Bewertung: 7

Review: #6.17 Mit Sack und Pack

Foto: Scott Patterson, Gilmore Girls - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Scott Patterson, Gilmore Girls
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Die letzten Folgen der "Gilmore Girls" haben mich enttäuscht. Der Stil der Serie hat sich zwar nicht verändert, aber das Verhalten einiger Charaktere kann man derzeit als sehr unglücklich bezeichnen und das ist noch milde ausgedrückt. Begriffe wie "frustrierend", "deprimierend" oder "ätzend" würden an dieser Stelle nämlich auch passen. Damit meine ich natürlich die ganze Geschichte um Lukes Vaterschaft. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich habe an sich nichts gegen April, sie ist eigentlich ganz putzig, und dass sich Luke um seine Tochter kümmern will, finde ich gut, aber wie er Lorelai ausschließt und ihre Hochzeitsträume platzen lässt, ist absolut daneben. Gleichermaßen gefällt mir auch Lorelais Verhalten nicht, denn sie lässt sich alles gefallen und kämpft kein bisschen um ihre Beziehung.

So, nach diesem zweifellos deprimierenden, aber ehrlichen Einstieg, kommen wir zur Episode #6.17 Mit Sack und Pack. In der vertrackten Situation um Luke, Lorelai, Anna und April werden keine Fortschritte erzielt, ganz im Gegenteil. Lorelai beweist mal wieder ihre Passivität und zeigt Luke nicht ihre wahren Gefühle in Bezug auf Anna und deren Geschenk an Luke. Statt mit ihrem Verlobten zu sprechen, motzt sie lieber Rory wegen deren Besuch in Annas Laden an. OK, das hätte Rory nicht machen müssen, aber a) hat sie es nur gut gemeint und b) ist nicht Rory die Person, die mal einen kräftigen – sorry – Anschiss von Lorelai nötig hätte.

Trotz dieses negativen Beigeschmacks habe ich die Folge aber durchaus genossen. Irgendwie habe ich einfach mal akzeptiert, dass Luke im Moment ein Brett vor dem Kopf hat und dass Lorelais Durchsetzungsvermögen irgendwo zwischen Hartford und Stars Hollow verloren gegangen ist, und hatte meinen Spaß an den vielen humorvollen Momenten. Da wäre zum einen die Szene von Rory und Michel, die allein schon deshalb bemerkenswert ist, weil die beiden nur selten Szenen zusammen haben. Auch Richard und Emily mit ihrem französischen Navigationsgerät sind wieder einmal klasse und Mrs. Kim ist in dieser Episode einfach eine Wucht.

Ja, die gute alte Mrs. Kim. So langsam versteht man, woher Lane ihre Liebe zur Musik hat, denn Mrs. Kim, die man lange für die personifizierte Spaßbremse gehalten hat, offenbart immer mehr, dass auch in ihr ein kleiner Rock'n'Roll-Fan steckt. Auch Zack hat mir diesmal richtig gut gefallen, irgendwie passt er einfach in diese schräge Familie. Er akzeptiert Mrs. Kim und Lane wie sie sind, befolgt ihre Regeln und ist dabei doch er selbst. Also bitte, da haben wir doch den guten alten "Gilmore Girls"-Humor und wenn man den im Moment mehr in Kims Antiquitätenladen als in Luke's Diner findet, dann bitte, warum nicht?! Ein Ortswechsel "Mit Sack und Pack" kann manchmal nicht schaden.

Maret Hosemann – myFanbase

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