Bewertung: 5

Review: #5.10 Dem Ziel so nah

Foto: Amy Brenneman, Private Practice - Copyright: 2012 ABC Studios
Amy Brenneman, Private Practice
© 2012 ABC Studios

Da melden sich die Ärzte aus der Weihnachtspause zurück und ich muss leider gestehen, dass mich die Rückkehr so gar nicht mitgerissen hat. Es gab einige Dinge in diese Episode, die mich gefreut haben, die mich auch berührt haben, aber ansonsten konnte sie nicht wirklich bei mir zünden, was ich sehr schade finde, da ich mich nach dem zweistündigen Herbstfinale ziemlich auf die Rückkehr gefreut habe.

"If the love is real, it can withstand anything."

Zu meiner Unzufriedenheit hat mit Sicherheit der einzige Fall der Woche beigetragen. Das Pärchen hat mich überhaupt nicht überzeugt, was vielleicht auch an der Umsetzung gelegen hat. An sich ist das ein Thema, das man nicht oft zu sehen bekommt und mit dem man sich nicht wirklich oft auseinandersetzt. Doch ich kann mir schon vorstellen, dass es Beziehungen gibt, in denen mehrere Personen involviert sind. Für manche Menschen ist das die Normalität, doch Violet hat in ihrer Therapiestunde gut verdeutlicht, dass Polygamie in der Gesellschaft nicht gerade akzeptiert wird. Von dem her fand ich die Idee, dieses Thema mit einzubauen, an sich gar nicht so schlecht. Doch dieses Hin und Her mit diesen drei Patienten hat mich überhaupt nicht berührt und irgendwie auch gelangweilt. Ich kann mir vorstellen, dass es viele Probleme gibt, wenn man in so einer Beziehung steckt und dass es nicht gerade einfach ist, doch dass dann die einen doch ein Baby wollen und am Ende dann irgendwie doch nicht, war für mich nichts, wo ich sagen würde, dass ich mich damit auseinandersetzen möchte. Da hat mir Amelias Situation im Herbstfinale viel mehr zugesetzt und war so umgesetzt, dass ich gebannt vor dem Bildschirm saß. Hier hat es einfach nicht geklappt.

"How is love not enough?"

Neben diesem Fall haben wir in dieser Episode viele kleinere Stories gesehen, die mich irgendwie aus der Bahn geworfen haben, weil doch soviel passiert ist und andererseits dann eigentlich gar nicht. Es war zu überfüllt, aber ich denke mal, dass das Absicht war, weil man nach einer Pause wieder zurück zu den einzelnen Storylines führen muss. Die beste Storyline hatte für mich dann doch Addison, weil es endlich eine Entscheidung gab und ich sogar damit leben kann. Dieses Hin und Her mit Sam ging einfach schon viel zu lange und es war eigentlich von Anfang an klar, worauf es hinausläuft. Er will kein Baby und somit wird diese Beziehung auch nicht funktionieren. Es ist gut, dass die Autoren hier endlich einen Schlussstrich gesetzt haben. Wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob die ganze Story nicht noch einmal von vorne beginnen wird. Immerhin ist jetzt erstmal Schluss und Sam kann wieder eine eigene, gute Storyline bekommen. Was Addison angeht, habe ich jetzt erstmal für diese Staffel abgeschlossen, denn ich denke, dass das Thema Baby noch eine ganze Weile andauern wird. Finde ich eigentlich sehr schade, weil es mittlerweile wirklich auf die Nerven geht. Gebt ihr doch endlich das Baby und dann ist gut. Immer wieder ist sie kurz davor und dann geht es wieder von vorne los. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch sehen kann. Vielleicht bahnt sich ja jetzt etwas mit Jake an, was ich ganz gut finden würde, weil er somit auch eine Storyline bekommen würde und wir hier ein ziemlich großes Drama sehen würden, das nichts mit einem Baby zu tun hat. Das wäre doch mal etwas anderes. Man wird sehen.

"Before you say the words, just be sure."

Was mir neben dem Ende der Beziehung von Sam und Addison gefallen hat, war die Beziehung zwischen Pete und Violet. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für beide nicht gerade einfach ist, ein normales Leben zu führen, nachdem sie sich nun getrennt haben. Aber ich finde ihr Verhalten nachvollziehbar und die Entwicklungen in dieser Beziehung machen mich neugierig. Ich frage mich, wie lange das gut gehen kann und was alles geschehen wird. Fakt ist, dass die beiden durch Lucas an einander gebunden sind und ich bin mir sicher, dass sie wieder zu einander finden werden. Doch das heißt ja noch lange nicht, dass es einfach wird. Auf die Entwicklungen freue ich mich und ich muss sogar sagen, dass ich Violet in dieser Folge ganz gerne hatte. Sogar viel lieber als Addison und das will für mich schon was heißen.

Wen ich ebenfalls ganz toll fand, war Sheldon. Ihn mit Charlotte auf dem Schießplatz zu sehen, war klasse und hat mich sehr gut unterhalten, was zwischen all dem Drama auch wirklich gut tut. Ich frage mich, in welche Richtung die Autoren jetzt bei ihm gehen wollen und ich hoffe, dass es etwas Großartiges wird, weil sein Charakter das einfach verdient. Was jetzt mit Amelia wird, ist fraglich, aber ich denke, dass sie noch eine ganze Weile an sich arbeiten muss, um wieder einen Normalzustand zu erreichen. Hier hat mir ebenfalls Charlotte sehr gut gefallen, weil sie ihr zur Seite steht und ich denke, dass das für Amelia sehr wichtig ist. Mal sehen, was hier noch alles passiert. Ich lasse mich überraschen.

Wer mich leider enttäuscht hat, war Cooper, denn die Story mit Mason fand ich dann doch ganz schön lahm. Das hat für mich irgendwie nicht funktioniert, weil es einfach nur so gewirkt hat, als ob die Autoren für ihn auch noch eine Story brauchen. Langweilig und leider auch nicht sonderlich interessant. Schade eigentlich, da er doch mein Lieblingscharakter ist. Ich hoffe, dass er in den nächsten Folgen wieder der Cooper sein kann, wie man ihn kennt und gern hat.

Fazit

Nach dieser längeren Pause hätte ich wirklich mit etwas Besserem gerechnet und war nach dieser Episode enttäuscht. Irgendwie konnte sie mich nicht mitreissen, was ich sehr schade finde. Dennoch konnte sie durch die Entwicklungen bei Sam und Addison und Violet und Pete punkten. Mal sehen, wie es weitergeht.

Alex Olejnik - myFanbase

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