalb sie nie nach ihr gesucht hat, woraufhin Abby verdeutlicht, dass sie die gesamte Schwangerschaft über nur an ihren Vergewaltiger denken konnte und Angst hatte, dass das Kind in ihrem Leib wie er sein würde. Sie hielt an der Hoffnung fest, ihr Baby zu lieben, sobald es geboren war. Zwar traf es zu, dass sie ihr Herz für Jo öffnete, als sie sie erblickte, dennoch überwog das Gefühl der Angst und Abscheu vor ihrem Angreifer, weshalb Abby Jo nicht bei sich behalten konnte und wollte. Jo berichtet, dass sie trotz ihres Lebens, mit dem sie nun glücklich ist, immer wollte, dass ihre Mutter sie finden kommt. Abby jedoch betont, dass sie ihr Bestes gegeben hat. Nach dem Übergriff war sie nicht sie selbst und das für eine sehr lange Zeit. Betroffen erzählt Jo, dass sie einmal von Paul angegriffen wurde, als sie sieben Wochen schwanger war. Sie entschied sich damals zu einer Abtreibung. Als Jo mitfühlend nach Vickis Hand greifen möchte, zieht jene die Hand vor ihrer Tochter zurück. Traurig fragt Jo, ob sie ihrem Vater ähnlich sieht, was Vicki nicht abstreitet. Zu mehr ist Vicki nicht in der Lage, weshalb sie das Diner verlässt. Jo bleibt mit Tränen in den Augen allein zurück.

Es ist Zeit für Abbys Operation, doch sie ängstigt sich davor, das Bewusstsein zu verlieren und sich in die Gewalt irgendeines Mannes zu begeben. Gleichzeitig denken Bailey und Ben über Tucks Start ins Datingleben nach und erkennen, dass sie mit Tuck ein ernstes Gespräch darüber führen müssen, dass man als Mann stets die Einwilligung einer Frau abwarten muss, bevor man einen Schritt weiter geht. Ben bietet an, dass er dieses Gespräch mit Tuck führt. Um sicherzustellen, dass Abby sich behütet fühlt, sorgen ihre Ärztinnen indes dafür, dass kein männlicher Angestellter des Krankenhauses sich auf den Fluren aufhält, die Abby auf dem Weg zum OP passieren muss und auch im OP-Saal befinden sich nur weibliche Mitarbeiter. Alle Frauen, die im Krankenhaus arbeiten, stehen Abby bei und Jo hält noch immer ihre Hand.

Während der Operation lobt Teddy Jo dafür, wie sie mit Abby umgegangen ist. Wenig später kommt Abby nach einem erfolgreichen Eingriff wieder zu sich. Die Ärztinnen raten Abby, sich jemandem anzuvertrauen. Sie gibt sich die Schuld für das, was geschehen ist, doch Teddy macht ihr klar, dass Abby nicht für die Vergewaltigung zu verantworten ist. Es macht Abby zu schaffen, dass ihr Mann sie mit anderen Augen betrachten wird, aber auch Jo versichert, dass Abby keine Schuld trifft. Schließlich ruft Abby ihren Mann an und lässt Jos Hand los. Abbys Mann eilt sofort ins Krankenhaus und steht ihr bei, als sie bei der Polizei eine Anzeige macht.

Ben und Tuck sitzen in einem Diner, wo Ben seinem Stiefsohn aufzeigt, dass man als Mann immer das Einverständnis einer Frau einholen muss, wenn es um das Thema Sex geht. Auch dass eine Frau jeder Zeit die Meinung ändern darf, macht Ben Tuck klar. Nachdem Tuck dies verinnerlicht hat, genießen die beiden den Abend zusammen.

Nach dem aufwühlenden Tag versucht Alex erneut von Jo zu erfahren, was in Pittsburgh geschehen ist. Er versichert, dass sie ihm alles anvertrauen kann, doch dazu ist Jo nicht bereit. Sie möchte allein sein und bittet Alex ihr Freiraum zu geben.

Marie Florschütz - myFanbase


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Reviews zu dieser Episode

Zu dieser Folge gibt es Reviews von den folgenden Autoren:

  • Lux H. vergibt 9/9 Punkten und schreibt:
    Beklemmend. Schwierig. Verstörend. Einprägend. Wichtig. Diese Folge vereint all diese Eindrücke und vermag es so, mitzureißen und zu überwältigen Ė so unglaublich schmerzhaft sind die Schicksale,...mehr

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