Chuck
#3.10 Chuck Versus The Tic Tac

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Chuck Bartowski lebt ein relativ unauffälliges Leben in L.A. mit seiner Schwester Ellie und ihrem Freund, den alle nur Captain Awesome nennen. Chuck arbeitet in dem Elektrofachgeschäft Buy More im Kundenservice. Als er eine E-Mail von seinem alten Freund Bryce Larkin erhält, ändert sich sein Leben schlagartig. Die größten Geheimnisse und wichtigsten Informationen der Regierung befinden sich in Chucks Kopf und für ihn beginnt ein Leben als Geheimagent, um das er nicht gebeten hat... Zum Bereich von Chuck

Caseys Werdegang

Mitten in der dritten Staffel erfährt der Zuschauer wieder deutlich mehr über Casey und wie es überhaupt dazu kam, dass er zum Agenten wurde. Als junger Soldat hat er sich von Colonel James Keller (Robert Patrick) dazu verpflichten lassen, sein bisheriges Leben aufzugeben und fortan für immer im Dienste des Landes zu stehen. Nun wurde Casey erneut von Keller aufgesucht und um einen Gefallen gebeten. Während eines Trainingseinsatzes, in welchem Sarah, Casey und Chuck in ein gesichertes CIA-Gebäude einbrechen sollen, um das System zu testen, soll Casey gleich etwas mit hinausschmuggeln. Chuck erwischt Casey dabei, glaubt aber, dass dies zum Test gehört und lässt Casey auffliegen. Dieser ist nun in ernsten Schwierigkeiten, zumal Chuck dann auch noch heraus findet, dass Keller zur Ring-Organisation gehört... zur Episodenbeschreibung

Entscheidender Einfluss

Robert Patrick mimt in dieser Episode den rigorosen und konsequent auftretender Colonel James Keller, der für seine Ziele über Leichen geht und genauso auftritt, wie man es sich von einem Militärchef vorstellt - sehr bestimmt, mit strengem Befehlston und der Nachdrücklichkeit, dass eine Widerrede zwecklos sei. Das entspricht so gar nicht dem nachdenklichen und nach der Wahrheit suchenden John Doggett, doch wirklich besonders ist der Auftritt deshalb trotzdem nicht, da Robert Patrick häufiger in solchen Rollen zu sehen ist, nicht zuletzt in "Terminator".

In dieser Episode von "Chuck" besticht Robert Patrick dann auch in erster Linie durch das solide Erfüllen seiner Rolle. Inhaltlich hat sein Charakter ein enormes Gewicht und man hat als Zuschauer die ganze Zeit die Konsequenzen für den Charakter Casey im Blick. Dadurch geht Robert Patrick regelrecht unter. Er spielt seinen Teil, bringt mit Mimik und Gestik die Militärklischees gut zur Geltung und gibt sich als guter Antagonist in dieser Episode. Genau so muss ein Widersacher in dieser Serie sein. Es kommt gar nicht erst zu der Möglichkeit, Sympathie für den Charakter zu empfinden. Da das einmalige Auftreten auch keinen Platz liefert, eine intensive Charakterbildung zu integrieren, bleibt diese Rolle insgesamt einfach blass.

Robert Patrick kann dieser Episode nicht seinen Stempel aufdrücken. Der Charakter ist nur Mittel zum Zweck und liefert als Figur an sich auch kaum Freiheiten um besonders aufzufallen. Insofern ist es wohl fast hoch anzurechnen, dass Patrick eben nicht auffällt, sondern sich seinem Schicksal fügt, seinen Job erfüllt und die wesentlichen Aspekte für die Zeichnung von Casey unterstützt. Das war es dann auch schon. Mehr war aber auch nicht drin.

Fazit

Der Auftritt von Robert Patrick in dieser Episode von "Chuck" ist alles andere als besonders oder beeindruckend. Der Charakter selbst spielt zwar eine bedeutende Rolle, lässt aber keine Freiheiten zu, um irgendwie aufzufallen. Somit ist es kein Auftritt, den man sich unbedingt anschauen muss, wenn man Robert Patrick mal wieder sehen will. Da gibt es viele andere Möglichkeiten, die aufregender sind als diese unauffällige Pflichtaufgabe.

Emil Groth - myFanbase