Bewertung: 8

Review: #2.16 Rivalen

Diese Episode hat einige sehenswerte Highlights zu bieten und bereitet viel Vergnügen, wenngleich es mit Dean einen großen Verlierer gibt und auch Rorys Image ein wenig Schaden nimmt.

Schon der Anfang gefällt mir ausgesprochen gut. Die Arbeiten an Lukes Gebäude sind in vollem Gange und so wird auch das Diner in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich müssen Lorelai und Rory ihre morgendliche Dosis Kaffee unter einem Regenschirm zu sich nehmen, um nicht von herabfallenden Schuttbrocken getroffen zu werden. Auf die Idee, dass Diner zu verlassen, kommen die beiden Gilmore Girls natürlich nicht. Luke's Diner ist eben Luke's Diner, auch wenn einem dort im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf fällt.

Lorelai erlebt in dieser Episode ohnehin etwas, das weit schlimmer ist, als so ein bisschen Bauschutt im Kaffee: einen Ausflug mit ihrer Mutter! Lorelai lässt sich von Emily überrumpeln und muss ein Wellness-Wochenende mit ihr verbringen. Dabei kommt es zu einigen lustigen Szenen, denn Emily heftet sich wie eine Zecke an Lorelai und gönnt ihrer Tochter keine Sekunde Ruhe. Wenn Lorelai und Emily weder Rory noch Richard als Puffer zwischen sich haben, kommt es unvermeidlich zu Spitzfindigkeiten und Streit.

Als Lorelai und Emily aus dem gesundheitsfanatischen Wellness-Hotel in eine Bar fliehen, beginnt ein Mann mit Emily zu flirten, was diese allerdings gar nicht gut haben kann. Na ja, Emily ist bekanntlich eher der altmodische Damentyp und fühlt sich schon nach einem Tanz mit einem anderen Mann wie eine verruchte Ehebrecherin. So ganz wird Emily wohl nie im 21. Jahrhundert ankommen, doch zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass ich ihren Verehrer auch etwas schleimig fand. Natürlich ist es in Emilys Augen letztlich Lorelais Schuld, dass es überhaupt zu diesem Flirt kommen konnte.

Immerhin stellen Lorelai und Emily am Ende fest, dass sie eine schwierige Beziehung haben und Emily gibt zu, dass sie nie gelernt hat, für ihre Tochter nicht nur Mutter, sondern auch Freundin zu sein. Leider gibt es von diesen kleinen Aussprachen zwischen Lorelai und Emily insgesamt zu wenige, um die Kluft dauerhaft zu überbrücken.

Besonders gut gefällt mir in dieser Episode Paris. Als Paris bei Rory auftaucht, um mit ihr zu lernen, werden die beiden von Jess unterbrochen, der Lorelais Abwesenheit nutzen will, um Rory näher zu kommen. Prompt taucht auch Dean auf und beschuldigt Rory, ein Date mit Jess zu haben. Daraufhin springt Paris unerwartet in die Bresche und behauptet, Jess sei ihretwegen da, weil sie in ihn verschossen ist. Für Paris ist dieser Freundschaftsdienst schon ein beachtlicher Meilenstein, der zeigt, dass Rory und Paris wirklich Freundinnen geworden sind. Freilich verbindet die beiden Mädchen keine Kuschelwuschel-Freundschaft, sondern eher eine Art Hassliebe. Rory und Paris werden immer auch Rivalinnen sein und haben in vielen Dingen eine unterschiedliche Einstellung, doch sie sind auf ihre Art Freundinnen.

Der gute Dean steht derweil als Depp da und wird zum Narren gehalten. Er kann einem schon Leid tun, denn er spürt, dass da etwas zwischen Rory und Jess ist, doch jeder lügt ihn an und versichert ihm, dass er sich irrt. Dies spricht natürlich nicht gerade für Rory, die ganz einfach nicht mit offenen Karten spielt und Dean verletzt. Sicher ist sie selbst verwirrt, doch mit ein bisschen mehr Ehrlichkeit hätte sie sich und Dean Einiges ersparen können.

Maret Hosemann - myFanbase

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