Bewertung: 8

Review: #3.17 Zweite Chancen

Mit #3.17 Zweite Chancen baut man den Handlungsstrang um Mouchs Vaterschaft weiter aus, Severide bekommt Besuch aus seiner Schulzeit, Brett erkennt, dass sie an ihrem Leben etwas ändern muss und Chief Boden tritt wieder seinen Dienst an, wodurch alles in allem eine unterhaltsame Episode kreiert wurde.

Er will wieder zur Rüstgruppe

Als am Anfang der dritten Staffel bekannt wurde, dass die Explosion im Staffel-2-Finale für Mills weitere gesundheitliche Probleme bereit hielt, die es ihm unmöglich machen, weiterhin zur Rüstgruppe zu gehören, war eigentlich auch klar, dass sich der Wunsch zurückzukehren bald wieder bei ihm verfestigen wird. Zwar hat Mills damals gegenüber Newhouse eingesehen, seinen eigenen Wünschen nachgehen zu müssen und eben nicht dem Vater nacheifern zu dürfen, doch bemerkte man in letzter Zeit auch häufiger, dass ihm die Arbeit auf dem Rettungswagen nicht mehr richtig zufriedenstellt. Wir wissen aber auch, dass Mills' Schwindelgefühl nicht dauerhaft sein wird. Demnach ist es eigentlich logisch, alles daran setzen zu wollen, wieder zu Severides Gruppe zu gehören.

Jetzt gibt es nur ein Problem: Severide hat bereits seinen Freund Scott Rice an Bord holen lassen und Chief Boden hat ihm zunächst eine Probezeit eingeräumt, um sich als gute Wahl zu erweisen. Dabei ist für mich vollkommen verständlich, dass Mills nun alles daran setzt, um die Bescheinigung dafür zu bekommen, wieder einsatzfähig zu sein. Doch wie es meistens so ist, gehen Pläne oftmals nach hinten los. Davon kann nun auch Mills ein Lied singen. Nicht nur, dass Rice nun fest bei der Rüstgruppe dabei ist, muss er doch auch noch eine Woche auf die Ergebnisse der Untersuchung warten.

Wobei ich fast vermute, er wird die Bescheinigung zur Arbeitstauglichkeit nicht bekommen, weil irgend etwas noch nicht ganz geheilt ist. Sollte dem so sein, könnte es sein, dass Mills sehr ungehalten darauf reagiert und der Wache vorerst den Rücken kehrt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es noch etwas Ärger geben könnte, da er seine Kompetenzen bei einem Einsatz erheblich überschritten hat. Allerdings schafft es die Serie auch oftmals in eine andere Richtung zu drehen.

Tochter gefunden

Nachdem man in der letzten Folge erfahren hat, dass Mouchs Spermaspende zu einem Kind geführt hat und man zudem auch noch Emmett als potenziellen Sohn kennen lernte, muss man jetzt erkennen, dass nicht der Junge eine verwandtschaftliche Verbindung zu Mouch hat, sondern dessen Schwester Lizzie. Aha, das ist sogar noch etwas interessanter, da man sich nun Gedanken darum macht, ob die Tochter ähnliche Verhaltensweise wie der Vater aufweist.

Doch dieser musste ja erst einmal eine Standpauke über sich ergehen lassen, bei der ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich diese nun gut oder schlecht finden soll. Fakt ist: Mouch war feige. Aber mal ehrlich: Erginge es nicht vielen so, die plötzlich von einer Vaterschaft erfahren, die zudem auch noch (zunächst) anonym gewesen ist? Ja, natürlich wäre es vielen so ergangen wie dem Feuerwehrmann. Mouch ist aber auch jemand, der seinen Fehler wieder gut machen möchte und dabei die knuffige und süße Art an sich hat, die sogar so jemanden wie Trudy erweichen lässt.

Anders als von mir vermutet, dachte diese nämlich tatsächlich, Mouch habe sich mit seinem (vermeintlichen) Kind getroffen. Ein bisschen verwundert hat mich dies doch. Nun denn. Es war zumindest sehr toll von Trudy ihm zu verzeihen, ihre Hilfe anzubieten und ihn dann auch noch zur Verabredung zu begleiten. Und obwohl es mich zunächst ein bisschen traurig machte, dass sie nicht bei dem Treffen an seiner Seite war, kann ich ihre Beweggründe durchaus nachvollziehen. Vielleicht glaubte sie, sie stört bei dem innigen Moment zwischen Vater und Tochter oder aber, was ich fast noch mehr vermute, wollte Trudy vermeiden, dass sie für Mouch die Sache ihn die Hand nimmt. Auf jeden Fall war es am Ende eine sehr schöne Szene zwischen Lizzie und Mouch und ich würde mir wünschen, dass sie nun immer mal wieder Erwähnung bei ihm findet. Sehr gut hat mir auch gefallen, wie man die Handlung weitergeführt hat und Mouch nun doch ein reines Gewissen haben kann, indem er seinen 'Fehler' aus der Vorfolge wieder bereinigt hat.

Gesichter aus der Vergangenheit

Mit Scott Rice und April Sexton tauchen gleich zwei neue Gesichter bei "Chicago Fire" auf, die beide in Verbindung mit Severide stehen, was noch zu interessanten Handlungen im weiteren Verlauf führen könnte. Aber fangen wir mal mit dem Feuerwehrmann an: Scott Rice. Zugegeben, er kam schon sehr mystisch und geheimnisvoll daher und auch wenn man nun schon den Großteil aus seiner Vergangenheit kennt, so werde ich das dumpfe Gefühl nicht los, als würde er noch etwas verbergen, was vielleicht noch zu einer mittleren Katastrophe führen könnte, immerhin dauert es jetzt nicht mehr allzu lange bis zum Staffelfinale.

Aber mal von vorne. Scott ist also auch Feuerwehrmann, dem schwere Dinge nach einem Einsatz angelastet worden sind, und der ein guter Freund von Severide ist. Zudem gab es über ihn nicht nur Gerüchte, er hat auch schon einen Vermerk in seiner Akte. Es ist eigentlich nur natürlich, dass man da misstrauisch wird. Gerade auch weil ich den Eindruck gewonnen hatte, Severide würde Scott über alle stellen, aber das ist erst einmal eine andere Geschichte. Denn trotz dieser Gerüchte macht der Neue einen recht sympathischen Eindruck und damit dieser auch weiter untermauert wird, präsentiert man auch sofort seinen Schicksalsschlag, weswegen er sich eine längere Auszeit genommen hat.

Vor einigen Jahren ist seine Frau gestorben und er ist alleine für seinen kleinen Sohn verantwortlich. In den meisten anderen Serien mag ich es gar nicht, wenn man sofort mit so einer traurigen Vergangenheit konfrontiert wird, aber hier macht es mir gar nicht soviel aus. Ich bin aber noch immer der Meinung, dass Scott ein Geheimnis birgt, was nicht einmal Severide vermutet und was wahrscheinlich für erhebliche Schwierigkeiten sorgen könnte.

Das zweite Gesicht aus Severides Vergangenheit ist April. Interessanterweise arbeitet diese im Chicago Med und ich gehe einfach mal davon aus, dass diese zum zweiten Spin-Off von "Chicago Fire" gehören wird - das aber nur am Rande. Viel interessanter ist jedoch die Tatsache, dass Aprils Eltern nach so vielen Jahren noch immer von Severide reden und er sich bei ihnen bedanken will. Ich hoffe, man klärt uns über das Warum noch auf. Zudem denke ich, dass April nicht mehr lange standhaft bleiben und somit einem Treffen mit ihm zustimmen wird und danach sicher noch das ein oder andere zwischen den beiden passieren wird.

Randnotizen

  • Ich vermute fast, es wird bald zur Trennung von Cruz und Brett kommen, die ein anderes Leben beginnen wollte und ihrer Ansicht nach wieder in das alte Muster verfällt, welchem sie entfliehen wollte. Aber vielleicht steckt noch mehr hinter ihrem Verhalten.
  • Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass auch Jack Nesbitt ein Feuerwehrmann gewesen ist. Hier erwartet uns sicher auch noch eine Geschichte, denn wie man die Handlung jetzt aufgebaut hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles gewesen ist.
  • Ich finde es richtig toll, dass Chief Boden wieder auf der Wache ist und ehrlich gesagt mag ich ihn jetzt sogar noch lieber. Vor allem beim Gespräch mit Mouch und Herrmann merkte man ihm an, dass er seit der Geburt seines Sohnes manche Dinge anders sieht, die ihn in meinen Augen nur noch sympathischer machen.



Fazit

Die Episode kann vor allem mit dem neuen Mitglied in der Rüstgruppe durch eine interessanten Storyline überzeugen, die sicherlich noch für einige spannende Momente sorgen wird. Außerdem punktet die Folge mit tollen Momenten zwischen Mouch und seiner Tochter.

Daniela S. - myFanbase

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