Bewertung: 7

Review: #12.03 The Procreation Calculation

Foto: Johnny Galecki, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Johnny Galecki, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Auch die dritte Episode von "The Big Bang Tehory" versäumt es nicht, inhaltlich große Fortschritte zu machen und den Humor auf die dialogische Ebene zu legen. Nur kann man darüber streiten, ob der Inhalt als gelungen bezeichnet werden kann.

"I'd like to change my answer."

Es ist keine große Handlung, aber ich finde es schön, dass man bei Denise und Stuart am Ball bleibt und auch die kleinen Fortschritte zeigt. Sie gehen also miteinander aus und turteln rum, eventuell auch mehr, aber das bleibt dem Zuschauer überlassen. Howard und Bernadette müssen sich an diese Situation auch erst gewöhnen, die nun quasi mit Teenagerverhalten umgehen müssen. Das wurde schön ineinander eingebettet. Und da ich Denise und Stuart wirklich ganz niedlich zusammen finde, hoffe ich sehr, dass man diese Richtung weiter verfolgt, sie eines Tages aus- und zusammenziehen und einfach glücklich werden.

"You believe in romance more than any person I ever met and it's hard to see you give up on that."

Raj lernt seine Zukünftige kennen. Ich habe lange überlegt, ob ich mich einfach für ihn freuen würde, wenn es durch Zufall einfach passt und er die Liebe seines Lebens eben auf diese Weise findet, oder ob es mir lieber wäre, wenn die Person eben gar nicht zu ihm passt. Jetzt ist es der zweite Fall geworden und bis kurz vor Ende der Episode fand ich die Geschichte äußerst gelungen. Raj will es durchhauen, bekommt es dann aber doch nicht übers Herz, weil es ihn einfach nicht glücklich machen würde. Howards Worte waren hier wirklich toll und hatten bei Raj dann eine schöne Entwicklung zur Folge, die dann doch zunichte gemacht wird, indem Raj sich wegen eines plumpen Kompliments wieder umentscheidet. Schade irgendwie. Dadurch hat man hier fast nichts gewonnen. Bleibt die Frage, ob man die Storyline einer Hochzeitsvorbereitung, in der Raj immer wieder überlegen muss, ob er damit glücklich ist, jetzt sehr lange hinzieht, um ihm erst kurz vor der Hochzeit das Liebesglück zu geben oder ob man hier schneller einen Schlussstrich zieht. In dieser Episode hat man die gute Chance dazu jedenfalls verpasst.

"Why would you throw a rock at a child?" - "I just said, I wouldn’t."

Im Zuge des Kennenlernens via Fragebogen gehen auch Penny und Leonard diesen eher aus Spaß durch und treffen plötzlich auf eine große Diskrepanz in ihrer Ehe. Penny möchte keine Kinder haben, Leonard aber schon. Und nicht nur er ist davon ausgegangen, dass seine Vorstellung auf Gegenseitigkeit beruht. Ich war auch überrascht, dass Penny das komplett verneint, da sie in der letzten Staffel ein paar Episoden in Folge hatte, wo sie sichtlich Freude an einer Art Mutterrolle hatte. Die Begründung, einfach immer die coole Tante sein zu wollen, ist aber auch nicht ganz absurd. Ich würde mich freuen, wenn das Thema, wenn es schon eher überraschend aufkommt, dann aber auch richtig und mit Ernst behandelt wird. Denn es ist für Frauen in der Gesellschaft mit Pennys Standpunkt durchaus sehr schwierig, weil man von Frauen immer erwartet, dass sie irgendwann Kinder haben wollen. Bernadettes Argumentation enthielt da schon viel von den Vorwürfen, auch wenn da sicherlich was Wahres dran ist und man gerne Mutter ist, wenn man Mutter geworden ist. Ich würde mich also freuen, wenn man dieses Thema nun konsequent weiter führt und dann vielleicht auch eine Lanze bricht für Frauen, die nun mal keine Kinder haben wollen. Ansonsten fand ich Leonards Reaktion ganz nett, der erst zurecht sehr sauer war, dann aber auch erklärte, dass er eben nicht alles im Leben haben könne. Ich bin mir nicht wirklich sicher, dass er das wirklich auch so meint. Dafür ist das Thema zu groß und der Anruf von Pennys Vater scheint das auch anzudeuten. Er versucht aber, Pennys Wunsch zu akzeptieren. Wirklich gelungen und lustig waren übrigens sowohl der Dialog von Leonard und Sheldon als auch Amys Aufstand.

Fazit

Eigentlich war es eine gelungene Episode von "The Big Bang Theory", weil sie inhaltlich ordentlich voran gekommen ist und keine unnötigen Nebenschauplätze eröffnet hat. Sogar mit Rajs Geschichte war ich dieses Mal über weite Strecken sehr einverstanden. Nur das Ende ist mir etwas zu plump und einfach gelöst gewesen. Die Themen geben noch viel her und werden hoffentlich auch in den nächsten Wochen noch berücksichtigt werden.

Emil Groth - myFanbase


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "The Big Bang Theory" über die Folge #12.03 The Procreation Calculation diskutieren.