Bewertung: 8

Review: #2.18 Der letzte Tanz

Foto: Katerina Graham, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Katerina Graham, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Durch die letzte Episode war klar, dass es nun einen Umschwung geben würde, denn Klaus ist nicht länger nur ein Name, der durch die Gegend geistert, er ist jetzt tatsächlich in Mystic Falls eingetroffen und sorgt für genau den Wirbel, den ich mir vorgestellt habe.

Klaus

Es ist ein wenig befremdlich, dass wir Klaus nicht gleich in seinem richtigen Körper präsentiert bekommen, sondern dass wir ihn in Alaric-Form in Aktion sehen. Dadurch geht ein wenig von seiner mystischen Aura verloren, denn ein neues Gesicht, das man noch nicht so gut kennt und deuten kann, hätte in meinen Augen viel besser gepasst, als eine bekannte Figur, da man sie in diesem Fall einfach nicht zu fürchten weiß. Auch die etwas kindischen Aktionen von Klaus, mit denen er Elena und ihren Beschützern Angst einjagen will, scheinen mir nicht ganz zu dem grausamen, und furchteinflößenden Klaus zu passen, von dem man uns in den letzten Episoden erzählt hat.

Diesen ersten Eindruck mildert man allerdings auch gleich wieder ein wenig ab, indem man zeigt, dass Klaus ein wahrhaft skrupelloser Vampir ist und sich nicht um die Schmerzen von anderen schert. So trägt er Katherine auf, sich wieder und wieder mit dem Messer zu bearbeiten, nur weil ihm gerade danach ist. Dies zeigt, dass Klaus eine tyrannische Seite an sich hat und man kann verstehen, weshalb Katherine seit so vielen Jahrhunderten auf der Flucht vor ihm ist.

Nicht weniger erschreckend waren die Szenen, in denen die Freunde dann dahinter gekommen sind, dass Klaus sich Alarics Körper bemächtigt hat. Er ist bereit, sich qualvollen Schmerzen auszusetzen, um Bonnie aus dem Weg zu räumen. Für mich sahen die Torturen, die Bonnie Klaus durchleben lies, nicht weniger grauenvoll aus, als die Verwandlung von Tyler oder Mason in einen Werwolf, denn in beiden Fällen standen Körperteile plötzlich in Richtungen ab, die wirklich ungesund aussahen.

Genau diese Szenen haben wiederum Interesse erweckt, da man fraglos mit einem mulmigen Gefühl in das Kräftemessen an Klaus und Bonnie heran gegangen ist. Wir haben zuvor erfahren, dass Bonnie nun zwar um einiges mächtiger ist als zuvor, doch Klaus ist für uns bisher nur ein Begriff, bei dem wir nicht wissen, was wirklich in ihm steckt. Und wie man uns eindrucksvoll bewiesen hat, wird Klaus eine harte Nuss werden, die Bonnie sicherlich auch in der zweiten Runde nicht locker aus dem Handgelenk knacken kann.

Der Twist, dass Bonnie ihren Tod vorgetäuscht hat, hat mir an dieser Stelle sehr gut gefallen und ich war für kurze Zeit tatsächlich davon überzeugt, dass man sich nun von Bonnie verabschieden muss. Die Entscheidung, Klaus in die Irre zu führen, ist äußerst clever. Zum einen verspricht dies ein weiteres Aufeinandertreffen der beiden und zum anderen konnte sich Bonnie nun einen Vorteil verschaffen, da sie jetzt weiß, wozu Klaus selbst in einem menschlichen Körper fähig ist.

Doch nicht nur dramaturgisch sondern auch schauspielerisch fand ich diesen Handlungsstrang sehr fesselnd. Denn als Elena ihre totgeglaubte Freundin in den Armen hielt, kamen mir selbst die Tränen, da Nina Dobrev diesen Verlust sehr intensiv auszudrücken wusste.

Im Gegensatz dazu stehen Bonnie und Jeremy, bei denen gefühlsmäßig bei mir nicht allzu viel ankommt. Ich weiß nicht, ob ich unbewusst ein Problem mit dem Altersunterschied habe, oder ob mir der Verschleiß an Liebschaften bei Jeremy einfach zu hoch ist, auf jeden Fall sehe ich die beiden nicht sonderlich gern zusammen. Sie wirken für meinen Geschmack viel zu vertraut und haben den Sprung von Bekannten zu einem Liebespaar einfach zu schnell gemacht.

Die Salvatores

Die Zeichen häufen sich und immer wieder wird deutlich, wie viel Elena Damon bedeutet. In dieser Folge brachte Damon vor Stefan eindeutig zum Ausdruck, dass Elena für ihn immer an erster Stelle steht und dass ihm der Verdienst für ihre Sicherheit zusteht. Als Damon Elena dann auch noch gerade heraus sagt, dass er sich in jedem Fall für sie entscheiden würde, habe ich mir für ihn so sehr gewünscht, dass auch Elena eine Gefühlsregung zeigt, denn das Glitzern in Damons Augen, wenn er Elena ansieht, ist unübersehbar. Man will sofort wissen, wie sich diese Konstellation in den nächsten Episoden entwickeln wird, wann wieder die Funken fliegen und wie lange Stefan noch untätig dabei zusieht, wie sich sein Bruder mehr und mehr in Elena verliebt.

Nebenhandlung

Als Paar haben mir Caroline und Matt bisher sehr gut gefallen, weshalb ich nicht recht weiß, was ich von dieser Entwicklung halten soll. Zum einen ist es schön, Caroline so glücklich zu sehen, doch nicht nur wir Zuschauer wissen, dass Caroline in einer Traumwelt lebt, auch sie selbst ist sich bewusst, dass Matt nur mit ihr zusammen ist, weil er (scheinbar) nichts von ihrem wahren Dasein weiß. Matt hingegen habe ich bisher nie als so kaltblütig eingeschätzt, dass er Caroline einfach auf diese Weise hinters Licht führen würde und so tut, als wüsste er nichts von Vampiren. Dass Matt sich in dieser Rolle nicht wohl zu fühlen scheint, passt daher sehr gut und ich hoffe, dass er sich schon in der nächsten Folge vor Caroline outen wird, da Matt ein wirklich schlechter Lügner ist und ich es ihm daher nicht abkaufen würde, sollte er sich allzu lange erfolgreich vor seiner Freundin verstellen können.

Es passt viel eher zu Liz, ein falsches Spiel zu spielen und ich freue mich schon auf die nächsten Folgen, in denen sie hoffentlich Damon konfrontiert, von dem sie nun wieder weiß, dass er ein Vampir ist. Nicht weniger spannend wird das erste offene Gespräch mit Caroline, in dem hoffentlich ans Licht kommt, dass Liz zuvor schon einmal wusste, dass ihre Tochter ein Vampir ist.

Cliffhanger

Am Ende der Episode überrascht man uns damit, dass Elena Elijah von dem Dolch befreit und ich muss sagen, dass ich damit nicht gerechnet habe. Ihn wieder ins Spiel zu bringen, besonders jetzt, da Klaus ebenfalls anwesend ist, wird bestimmt spannend. Nicht weniger interessant ist die Frage, wie Damon und Stefan auf den auferstandenen Elijah reagieren werden und wie jener den Betrug der Salvatores auffassen wird.

Fazit

Momentan macht "Vampire Diaries" alles richtig und bietet Woche um Woche spannende neuen Folgen mit willkommenen Twists. So kann es gern weiter gehen.

Marie Florschütz - myFanbase

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