Bewertung: 8

Review: #6.16 Von Mäusen und Menschen

Foto: Kristin Davis, Sex and the City - Copyright: Paramount Pictures
Kristin Davis, Sex and the City
© Paramount Pictures

So locker-flockig war Episode #6.16 Von Mäusen und Menschen nun nicht gerade, was vor allem am (Streit-)Gespräch zwischen Carrie und Aleksandr lag, letztlich aber versöhnlich ausging. Dafür wurde Charlotte ein Wunsch erfüllt, Miranda hat erkannt, wo sie auch noch glücklich werden kann und Samantha wurde Solidarität bewiesen.

"Rede nicht von deiner toten Freundin!"

Dann und wann finde ich Carrie durchaus ziemlich ichbezogen und fast schon arrogant. Ich kann vollkommen verstehen, dass sie Angst hat, Samantha durch deren Erkrankung zu verlieren, zumal sie nicht nur ihre Freundin, sondern auch ihre Familie ist. Ich kann diese Angst vollkommen verstehen, denn mir würde es nicht anders ergehen. Dennoch waren ihre Reaktionen schon irgendwie daneben.

Zugegeben war Aleksandrs Art und Weise der Offenbarung, dass seine Freundin Sophie an Krebs gestorben ist, auch nicht gerade gut, doch ich glaube, das liegt einfach daran, dass er Russe ist. Jedoch konnte man heraushören, dass er damit etwas aussagen wollte, was für Carrie wichtig gewesen wäre. Nämlich, dass Samantha sterben könnte und ich denke, er wollte ihr damit eher signalisieren, dass er im Ernstfall für sie da wäre, eben weil er es bereits durchlebt hat.

Jedoch hat sich Carrie wirklich ziemlich kindisch angestellt. Wie gesagt kann ich sehr gut verstehen, dass sie das verdrängen will, allerdings hatte ich bei diesem einen Szenario das Gefühl, sie verbietet Aleksandr regelrecht, von Sophie zu sprechen, weil sie es nicht erträgt. Nicht unbedingt so toll für eine tieferwerdende Beziehung. Ich denke, hätte Samantha nicht zugegeben, dass sie Angst hat, hätte Carrie sich nicht mit ihm versöhnt bzw. ausgesöhnt. So wirklich weiß ich noch immer nicht, was ich von der Paarung halten soll. Warten wir also weiterhin ab.

Samantha wird Solidarität bewiesen

Ich muss sagen, dass Samantha ihre Krebserkankung ziemlich gut meistert und auch gut wegsteckt. Aber natürlich hat auch sie Momente, in denen sie Zweifel hat und auch wenn sich das jetzt ein bisschen doof anhört: Ich finde es gut, dass sie solche Momente hat, denn für mich macht sie das noch wertvoller und zeigt nochmals eine völlig andere Charakterseite.

Ich kann aber gut verstehen, dass sie nicht will, dass man sie gerade bei einer Filmpremiere von Smith als die Kranke ansieht, weswegen Samantha nicht ganz zu unrecht solch einen Aufstand im Geschäft gemacht hat, auch wenn der arme Verkäufer auch nichts dafür konnte.

Ich glaube, für Samantha war der Haarausfall auch nochmal deshalb so schlimm, weil sie dachte bzw. geglaubt hat, nicht mehr attraktiv genug für Smith zu sein. Jedoch sieht jener darin gar kein Problem und das macht ihn umso toller. Sehr berührend fand ich es, dass er sich auch seine so schönen Haare abrasiert hat und sich damit Samantha gegenüber sehr solidarisch gezeigt hat. Mit ihm hat sie echt einen guten Fang gemacht und sollte Samantha mal keinen Bock auf sich selbst haben, kann sie locker als Lil Kim durchgehen.

Miranda in Brooklyn

Irgendwie ist es schon erschreckend, wie schnell es nun ging, dass Miranda wieder mit Steve zusammengekommen ist, ihn geheiratet und nun nach Brooklyn ziehen wird. Sehr rasant das Ganze, aber man merkt ihr eben auch an, dass sie das alles wollte.

Nun ja, dass sie nach Brooklyn zieht, wollte sie anfangs nicht. Aber verdenken kann man es ihr eben auch nicht, denn schließlich hat sie lange in New York gelebt und dort sind ihre Freundinnen bzw. ihre Familie. Aber mir hat es sehr gut gefallen, als sie erkannt hat, wie wohl sich ihre Familie im neuen Haus fühlen wird.

Welcome home, Liz Taylor

Charlotte hat es wirklich nicht leicht. Sie wünscht sich so sehr ein Kind und ihr sehnlichster Wunsch erfüllt sich nicht. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sie das verdrängt, denn es mildert den Schmerz ab und lässt sich besser verkraften. Aber ich kann auch verstehen, dass sie es verarbeiten muss(te).

Mir war durchaus klar, wie es ausgehen würde, als Charlotte auf den Hund und Trudy getroffen ist und dennoch fand ich es sehr berührend, denn dadurch, dass sie sich Trudy oder doch vielmehr dem Hund geöffnet hat, hat sie das bekommen, was sie sich gewünscht hat: Ein kleines Wesen, um das sie sich sorgen kann. Letztlich finde ich die Namensgebung toll, denn durch eine Reportage über Liz Taylor hat Charlotte zu ihrer Stärke zurückgefunden und die kleine Liz Taylor in Hundeform wird sicherlich dazu beitragen, dass sie ihre Stärke beibehalten wird.

Fazit

Diese finale Staffel von "Sex and the City" macht extrem viel Spaß, weil man das Gefühl vermittelt bekommt, dass die Mädels immer mehr zu sich selbst finden und sich alles fügen wird, genau so, wie es sein sollte, damit eine Serie gut enden kann.

Daniela S. - myFanbase


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