Episode: #7.07 Gefahr von gestern?

Nachdem ein über 200 Jahre altes Glas, das ein junges Mädchen in einem Schiffswrack gefunden hat, in ihren Händen zerbricht, wird sie kurze Zeit später mit Symptomen einer Pocken-Infektion ins PPTH eingeliefert. Dr. Dave Broda vom CDC ordnet daraufhin eine sofortige Quarantäne für das Krankenhaus an. Martha glaubt, dass mehr hinter Brodas Motiven steckt, als er zugibt, und beginnt zu glauben, dass die Patientin in Wirklichkeit an einer ganz anderen Erkrankung leidet. Als dann auch noch der Vater des Mädchens ähnliche Symptome entwickelt, muss House eine Entscheidung treffen, die auch sein Leben in Gefahr bringen könnte. Unterdessen stehen Wilson und Sam einem sechsjährigen Chemotherapiepatienten bei, der beide dazu bringt, ihre Beziehung gründlich zu überdenken.

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Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2010 Fox Broadcasting Co.; Justin Stephens/FOX
Hugh Laurie, Dr. House
© 2010 Fox Broadcasting Co.; Justin Stephens/FOX

Die junge Julie bringt von einem Tauchgang ein antikes Glas von einem Wrack mit. Als sie es ihrer Mutter zeigen möchte, zerbricht sie das Glas versehentlich und schneidet sich daran. Einige Zeit später entwickelt sie starke, grippeähnliche Symptome und wird ins PPTH eingeliefert, wo House sich ihres Falles annimmt. Er glaubt, sie sei an den Pocken erkrankt, da historisch belegt ist, dass das Schiff vor den Bermudas versenkt wurde, weil eine Pockenepidemie ausgebrochen war.

Die Familie wird sofort unter Quarantäne gestellt, auch wenn Foreman und das Team glauben, dass Julie an einer anderen Viruserkrankung leiden muss, weil ein Pockenvirus nicht 200 Jahre unter Wasser überleben könnte. Unterdessen bemerkt House, dass Cuddy sich ihm gegenüber anders verhält und fragt Wilson um Rat, was er jetzt tun soll. Der rät ihm, sich bedeckt zu halten für den Fall, dass Cuddy nicht weiß, dass er sie angelogen hat.

Martha und Taub können derweil sowohl die Pocken, als auch alle anderen für Julies Symptome typischen Viruserkrankungen ausschließen. House glaubt jedoch, dass durch den Druckunterschied die Antikörper, die zum Nachweis dienen sollen, nicht im Blut zu finden sind, sonder eher in den Gelenken, und ordnet daher eine Gelenkpunktion an.

House hat schließlich keine Lust mehr zu warten und spricht Cuddy direkt darauf an, ob sie von seiner Lüge weiß, was sie bejaht. Sie hat absichtlich nichts gesagt, um ihm Zeit zu geben, sich bei ihr zu entschuldigen, doch House hat nicht vor, dies zu tun.

Unterdessen hat Taub bei der Untersuchung von Julie erste Pockenbläschen in ihrer Kniekehle entdeckt und alarmiert sofort das CDC. Dann finden die Ärzte jedoch auch noch einen Ausschlag unter ihrem Arm, so dass eine Pockeninfektion eigentlich unwahrscheinlich wird. Das CDC lässt das Krankenhaus sofort unter Quarantäne stellen und zieht House und sein Team von dem Fall ab.

Da er jedoch nicht untätig herum sitzen will, lässt sich House von einem Museum die Logbuch-Einträge des Captains des versunkenen Schiffs mailen. Darin ist notiert, dass die Erkrankung damals nur die afrikanischen Sklaven betroffen hat, nicht jedoch die Crew. Martha tippt auf eine Skrofulose, aber auch eine Tuberkulose könnte passen. House verlangt von Foreman, dass er einen Weg findet, bei Julie Tests durchführen zu können.

Dr. Broda, der Arzt der CDC, lässt Foreman jedoch nicht zur Patientin. Dann bricht auch noch Julies Vater mit starken Kopfschmerzen und blutunterlaufenen Augen zusammen. Bereits kurze Zeit später entwickelt auch er einen für Pocken typischen Ausschlag.

Unterdessen sind Wilson und Sam ebenfalls im Krankenhaus eingeschlossen. Wilson behandelt gerade Eve, ein kleines Mädchen, das an Krebs erkrankt ist, und müsste eigentlich schnellstmöglich die Chemo einleiten, doch die Kleine weigert sich, solange ihre Mutter und ihr Stofftier nicht bei ihr sind. Egal was Wilson und Sam versuchen, Eve weigert sich, die Behandlung durchführen zu lassen.

Martha weigert sich zu glauben, dass es wirklich die Pocken, sind und will sich den Ausschlag von Julie nochmal ansehen, doch Dr. Broda lässt sie nicht zu ihr. Also bittet sie Julie kurzerhand, näher an die Glasscheibe zu kommen, bemerkt dabei jedoch, dass Julie keine Bläschen an den Händen und den Fußsohlen hat, was für Pocken ungewöhnlich ist. Sie berichtet sofort House davon, der dann auch eine Idee hat. In der Krankenakte hat er gelesen, dass der Vater an Krebs erkrankt war und so die Impfung gegen Pocken bei ihm die Symptome ausgelöst haben könnten, wenn der Krebs zurück gekommen ist.

House versucht Broda dazu zu bringen, ihn zu Julies Vater zu lassen, doch der lässt nicht mit sich reden, auch als House ihm die Verfärbung des Urins zeigt, die er für ein sicheres Anzeichen hält, dass der Krebs zurück gekehrt ist. House setzt sich über alle Vorsichtsmaßnahmen hinweg und geht ohne Schutzanzug zum Vater. Broda verriegelt sofort das Zimmer und entgegnet, dass House den Raum nun nicht mehr verlassen darf.

Cuddy ist wütend, dass House solch ein Risiko eingegangen ist, doch House ist immer noch überzeugt, dass es nicht die Pocken sind. Da die Behandlung des Krebs jedoch überhaupt keine Wirkung zeigt und es dem Vater immer schlechter geht, sieht es für House nicht gerade rosig aus. Er verlangt von Cuddy, dass sie sofort das Team zu ihm bringt.

Sam entschuldigt sich bei Eve, dass sie sie angelogen haben und ihr weiß machen wollten, sie hätten ihr Stofftier hier. Dann bittet sie Eve jedoch mutig zu sein, was die Kleine sich zu Herzen nimmt. Sie beschließt die Therapie doch durchführen zu lassen.

Das Team und Cuddy versuchen herauszufinden, was sonst die beiden Patienten infiziert haben könnte, doch der Vater hat mittlerweile alle typischen Symptome für Pocken entwickelt und House muss einsehen, dass er sich getäuscht hat. Nur kurze Zeit später stirbt der Vater.

Dr. Broda lässt House jedoch nicht aus dem Raum bringen, auch wenn er bald keinen Sauerstoff mehr hat und der Wechsel der Flasche ein großes Risiko birgt, sich zu infizieren, wenn er es noch nicht ohnehin schon ist. Während das Team bereits aufgegeben hat, ist Martha noch nicht bereit, das Handtuch zu werfen. Sie geht mit der Übersetzerin noch einmal das Schiffslogbuch durch und entdeckt dabei, dass der Captain eine Katze hatte, die zuerst ihr Fell verloren hat und dann gestorben ist. Für Martha ist dies der Beweis, dass es sich nicht um die Pocken, sondern um Rickettsien-Pocken handelt, die mit einem einfachen Antibiotikum zu behandeln sind.

Broda weigert sich jedoch, die Therapie einzuleiten, da er bislang nicht die zur Krankheit gehörenden schwarzen Läsionen am Körper des Vaters gesehen hat. Taub entgegnet jedoch, dass er den Körper überhaupt noch nicht untersucht hat.

Martha bittet House über Intercom, den Körper zu untersuchen. House zweifelt daran, doch Marthas Erklärungen klingen plausibel, also nimmt er die Handschuhe ab und untersucht den leblosen Körper. Tatsächlich findet er die Läsionen, die auf Rickettsien-Pocken schließen lassen. Julie wird schließlich mit dem Antibiotikum behandelt und wird überleben.

Kurze Zeit später wird das Krankenhaus wieder geöffnet. Wilson und Sam bringen Eve zu ihrer Mutter und Wilson lobt Sam, dass sie so gut mit Eve umgehen konnte und schlägt vor, selbst ein Kind zu bekommen.

House lädt Cuddy zum Frühstück ein, doch sie ist immer noch wütend auf ihn, dass er sie angelogen hat, auch wenn es ihr nichtig erschien, als sie glaubte, er könnte sterben. Enttäuscht lässt sie House stehen und geht nach Hause.

Melanie Wolff - myFanbase


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Enddiagnose

Rickettsien-Pocken