Bewertung: 8

Review: #1.06 Nicht für möglich geglaubt

Foto: Todd Stashwick - Copyright: Jenny Duckworth Photography
Todd Stashwick
© Jenny Duckworth Photography

Nachdem die letzte Folge nicht ganz überzeugen konnte, sieht es dieses Mal anders aus. Das alte "Revolution"-Tempo ist wieder da und die Folge bietet viele spannende Momente und einige Überraschungen. Außerdem erfahren wir mehr über Aaron, der seinen persönlichen großen Moment erlebt.

"If you don't go, then Charlie is dead. Look, I will do the best that I can here, which I realize isn't much. But you have to choose between us and Charlie. And I am asking you to choose Charlie. She is your family and she is pretty much my family too."

Nachdem Nora verletzt wurde, hat Miles keine andere Wahl, als zu einem alten Bekannten zu fahren, der Nora die Hilfe bieten kann, die sie braucht - nämlich einen Arzt. Und somit beginnt ein neues spannendes Kapitel für die Gruppe, das selbstverständlich lebensgefährlich ist, dafür aber umso spannender. Wir lernen Drexel kennen, einen absolut unsympathischer Menschen, der mit Todd Stashwick perfekt besetzt wurde. Ab dem ersten Moment habe ich ihn verabscheut und das hat gezeigt, dass er diese Rolle wunderbar gespielt hat. Drexel ist gefährlich und dazu auch noch der Typ Mensch, dem man nicht über den Weg laufen möchte. Ich frage mich, warum Miles ausgerechnet ihn um Hilfe bittet. Ihm muss doch bewusst sein, dass Drexel nichts Gutes im Schilde führt. Mir persönlich war das im Nachhinein egal, denn so haben wir wieder mehr über Miles' Vergangenheit erfahren und viel von Stashwick gesehen. Schade eigentlich, dass er direkt in dieser Folge sterben musste, denn ihn hätte ich gerne noch öfters als Bad Guy gesehen. Seine Absichten sind von vornherein klar. Er hat ein Ziel und setzt alles daran, um dieses zu erreichen. Hier muss Charlie diejenige sein, die die Gruppe letzten Endes rettet und nicht wie gewohnt Miles. Dass diesem dies überhaupt nicht passt, ist verständlich, doch er hat keine Chance gegen Charlie. Dieses Mädchen hat sich dermaßen verändert, ist emotionslos geworden und eigentlich spielt für sie überhaupt nichts mehr eine Rolle, außer Dannys Befreiung. Es war spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen, auch wenn man gemerkt hat, dass das kleine Mädchen noch in ihr steckt und sie für viele Dinge noch nicht stark genug ist. Doch dafür hat sie ja Miles, der wieder punkten konnte und das dank Aaron.

Dieser stellt ihn vor die Wahl. Entweder er und Nora, oder Charlie. Für Miles muss in diesem Moment alles zuviel sein, denn er hat offensichtliche Gefühle für Nora, die sicherlich noch thematisiert werden. Doch in dem Moment muss selbst Miles klar werden, wie viel ihm Charlie doch bedeutet und dass er nicht möchte, dass sie ums Leben kommt. Eigentlich bleibt ihm ja keine Wahl und es freut mich, dass Aaron derjenige war, der Miles dazu gebracht hat, den Mut zu haben, Charlie zu retten. Immerhin gelingt es ihm, die Wachen zu überlisten und Charlie davon abzuhalten, Bill zu töten. Ich denke, dass Charlie in dem Moment, wo sie Bill tötet, zusammen gebrochen wäre. Das wäre zuviel für sie gewesen und dafür ist sie noch nicht bereit. Es war schön, dass Miles sie abgehalten hat, denn ich denke, dass dies auch wieder Einfluss auf die Beziehung zwischen ihr und Miles haben wird.

Obwohl Miles Charlie gerettet hat, so ist der wahre Held dieser Episode doch ganz klar Aaron. Wir erfahren einiges aus seiner Vergangenheit und es wird klar, dass Aaron seine Frau im Stich gelassen hat, weil er sie nicht beschützen konnte. Eigentlich ist dies überhaupt keine nette Geste, denn so etwas würde nur ein Feigling machen. Vielleicht hatte dies auch genau die Auswirkung auf Aaron, so zu sein wie er ist. Denn wenn ich ehrlich bin, so ist er zwar ein toller Charakter, doch er hat Angst vor allem und überhaupt keinen Mut. In dieser Folge bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig und ich habe den größten Respekt vor ihm, dass er sein Leben für Charlie lassen würde. Das macht ihn noch liebenswürdiger. Ich hab sofort die Luft angehalten, als er auf sich selbst geschossen hat, weil ich nicht glauben konnte, dass so kurz nach Maggie, ein weitere Charakter von der Bildfläche verschwindet. Doch dem war zum Glück nicht so und Aaron bekommt seinen Highlight-Moment und überlistet Drexel. Ich musste sehr lachen, als Miles es am Ende selbst nicht glauben konnte. Menschen, die unter Druck und Angst stehen, sind oft zu vielem fähig und Aaron hat sehr viel gezeigt, dass er für die Menschen, die er liebt und gern hat, alles tun würde. Wahrscheinlich würde er zu diesem Zeitpunkt auch nie seine Frau verlassen, doch dafür ist es leider zu spät. Dennoch Hut ab für die vielen atemlosen Minuten in diesem Handlungsstrang, der mit der Gastdarsteller-Auswahl perfekt gelungen ist.

"Danny Matheson. I knew your father and I'm sorry for what happened. That is not how I wanted things to work out. Believe me, Captain Neville will be dealt with."

Nur am Rande in dieser Episode erfahren wir, was sich in Philadelphia abspielt. Captain Neville wird zum Major befördert und Jason muss sich vor Monroe rechtfertigen. Ich finde es schade, dass er so leicht preisgegeben hat, wo sich der Anhänger befindet, doch wahrscheinlich blieb ihm keine andere Wahl. Schließlich ist da noch sein Vater, der Druck macht. Neville hätte ich in dieser Folge an die Wand klatschen können, denn er war so unsympathisch und hat nur das gemacht, was Monroe von ihm erwarten würde. Dabei ist Jason doch sein Sohn. Was mir gut gefallen hat, war Jasons Reaktion, als er erfahren hat, dass Strausser losgeschickt wird, um den Anhänger zu besorgen. Hier wird deutlich, dass Jason ganz klar Gefühle für Charlie hat und nicht möchte, dass ihr etwas passiert. Dies wird mit Sicherheit noch Konsequenzen mit sich bringen.

Ansonsten muss ich noch das Ende der Folge erwähnen, mit dem ich nicht gerechnet habe. Ich habe mir zwar schon gedacht, dass Danny und Rachel irgendwann aufeinander treffen, doch dass es jetzt schon in der sechsten Episode der Fall ist, das hat mich überrascht. Ich habe mich aber für Danny gefreut, der nach all den Erlebnissen eine positive Nachricht verdient hat und ich war doch sehr bewegt, als sich Mutter und Sohn endlich in den Armen lagen.

Fazit

Diese Folge konnte mit einem grandiosen Gastauftritt von Todd Stashwick punkten und die gesamte Entwicklung der Story, auch hinsichtlich Aaron, war sehr gut umgesetzt. Es gab viele Spannungsmomente, bei denen ich den Atem anhalten musste. "Revolution" konnte das Tempo nach der letzten Folge wieder erhöhen und die Freude auf Folge sieben ist groß.

Alex Olejnik - myFanbase

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