Bewertung: 8

Review: #1.01 Teenie-Alarm

Wenn man liest, welche Macher hinter der neuen Serie "Taras Welten" stehen, darf man schon hellhörig werden. Kreiert wurde die Serie von Steven Spielberg, einem der berühmtesten Regisseure unserer Zeit, wenn nicht gar der berühmteste, während Diablo Cody, die für das Drehbuch zu "Juno" einen Oscar gewann, die Pilotfolge schrieb und zum Produzententeam gehört. Bei diesen Namen steigen natürlich auch die Erwartungen, welche die Pilotfolge durchaus zu erfüllen vermag.

Die im Mittelpunkt stehende Familie Gregson könnte ganz normal sein, mit einem homosexuellen Sohn, einer Tochter, deren Geschmack bei Jungs nicht der beste ist, und gestressten, aber liebevollen Eltern. Das Problem ist nur, dass die Mutter Tara bei Ärger und Sorgen nicht nach einer Valium greift oder sich einen riesigen Becher Schokoladeneis genehmigt, sondern zu einer völlig anderen Person wird, die mitunter auch dem anderen Geschlecht angehört oder in einem ganz anderen Alter ist. Toni Collette stellt die verschiedenen Persönlichkeiten herrlich überzogen dar, was abolut legitim ist, denn sie spielt ja keinen echten Teenager oder einen echten Mann, sondern Abbilder, Persönlichkeiten, mit denen sich Tara ungewollt vor der Realität schützt.

Man kann es jedes Mal kaum erwarten, dass wieder eine Persönlichkeit erscheint, zumal von Taras Familienmitgliedern kein großes Aufsehen gemacht wird. Taras Ehemann und Kinder kennen die Persönlichkeiten seit Jahren, wie Verwandte, die immer wieder plötzlich auftauchen. So freut sich Taras Tochter Kate über das Erscheinen der Teenager-Persönlichkeit T, während ihr sensibler Sohn Marshall, der eine ausgeprägte feminine Seite hat, durchaus ein wenig unter der Macho-Persönlichkeit Buck leidet und von dieser schon mal als "Doris Day" bezeichnet wird, aber auch Bucks Respekt erntet, als er seine Schwester verteidigt.

Die größten Schwierigkeiten mit Taras Persönlichkeitsstörung hat ihre Schwester Charmaine, von der wir in dieser halbstündigen Pilotfolge noch nicht viel sehen, die aber sicher noch für einige Konflikte sorgen wird.

Fazit

"Taras Welten" hat durchaus Potential, viele unterhaltsame Episoden zu bieten. Das Konzept ist interessant und originell, die Darsteller sind gut und das Team hinter den Kulissen dürfte sein Handwerk verstehen.

Maret Hosemann – myFanbase

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