Bewertung: 7

Review: #4.11 Ein Wind, der vom Tod erzählt

Es sieht ganz danach aus, als habe Bones das Formtief vom Beginn der vierten Staffel nun endgültig überwunden. Diese Folge konnte nicht nur durch einen Fall mit schockierendem Ausgang überzeugen, sondern auch durch eine interessante Nebenstory um Brennan und ihren Vater.

Der Fall hat mir diese Woche wieder sehr gut gefallen. Ich muss gestehen, dass ich mit diesem Ausgang wirklich nicht gerechnet hätte. Anfangs fiel mein Verdacht auf Dr. Ezralow, die Hautärztin, da sie sich in immer neue Widersprüche verstrickte und auch das als Brandbeschleuniger genutzte Kerosin auf ihre Spur führten. Aber irgendwie wäre das eine zu offensichtliche und etwas enttäuschende Lösung gewesen. Als schließlich jedoch der wahre Mörder überführt wurde, war ich doch etwas schockiert. Ein Mädchen, das aus Angst von der Schule zu fliegen, einen Mord begeht – alles andere als ein alltägliches Verbrechen. Ein bisschen fühlte ich mich an die Folge 2.12 "Das Mädchen und die Schönheit" erinnert, in der ein junges Mädchen seine Konkurrentin bei einem Schönheitswettbewerb getötet hatte. In beiden Fällen wurde deutlich, welch schlimme Auswirkungen es auf Kinder hat, wenn man sie zu sehr unter Druck setzt.

Auch habe ich mich gefreut, Brennans Vater Max einmal wieder zu sehen, hatte sich doch die Frage aufgedrängt, was nun nach seinem Freispruch aus ihm geworden ist. Dass er nun beginnt, im Jeffersonian Institut zu arbeiten, war ein genialer Schachzug der Drehbuchautoren, um neuen Zündstoff in das komplizierte Vater-Tochter-Verhältnis zu bringen. Auf der einen Seite konnte man sehr gut nachvollziehen, dass Brennan alles andere als begeistert war, ihren Vater an ihrem Arbeitsplatz anzutreffen. Andererseits bekam man jedoch glatt Mitleid mit Max, als Brennan so hart mit ihm umging. Denn man merkte ihm an, dass ihm die Arbeit mit den Kindern sehr gut gefiel, und es schien ihn sehr zu treffen, dass seine Tochter seine Kündigung verlangte.

Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, als Sweets mit seiner Analyse Brennans wahres Problem auf den Punkt brachte und Max antwortete: "So ein Blödsinn. Dafür bist du doch viel zu rational." Diese Szene war einfach zu komisch. Auch wurde einmal wieder deutlich, dass Brennan ihre wahren Gefühle oftmals hinter einer wissenschaftlichen, rationalen Fassade versteckt.

Sehr gut gefiel mir, dass Max mit seinem Versuch entscheidend zur Lösung des Falls beitragen konnte. Hodings war Feuer und Flamme, endlich mal wieder ein Experiment durchführen zu können, und man fühlte sich fast an frühere Zeiten mit Zach erinnert.

Und auch der kleine Parker, der, wie mir auffiel, inzwischen doch schon ganz schön groß geworden ist, war einmal wieder mit von der Partie. Es war wirklich rührend zu sehen, wie sich Booth um die Zukunft seines Sohnes sorgte und sich fragte, ob er ihn auf eine Privatschule schicken soll, um ihm eine angemessene Bildung zu sichern. Auch hier brachte es Sweets einmal mehr auf den Punkt: "Sie sind kein schlechter Vater, weil Sie Ihren Sohn nicht auf eine Privatschule schicken. Aber Sie wären einer, wenn Sie sich keine Gedanken darüber machen würden."

Zum Abschluss gab es dann noch eine richtig schöne Szene zwischen Brennan und Booth. Wie er sie bat, ihm den Gefallen zu tun, ihren Vater nicht zu feuern, und sie so gleichzeitig dazu brachte, auch für sich selbst das Richtige zu tun. Es zeigte, wie gut sich die beiden kennen.

Fazit

Eine Episode, die alles hatte, was eine gute Bones-Folge ausmacht. So kann es doch weitergehen.

Nadine Schuon - myFanbase

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