Bewertung: 6

Review: #1.07 Death Keeps Knocking On My Door

Foto: Danielle Rose Russell, Legacies - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Danielle Rose Russell, Legacies
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nach der mitreißenden Folge der letzten Woche konnte mich #1.07 Death Keeps Knocking On My Door nicht ganz so sehr überzeugen. Der nächste geliebte Mensch wird auf die Schule losgelassen und Hope verbringt einen guten Teil der Folge im Kopf des Necromancers, nur um die wichtigen Informationen dann doch ganz am Schluss von ihm selbst zu bekommen.

Der Necromancer

Irgendwie hatte der Necromancer eine merkwürdige Dynamik in der Serie. Einerseits war er faktisch nur zwei Folgen dabei, andererseits wurde der Charakter so pompös aufgebaut, dass man meinen könnte, dass er der Serie lange erhalten bleibt. Das kann natürlich einfach der Witz an der Figur gewesen sein, die sich einfach schrecklich wichtig nimmt, oder aber auch daran liegen, dass der Schauspieler definitiv unglaublich viel Spaß an der Rolle hatte. Trotzdem hat es nicht so recht zusammengepasst.

Es war eine gute Idee, dass es Hope ist, die es mit einem Trick schafft, den Necromancer zur Zusammenarbeit zu bewegen und nicht Rics Foltermethoden. Hope spielt seine Eitelkeit gegen ihn selbst aus und hat damit Erfolg. Na ja, zumindest am Anfang, denn letztlich hat sich ja gezeigt, dass der Necromancer sein ganz eigenes Spiel spielt. Auf jeden Fall bekommen wir durch Hopes Ausflug in den Kopf des Necromancers einen kleinen Trip nach New Orleans spendiert, inklusive Rousseau's. Das war wohl auch der Hauptgrund dafür, diese Szene einzubauen, denn rein storytechnisch hätte man sich das Ganze eigentlich auch sparen können. Ähnlich wie auch die lange Treppe ins Ungewisse. Es war zwar eine nette bildtechnische Spielerei, aber hier hätte ich eine echte Szene aus dem Leben des Necromancers spannender gefunden. Stattdessen bekommen wir Hope, die im großen Nichts seines Unterbewusstseins seine Aufmerksamkeit einfordert.

Aber so schnell haben sich die Führungsrollen getauscht und auf einmal ist es Hope, die vom Necromancer überrumpelt wird. Denn auch er kann in fremden Köpfen herumstochern. Und Hope möchte vor allem anderen wissen, wie es ihrem Vater ergangen ist. Ein kleines Bisschen hatte ich ja darauf gehofft, dass sich Hope umdreht und plötzlich Klaus Mikaelson hinter ihr steht, aber so müssen wir uns wohl mit den Berichten vom Necromancer begnügen. Große Überraschungen gab es hier nicht. Klaus bereut seine Tat nicht, wacht weiterhin über Hope und findet erst dann richtigen Frieden, wenn Hope es auch tut. So etwas in der Art konnte man sich ja fast denken.

Viel interessanter waren da die Informationen, die der Necromancer über das Messer und Malivore herausgefunden hat. Lustigerweise hört sich Malivore immer mehr an wie die Hölle für übernatürliche Wesen. Wobei die Hölle und das Fegefeuer im "Vampire Diaries"-Universum ja schon existieren. Mal sehen, wie man da noch so eine "Endstation" einbauen will, ohne dass es zu viel wird. Zusammen mit den drei Schlössern und Schlüsseln, die Malivore geschlossen halten, kam mir sofort die entsprechende Storyline aus "Supernatural" in den Sinn. Das erste Schloss von Malivore wurde mit dem Messer, Necromancer sei Dank, also schon einmal geöffnet. Bleiben zwei weitere, noch unbekannte Objekte. Bedeutet das nun, dass die Monsterbesuche an der Salvatore School ihr Ende haben? Schließlich waren die ja hinter dem Schlüssel, also dem Messer, her und das ist jetzt zerstört. Oder befindet sich das nächste Objekt zufällig ebenfalls schon in Alarics Besitz? Dabei sollte man die letzte Szene nicht vergessen. Anscheinend ist Malivore bereits bekannt und unter wissenschaftlicher Beobachtung. Und war das Landon, der da im Überwachungsraum stand?

"Make your peace with her."

Cassies Wiederauferstehung war zwar keine neue Idee, aber immerhin hat ihr Auftauchen Raf endlich ein bisschen Frieden gebracht. Vom Anfang an hat er die Last des Todes seiner Freundin mit sich herum getragen. Kein Wunder, nachdem man in dieser Folge erfahren hat, dass er den Autounfall (wenn auch unfreiwillig) provoziert hat. Und doch war es wichtig, dass Rafael aufhört, die Wahrheit zu verdrängen, um endlich mit ihr abschließen zu können. Genau dabei hat Cassie ihm geholfen, hat ihm vergeben und hält ihn dazu an, sich Hilfe zu suchen. Nachdem Rafael mit Landons Weggang seinen engsten Vertrauten verloren hat, konnte nun Cassie diese Rolle einnehmen. Nicht zu vergessen Rick, der sich in der gleichen Situation wie Rafael befunden hat und für ihn da sein konnte. Überhaupt hat Alaric gute Arbeit geleistet und sich um Hope und Rafael gekümmert, obwohl er sich selbst eindeutig auch noch nicht von den Ereignissen erholt hat.

Doch nicht nur Rafael muss seine innere Ruhe wiederfinden, das Gleiche gilt für M.G.. Der scheint sich auf dem besten Wege zu befinden, es Stefan Salvatore nachzumachen und zum Ripper zu werden, wenn er sich nicht von den riskanten Einflüssen von Kaleb und Menschenblut fern hält. Immerhin hat auch Kaleb bemerkt, wie böse es enden kann, sich nicht an die Regeln der Schule zu halten. Dabei bin ich mir sicher, dass er nichts Schlechtes im Sinn hatte und M.G. einfach nur zeigen wollte, was dieser mit seiner "Kaninchendiät" so alles verpasst. Wer hätte damit rechnen können, dass M.G. so stark darauf anschlägt? Ich bin ja mal gespannt, ob das nur die Reaktion auf eine lange Zeit ohne Menschenblut war, oder ob da mehr dahinter steckt. Parallel dazu konnte Dorians tragische Vergangenheit sicher auch dazu beitragen, dass Kaleb in Zukunft etwas bedachter handeln wird.

Fazit

Mit nur etwa dem halben Cast und ein paar leicht schwächelnden Geschichten kann die Episode nicht so sehr überzeugen wie in der letzten Woche. Trotzdem gab es auch hier wieder einige schöne Charaktermomente und vor allem neue Informationen über den Malivore. Nachdem Hope von Landon alarmiert wurde, werden wir wohl recht bald erfahren, was er inzwischen in Erfahrung bringen konnte.

Denise D. - myFanbase

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