The Umbrella Academy - Reviews
Staffel 2

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In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu dieser Folge kundzutun und mit uns über die Serie zu diskutieren.

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Review: #2.01 Zurück auf Anfang

Foto: The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix
The Umbrella Academy
© 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix

Bald 1,5 Jahre hat das Warten auf Staffel 2 von "The Umbrella Academy" gedauert, aber nun ist es wieder Zeit für die verrückte Superheldenfamilie. Zwar ist eine erneute Apokalypse, wenn auch diesmal nuklear, nicht unbedingt einfallsreich als Ausgangslage, aber trotzdem ist der gewohnte Rhythmus der Serie schnell gefunden. Neben dem wie immer großartigen Soundtrack erleben wir nun nach und nach, wie sich die einzelnen Geschwister nach der Zeitreise schlagen. Neben einigen sehr pointierten humorvollen Stellen mag die Episode daher eher langweilig daherkommen, aber sie ist wohl notwendig, damit alle Zuschauer für den kommenden Rest eingenommen werden.

Review: #2.02 Das Frankel-Material

Foto: David Castañeda, The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix
David Castañeda, The Umbrella Academy
© 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix

Langsam aber sicher kommt das Geschehen in Gang. Die Geschwister treffen in unterschiedlichen Konstellationen aufeinander oder verpassen sich ganz knapp, aber es wird deutlich, dass sie schon bald Hand in Hand agieren werden. Dabei wird auch immer mehr verraten, was die Geschwister in der Zeit der Trennung erlebt haben. Ein weiterer sehr geschickter Kniff ist natürlich, dass hier mit realen Ereignissen wie dem Attentat auf John F. Kennedy gespielt wird. Ein Mittel, das auch bei "Legends of Tomorrow" immer schon super funktioniert hat. Die Reise in die Vergangenheit erlaubt nun auch ein Wiedersehen mit Sir Reginald Hargreeves (Colm Feore) und dem kleinen Pogo (der nicht so süß ist, wie man denken könnte). Vielleicht bringt man also zu seiner Figur auch mehr Licht ins Dunkel.

Review: #2.03 Das Sit-in

Foto: Robert Sheehan, The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.
Robert Sheehan, The Umbrella Academy
© 2020 Netflix, Inc.

Ich fiebere sehnsüchtig darauf hin, dass endlich alle sieben Geschwister mal wieder zusammenkommen, aber ""The Umbrella Academy" spannt uns weiterhin auf die Folter und zeigt uns weiterhin nur Zweierpärchen. Dennoch würde ich diese Folge nicht als langatmig beschreiben, denn es kommen viele Geheimnisse ans Tageslicht. Welche, die man schon geahnt hat, aber auch welche, die völlig überraschend daherkommen. Meine aktuelle Lieblingspaarung ist aber definitiv Klaus (Robert Sheehan) und Ben (Justin H. Min), die natürlich aus gegebenem Anlass nicht ohne einander können, aber ihre Dialoge sind wirklich großartig aufeinander abgestimmt und ich finde es super, dass auch Dave (Calem MacDonald) thematisch wieder auftaucht. Abschließend hat man wieder gemerkt, dass viele Serien sich in diesem Jahr mit Black Lives Matter beschäftigen, weswegen der Rassismus in den Südstaaten in den 60ern natürlich ein ideales Silbertablett ist, um darzustellen, wie lange die Wurzeln schon gären.

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Review: #2.04 Die zwölf Majestäten

Foto: Ritu Arya & David Castañeda, The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix
Ritu Arya & David Castañeda, The Umbrella Academy
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Das war bisher definitiv die emotionaliste Episode, da es aktuell für keinen der Geschwister wirklich gut läuft. Sei es Klaus, der von seiner großen Liebe eiskalt abgewiesen wurde und einen Suchtrückfall hat, sei es Allison (Emmy Raver-Lampman), die ihrem Ehemann Raymond (Yusuf Gatewood) nicht die Wahrheit über ihre Fähigkeiten sagen kann, oder sei es Vanya (Ellen Page), die sich wieder verlieben kann, aber denkbar ohne sichere Zukunft. Ich bin mir sicher, dass in ihre Liebesgeschichte mit Sissy (Marin Ireland) auch ihre private Homosexualität von Ellen Page eingeflossen ist. Ich finde die Geschichte auch irgendwie süß, aber es erinnert doch sehr an Staffel 1, wo Vanya auch der Liebe wegen die Kontrolle über ihre Fähigkeiten verloren hat. Hier will ich aber keine Wiederholung sehen, die doppelte Apokalypse reicht schon.

Review: #2.05 Walhall

Foto: Emmy Raver-Lampman, Ellen Page & Robert Sheehan, The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.; Christos Kalohoridis/Netflix
Emmy Raver-Lampman, Ellen Page & Robert Sheehan, The Umbrella Academy
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Endlich, Family Reunion! Zwar hält das Glück nicht lange an, weil die Dynamik zwischen den sieben immer noch dieselbe destruktive ist, aber die ganzen Highlights aus Staffel 1 wurden reaktiviert. Ich habe oft gelacht und auch wenn die Geschwister nun wahrlich nicht die innigste Beziehung haben, hatte ich doch eine Gänsehaut, als sie alle zusammen in einem Raum standen. Mit Tanzeinlagen, absurden Kampfszenen und übertriebenen Schockmomenten werden auch weitere übliche Stilmittel aufgegriffen, die diese Episode definitiv bisher zur typischsten der Serie machen. Zudem gibt es interessante Einblicke in das Zusammentreffen von Grace (Jordan Claire Robbins) und Reginald, sowie ihre Experimente an Pogo. Hier fügen sich einige Puzzleteile zusammen. Für mich daher bisher insgesamt die beste Folge der bisherigen Staffel 2.

Review: #2.06 Ein leichtes Abendessen

Foto: The Umbrella Academy - Copyright: 2020 Netflix, Inc.
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Jetzt habe ich schon bei der letzten Episode von Familienzusammenführung gesprochen, dabei trifft es diese eigentlich noch besser mit dem Nagel auf den Kopf, denn diesmal sind die Geschwister bei Sir Reginald geladen. Neben erneut großartigen Szenen, die die Absurdität auf die Spitze treiben, finde ich es besonders spannend, dass nun sehr intensiv die Frage aufgeworfen wird, wie viel die sieben eigentlich in ihrer falschen Zeitlinie mit ihren Handlungen anrichten? Hat Reginald die Kinder nur aufgenommen, weil sie ihn mehr als 20 Jahre zuvor aufgesucht haben? Was passiert nun mit Dave, nachdem er sich früher als tatsächlich für den Krieg eingeschrieben hat? Zudem möchte ich noch festhalten, dass ich es großartig finde, dass Kate Walsh als Handler unerwartet doch wieder so eine wichtige Rolle in "The Umbrella Academy" einnimmt, denn sie kann nicht nur ein wilderes Kostüm nach dem anderen präsentieren, sondern sie ist auch eine grandiose Schauspielerin, die das Exzentrische ausfüllen kann.

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Review: #2.07 Öga for Öga

Foto: Marin Ireland & Ellen Page, The Umbrella Academy - Copyright: Courtesy of Netflix
Marin Ireland & Ellen Page, The Umbrella Academy
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Es ist noch ein bisschen hin zum großen Staffelfinale, aber inhaltlich hätte diese Episode durchaus als ein solches durchgehen können, denn der Showdown, ob die Geschwister es zurück ins Jahr 2019 schaffen, hat an allen Ecken und Enden genug Spannung geboten. Natürlich ist alles schief gegangen, was schief gehen könnte, wenn man überraschenderweise mal von Klaus absieht, der es ausgerechnet pünktlich schafft. Eigentlich ist es aber die Episode von Ben, der erstmals seit seinem Tod wieder auf Erden agieren kann und sich daher wie ein Kind im Spieleparadies aufführt. Da er dies aber in Klaus' Körper tun muss, ist es natürlich ein schauspielerisches Geschenk an Sheehan gewesen, der sich ohnehin wieder selbst übertrifft in dieser Staffel 2. Es gibt genug Figuren mit Kultpotenzial, aber er übertrifft sie alle noch einmal. Etwas seltsam finde ich insgesamt aber, dass Nummer 5 (Aidan Gallagher) mal wieder auf den Handler reingefallen ist. Hatten wir das nicht schon ein paar Mal?

Review: #2.08 Die sieben Stadien

Foto: David Castañeda, The Umbrella Academy - Copyright: Christos Kalohoridis/Netflix
David Castañeda, The Umbrella Academy
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Die Folge wirkte lange so, als sei sie der Durchhänger, bevor der finale Showdown eingeleitet wird. Lange plätschert die Handlung etwas hin und her, sei es die Befragung von Vanya durch das FBI, sei es die Einführung von Diego (David Castaneda) als Zeitagent oder die Bemühungen von Nummer 5 einen alternativen Plan zu finden. Doch plötzlich bringt eine überraschende Entdeckung von Diego das fehlende Puzzleteil, das den Grund für die Apokalypse in Form eines Atomkriegs erklärt. Zwar passen die losen Enden wirklich super zusammen, aber es bleibt doch ein seltsamer Beigeschmack, das wieder Vanya für alles verantwortlich und dasselbe Trauma durchleben muss.

Review: #2.09 743

Foto: Justin H. Min, The Umbrella Academy - Copyright: Courtesy of Netflix
Justin H. Min, The Umbrella Academy
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Die Episode vor dem großen Staffelfinale ist in der Regel von vielen Vorbereitungen geprägt, damit es am Ende richtig knallen kann. Mit der vermeintlichen Offenbarung rund um Akte 743 haben wir auch eine solche klassische Storyline, aber ansonsten ist die Folge genug von extrem spannender und emotionaler Unterhaltung geprägt. Die Szene, als Ben in Vanyas Körper eintaucht, um sich zu opfern, was unheimlich mitreißend. Min als Ben ist ohnehin meine persönliche Entdeckung dieser Staffel, weil er als Gegenbild zu Klaus mit seiner nüchternen und ironischen Art hervorragend funktioniert hat. Daher ist die Aussicht, dass es mit ihm nun vielleicht tatsächlich für immer vorbei sein könnte, extrem traurig. Die Thematik um die Ermordung Kennedys wurde ebenfalls tatsächlich jetzt schon abgehandelt, die spannende Frage wird hier nun sein, wie genau Reginald hier mitgewirkt hat, was seine Motive sind und was zur Hölle er eigentlich ist?

Review: #2.10 Das Ende von etwas

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The Umbrella Academy
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Ein Finale mit Höhen und Tiefen, aber eins, das klarmacht, dass es vielleicht jetzt erst so richtig mit "The Umbrella Academy" losgeht. Denn die Geschwister wirken tatsächlich erstmals wie eine bedingungslose Einheit, was man sich schon viel früher gewünscht hätte. Nun können sie sich gemeinsamen den zig noch offenen Fragen widmen, die nicht nur sie haben dürften, sondern vor allem wir Zuschauer. Wie bescheiden war es doch von mir, völlig vergessen zu haben, dass es insgesamt 43 dieser mysteriösen Kinder gab und dass die übrigen 36 ja auch noch irgendwo auf der Welt wandeln müssen. Ich bin somit zwar positiv eiskalt erwischt worden, aber die Aussicht, dass nun nach und nach die anderen Geschwister womöglich auftauchen werden, behagt mir nicht ganz. Denn auch der große Cliffhanger geht ja in diese Richtung mit der Sparrow Academy. Während ich mir nach Staffel 1 unheimlich gut vorstellen konnte, was die Zeitreise mit sich bringen könnte, bin ich jetzt eher überfordert, was es wohl bringt, diese zwei Geschwistergruppe aufeinander loszulassen.

Eure Meinung ist gefragt!

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#2.01 Zurück auf Anfang
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#2.06 Ein leichtes Abendessen
#2.07 Öga for Öga
#2.08 Die sieben Stadien
#2.09 743
#2.10 Das Ende von etwas

Lena Donth - myFanbase

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