Bewertung: 3

Review: #12.14 The Meteorite Manifestation

Foto: Simon Helberg, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Simon Helberg, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Es gibt Episoden einer Serie, bei denen man nicht so richtig weiß, warum sie überhaupt gedreht wurden. Bei der Episode #12.14 The Meteorite Manifestation ist das so ein Fall, weil die Episode inhaltlich nicht sonderlich bedeutsam ist und auch in Sachen Humor nur bedingt gelungen ist.

"It's starting to seem that it's more trouble than it's worth."

Howard und Bernadette erhalten in dieser Episode eine eigene Storyline, was man prinzipiell erst mal gutheißen kann, weil das Paar in seiner Funktion als Paar eigentlich die wenigste Aufmerksamkeit bekommt und meist nur für Sidekicks zuständig ist. Doch leider zeigt sich hier auch wieder das ganze Dilemma der beiden. Die Storyline hätte eigentlich für jedes Paar geschrieben werden können, insbesondere für eines, welches keine Kinder besitzt. Nun waren die Geschichten, in denen die Kinder eine Rolle spielten, auch nicht überragend, aber es war wenigstens halbwegs realistisch, dass sich die Charaktere mit solchen Fragen beschäftigen. In dieser Episode geht es tatsächlich um die zu helle Beleuchtung eines benachbarten Balkons, was an sich schon seltsam unrealistisch daher kommt. Denn zum Pool schauen ging offenbar die gesamte Zeit. Finde ich auch nicht ideal, zumal sie dort ja auch schon auf andere Ideen gekommen sind. Dass sich Howard und Bernadette dann aber auch noch so reinsteigern, dabei zu keinen Zeitpunkt aber mal mit den Kindern zu tun haben, ist schon wieder sehr ärgerlich. Man hätte beim Amt ja wenigstens mal einen Kinderwagen in den Hintergrund stellen können. Es ist eh schon absurd, dass sich beide zum Amt begeben. Kurzum: seltsame Ausgangslage, seltsame Umsetzung. Da bleibt als Highlight tatsächlich nur der ganz witzige Sachbearbeiter übrig, aber dafür schaue ich mir eigentlich nicht diese Serie an.

"You know what we do with rulebreakers."

Das komplizierte Formular für eine Beschwerde beim Nachbarn (den Nachbarn zu fragen, ob er den Winkel der Lampe ändern könne, war offenbar keine Möglichkeit) bringt dann Sheldon auf den Plan, dessen kindliche Vorfreude wirklich nett war. Trotzdem ist es bezeichnend, wie unausgewogen die Serie inzwischen ist, wenn selbst eine Bernadette/Howard-zentrierte Geschichte durch den Einsatz von Sheldon gerettet werden muss. Dieser mischt sich ein und stellt fest, dass die Terrasse ebenfalls nicht ordentlich beantragt wurde, sodass Sheldon einen regelrechten inneren Konflikt hatte, den wir aber nicht miterleben dürfen. Wirklich viel kommt da also auch nicht mehr, außer dass Sheldon Anzeige erstattet, der Umbau der Lichtanlage für Lautstärke sorgt und das unter dem Strich auch noch nicht befriedigend ist. Tja, irgendwas ist ja immer, da hätte man wohl einfach mal ein Sonnensegel kaufen sollen. Wirklich enttäuschend.

"It seems dumb to not use the laser."

Leonards Laser, den er sich selbst von den Universitätsgeldern zugewiesen hatte, ist da, und er möchte natürlich gerne damit spielen/arbeiten. Da passt es regelrecht, dass Bert einen Astroiden gefunden hat. Doch Bert möchte lieben mit Raj arbeiten, was Leonard traurig macht. Er sieht sich gerade als fünftes Rad am Wagen und macht auch keine Vorschläge mehr. Stattdessen erkältet er sich und lebt einen egoistischen Fiebertraum, der zum Glück auch nur ein Traum war. Als ich dachte, dass Leonard aus Neid wirklich den Stein klaut, war mir schon übel, weil das nicht zu Leonard passt. So konnte man zumindest versuchen, den Traum noch ganz witzig zu finden, aber da musste man auch mit viel positiver Energie heran gehen, um dem etwas Gutes abzugewinnen. Allein schon der Neid an sich ist kindisch und albern. Selbst schuld, wenn man keine Ziele hat und beruflich hat Leonard mit Sheldon zusammen auch schon was Umsetzbares gehabt. Selbst sein übertriebenes Niesen im Comicladen konnte nur von Stuart mit seinem trockenen Humor gerettet werden. Auch das Highlight am Ende gehörte Stuart und Denise. Das war es dann aber auch schon.

Fazit

Nur die Nebenrollen wissen in dieser Episode zu überzeugen, aber das ist zu wenig. Die Geschichten stehen auf keinen guten Fundament und werden dann auch noch schlecht umgesetzt. Da es außerdem auch noch belanglos war, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, jemandem nahe zu legen, diese Episode zu schauen. Ich hoffe sehr, dass dies die eine Ausnahme in dieser zweiten Staffelhälfte ist.

Emil Groth - myFanbase

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