The Big Leap - Review des Piloten

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Die US-TV-Season 2021/22 hat begonnen und so starten die amerikanischen Networks nun damit, ihre neuen Serien vorzustellen. Ins Programm von FOX hat es in diesem Jahr "The Big Leap", eine Produktion aus der Feder von Liz Heldens, geschafft. Dabei hat Heldens sich an der britischen Reality-Serie "Big Ballet" orientiert, denn das zentrale Thema ist der Dreh einer Realityshow, bei der die Tänzer für eine Neuauflage des Balletts Schwanensee gecastet werden sollen. Ein wenig erinnert die Idee zur Serie zudem an "UnREAL", denn auch in diesem Format erzählte man uns eine Geschichte rund um den Dreh einer Realityshow. Der Gedanke hinter der Produktion ist daher nicht neu, doch der Cast überzeugt und die Figuren werden für den Anfang interessant angerissen, weshalb die Pilotfolge von "The Big Leap" durchaus zu überzeugen weiß.

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Im Fokus der Serie steht wie bereits erwähnt eine Realityshow. Wie man es von solchen Formaten kennt, werden hier zu Beginn Ausschnitte aus dem Casting gezeigt, wo man neben echten Talenten mit eindrucksvollen Tanzeinlagen auch einige Querköpfe präsentiert, die für ein herzhaftes Lachen sorgen können. Die Teilnehmer sind sehr vielfältig und genau das macht den Charme dieser Pilotfolge aus. Wir dürfen auf die Hauptcharaktere einen kleinen Blick werfen und jeder von ihnen schafft es auf seine eigene und etwas außergewöhnliche Art und Weise, in Erinnerung zu bleiben. Da haben wir den arbeitslosen Mike (Jon Rudnitsky), der alles andere als ein erfahrener Tänzer ist, aber genau durch diese Spontanität sehr sympathisch wirkt. Ihm wird Paula (Piper Perabo) an die Seite gestellt und der kleine Flirt zwischen ihnen, der sofort in der Luft liegt, weiß schnell zu überzeugen. Ein weiteres ungewöhnliches Paar findet sich in Julia (Teri Polo) und Justin (Raymond Cham Jr.). Die zweifache Mutter und ehemalige Ballerina und der homosexuelle, tanzbegeisterte junge Mann harmonieren auf der Tanzfläche überraschend gut. Dazu gesellen sich Justins ehemalige Freundin aus der Highschool, Gabby (Simone Recasner), mit ihrem Tanzpartner Reggie (Ser'Darius Blain). Dass sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte entwickeln kann, ist sofort spürbar und die beiden geben ein tolles Paar ab, was spätestens Reggies Geste mit der Hebefigur klarmacht. Um diese Pärchen herum scharwenzelt Nick (Scott Foley), der einen Blick für die zwischenmenschlichen Interaktionen hat und für die Produktion des Reality-Formates verantwortlich ist. Auf der einen Seite wirkt Nick vollkommen abgekartet und eiskalt, er hält jedes Mal die Kamera auf eine Szene, die der Realityshow Zuschauer einbringen könnte und scheint einen Riecher für Skandale zu haben. Doch die Autoren geben sich Mühe, auch von ihm eine sympathische Seite zu zeigen, was sofort gelingt, als man von dem Sorgerechtsstreit hört, den er mit seiner Exfrau führt. Ergänzt wird sein Team durch Wayne (Kevin Daniels) und Monica (Mallory Jansen), die in der Jury der Show sitzen. Während Wayne durch seine positive Ausstrahlung glänzt, behält man bei Monica ihre herrische Art im Gedächtnis und beide ergänzen sich durch ihre Andersartigkeit auf sehr unterhaltsame Weise. Keine der Figuren, die wir in der Pilotfolge kennenlernen, ist perfekt. Jeder scheint ein kleines Geheimnis mit sich herumzuschleppen und hat seine Ecken und Kanten. Das ist eine wunderbare Mischung, um das Interesse der Zuschauer zu erwecken.

Fazit

Mit "The Big Leap" wird das Rad nicht neu erfunden, doch die Kombination aus Tanz, Drama und Komödie hat etwas Verlockendes an sich, das durch den vielseitigen Cast unterstrichen wird. Daher schafft es die Pilotfolge problemlos, das Interesse der Zuschauer zu wecken.

Marie Müller - myFanbase

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