Bewertung: 6

Review: #4.20 Die Schöne in der Pappe

Die blutigen Umrisse der Jungfrau Maria tauchen auf einem Pappkarton auf. Sämtliche Arbeiter und sogar Booth bekreuzigen sich, während Brennan sogleich aufdeckt, dass es sich hier nicht um ein neues Wunder, sondern um einen Mordfall handelt.

Der Fall der Woche hielt einmal wieder die "Bones"-typischen Ekelbilder bereit. Als das Team versuchte, die Leiche vom Karton zu lösen, wirkte Wendells Essensvergleich schon ein klein wenig makaber, gleichzeitig aber auch so zutreffend, dass man sich trotz Ekel ein Lachen nicht verkneifen konnte. Unter den inzwischen sehr zahlreichen Laborassistenten, die ja alle ihre schrägen Macken haben, ist Wendell meiner Meinung nach derjenige, der am besten ins Team passt und mit den anderen Charakteren harmoniert.

Bei den "Bones"-Episoden gibt es meist zwei verschiedene Varianten, in die die Ermittlungen fallen: entweder erscheint einem der Fall immer tragischer, je mehr Brennan und Booth über das Opfer herausfinden, da dieses ein guter Mensch war oder ein schlimmes Schicksal erlitten hat. Oder aber das Bild, das von der getöteten Person im Laufe der Ermittlungen entsteht, lässt diese so unsympathisch erscheinen, dass man sich nicht wundert, dass es Leute gab, die ihr nach dem Leben trachteten. Meriel war wohl eher letzterer Kategorie zuzuordnen. Anfangs sah alles nach einem gewöhnlichen Beziehungsmord aus. Eine unerwartete Wendung bekam der Fall noch einmal, als plötzlich Hodgins Foto auf dem Handy der Toten auftauchte. Auch wenn klar war, dass Hodgins nicht wirklich etwas mit dem Mord zu tun hat, brachte dies doch ein wenig Spannung in die Ermittlungsarbeiten und führt schließlich auf die richtige Spur.

Zwar zeichnete sich der Fall in dieser Episode nicht durch besondere Originalität aus, dafür tat sich so einiges rund um Sweets und Daisy. Es war sehr interessant wie Bones und die anderen mit der vermeintlichen Tatsache umgingen, dass Daisy einen anderen Mann heiraten will. Es überraschte mich doch ein wenig, das Brennan die einzige war, die Sweets die Wahrheit sagen wollte, während Angela und Booth ihr rieten, sich aus der Sache herauszuhalten. Viel eher hätte man vermutet, dass sie eine anthropologische Erklärung über die natürlichen Bedürfnisse des Menschen abgibt und somit kein Problem in Daisys Zweigleisigkeit sieht, während ich von Booth beispielsweise erwartet hätte, dass er Sweets die Wahrheit sagt.

Sehr gut gefallen hat mir einmal wieder die Szene mit Brennan und Booth am Ende der Episode. Als Brennan sagte, sie sei eifersüchtig auf Booth, Angela und all die anderen, da diese an die Liebe glauben könnten, gab dies einmal wieder einen Blick auf die sensible Person, die hinter der kühlen und rationalen Wissenschaftlerin steckt. Und Booth gelang es einmal mehr, genau die richtigen Worte für Brennan zu finden.

Nachdem es in letzter Zeit für alle Fans von Hodgins und Angela wieder einigen Grund zur Hoffnung gab, stimmte der Schluss dieser Folge doch ein wenig traurig. Es war wirklich schade, dass beide ein gemeinsames Date ablehnten. Ob dies nur als eine weitere Hinauszögerung des Happy Ends ist, oder ob wir uns endgültig von Hodgins und Angela als Paar verabschieden müssen, wird sich wohl bald zeigen.

Interessante und auch bewegende Szenen mit den Hauptcharakteren gleichen die leichten Schwächen des Falls wieder aus und machen #4.20 Die Schöne in der Pappe insgesamt zu einer soliden Episode.

Nadine Schuon - myFanbase

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