Bewertung: 5

Review: #4.14 We Mourn, We Weep, We Love Again

In dieser Woche erwartete uns eine durchaus emotionale Folge von "Switched at Birth", die mich leider trotzdem nicht wirklich überzeugen konnte.

"You were overwhelmed by the loss." – "Actually, I wasn't. My sister was. My biological mother was. But I held it together. Because I had to."

Es ist natürlich wichtig, dass auch Bays Umgang mit dem Tod von Angelo thematisiert wird. Und es stimmt natürlich, dass sie damals diejenige war, die sich zusammenriss und nicht wie Daphne völlig die Beherrschung verlor. Trotzdem konnte die Trauer um Angelo in dieser Folge auf mich nicht so recht wirken, und das hängt nicht nur damit zusammen, dass ich seinem Charakter nie besonders viel abgewinnen konnte. Eher wirkte diese Thematisierung auf mich beinahe, als wollte man Bay gezwungen noch mehr leiden lassen, als sie es wegen der Trennung von Emmett sowieso schon tut. Das hätte gut funktioniert, wenn sie daraufhin eine ähnliche Entscheidung getroffen hätte wie beispielsweise Daphne, die sich entschloss, nach Mexiko zu gehen, um Hilfsarbeit zu leisten. Doch so für sich alleingestellt kam es für mich leider nicht herüber. Schön fand ich allerdings die Szenen zwischen ihr und Regina, denn dass Bay aufgebracht war, dass Regina ausziehen wollte, konnte man wirklich gut nachvollziehen. Bei diesem Konflikt bekamen wir auch wieder mehr von dieser ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung zu sehen, die schon mit Bays Arbeit im Café schöne Elemente vorzuweisen hatte. Ich bin auch froh, dass Regina sich dagegen entschloss, fortzuziehen, auch wenn natürlich Chaos vorprogrammiert ist mit der Tatsache, dass Eric nun bei der Großfamilie einziehen wird. Doch in Bezug auf Bay und ihrem derzeitig etwas verlorene Zustand – der auch durch die Tatsache, dass Travis ihr vorlog, Emmett sei nicht mit Skye zusammen, unterstützt wurde – ist es mit Sicherheit die richtige Entscheidung gewesen. Auch die Schlussszene, in der die drei Frauen in Erinnerungen an Angelo schwelgen, war schön dargestellt und rundete damit einen für mich persönlich nicht ganz überzeugenden, aber durchaus wichtigen Handlungsstrang ab.


"You don't get to be a hero every day. When you're doing the job the only thing that matters is doing the job."

Am interessantesten fand ich es in dieser Folge, Daphne dabei zuzusehen, wie sie mehr und mehr über die Arbeit als Ärztin lernt und dabei zusehends auch etwas erschüttert und ernüchtert wird. Sowohl die Katastrophenübung am Anfang der Folge als auch Daphnes Fahrt im Notarztwagen haben gezeigt, wie sehr es ihr Wunsch ist, Ärztin zu werden und etwas Gutes zu tun. Doch der Notarzt hat ihr im Laufe der Folge dann klargemacht, dass sie möglicherweise etwas zu rosarote Vorstellungen von diesem Beruf hat. So erschreckend es auch war, den Notarzt zu sagen hlren, dass es bei seiner Arbeit mittlerweile nur noch darum geht, selbige gewissenhaft zu verrichten und nicht darum, heldenhaft Menschenleben zu retten, so muss man sich genau wie Daphne wohl eingestehen, dass da etwas Wahres dran ist, wenn es auch etwas sehr verbittert dargestellt wurde. Umso schöner war es, dass Daphne letztendlich die Entscheidung getroffen hat, ihrem Wunsch Gutes zu tun, weiterhin nachzugehen und somit Melody nach Mexiko zu begleiten. Auch wenn es heißt, auf einen Partyurlaub mit Mingo, von dem wir meiner Meinung nach in dieser Folge viel zu wenig gesehen haben, zu verzichten. Der Charakter Daphne hat in den vorangehenden Staffeln wirklich einige Hochs und Tiefs zu verzeichnen gehabt, doch in dieser Staffel weiß sie meiner Meinung nach immer mehr zu überzeugen, was schön anzusehen ist.

"Do you really want to promote a product that doesn't work?" – "It works on some things. No product is perfect." – "And he is going to let us say that?" – "Hey, try this! It kinda works!"

Kathryn und Johns verzweifelten Versuch, dem Verkauf der Autowaschanlage auf irgendeine kreative Art und Weise zu entgehen, war sehr amüsant, mehr aber auch nicht. Die meiste Zeit saß man nur kopfschüttelnd da und fragte sich, was das Ganze eigentlich sollte. Im weiteren Verlauf wurde der einfach nur bizarr und nicht besonders spannend zu beobachtende Handlungsstrang aber immerhin unterhaltsamer und als die beiden betrunken überlegten, welches Produkt sie nun auswählen sollten, musste man doch herzlich lachen. Letzten Endes wurde dann die Entscheidung getroffen, die Waschanlage doch noch zu verkaufen. Das ist ein mehr als großer Schritt und ich bin gespannt, was das noch zu bedeuten haben wird. Viel mehr kann man dazu allerdings auch nicht mehr sagen.

Fazit

Obwohl es immer wichtig und auch lobenswert ist, wenn eine Serie Vergangenes nicht einfach ignoriert, sondern weiter thematisiert und aufarbeitet, konnte mich diese Folge nicht gänzlich überzeugen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Toby in der letzten Woche die wirklich starke Entscheidung getroffen hatte, das Baby zu behalten und ich sehr gespannt gewesen wäre, wie es dahingehend weitergeht. Doch das erfahren wir dann ja hoffentlich in der nächsten Woche – und da freue ich mich schon drauf.

Klara G. – myFanbase


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