Grey's Anatomy: Krista Vernoff über die Gründe für den Tod eines Hauptdarstellers

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Den nachfolgenden Apropros-Beitrag solltet ihr nur lesen, wenn ihr die "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte"-Episode #17.07 Helplessly Hoping gesehen habt oder euch bereitwillig spoilern lassen wollt.

In der aktuellen "Grey's Anatomy"-Episode war es mal wieder Zeit für den tragischen Tod einer langjährigen Hauptfigur, der für viele überraschend gekommen sein dürfte. Showrunnerin Krista Vernoff hat sich nun in mehreren Interviews zu der inhaltlichen Entscheidung geäußert, weswegen ihr euch nachfolgend festhalten wollen, was die Gründe für diese Entscheidung waren und was die Beteiligten dabei gefühlt haben.

Als Teil eines Crossovers mit dem Spin-Off "Seattle Firefighters - Die jungen Helden" deutete es sich in #4.06 Train in Vain bereits an, dass Dr. Andrew DeLuca (Giacomo Gianniotti) lebensgefährlich verletzt wurde, als mit seiner Schwester Carina (Stefania Spampinato) hinter einem Menschenhändlerring hinterher ist. In der eigentlichen "Grey’s Anatomy"-Episode ist er dann tatsächlich gestorben. Diese inhaltliche Entwicklung mag auf den ersten Blick wie aus dem Nichts kommen, aber laut Showrunnerin Vernoff befand sich diese Idee schon lange in der Mache. Konkret äußere sie sich wie folgt: "Ich beginne jede Staffel ganz für mich alleine, indem ich Spaziergänge durch die Natur unternehme und die Geschichten bitte, sich mir zu offenbaren. Geschichten erzählen sich von selbst und dann ist es die Aufgabe des Autors, diese so schnell wie möglich niederzuschreiben. Das war der erste und stärkste Gedanke, der mir schon gänzlich realisiert in den Sinn kam. Ich wusste, was die Geschichte ist, was wir tun mussten und warum wir es tun mussten."

Dennoch ist die Entscheidung, Andrew sterben zu lassen, Vernoff und den restlichen Drehbuchautoren nicht leicht gefallen. An dem konkreten Entwicklungsprozess ließ sie die Fans ebenfalls teilhaben: "Ich habe mehrmals einen Rückzieher versucht. Aber die anderen Autoren haben mich bei der Stange gehalten, denn manchmal erzählen sich Geschichten eben von selbst, auch wenn du denkst: 'Halt, was? Wir töten DeLuca? Er muss sterben? Warum? Ich möchte diese Geschichte nicht erzählen!' Selbst während des Drehs der Episode bin ich mehrmals zu den Autoren gegangen und habe gesagt: 'Wir müssen ihn retten.' Und es gab lauten Widerstand, denn die Geschichte hat sich selbst erzählt und es hat sich wichtig und mächtig angefühlt. Als Mensch sagst du dir 'Ich möchte es nicht tun. Ich möchte Giacomo nicht verlieren. Ich möchte DeLuca nicht verlieren.' Aber als Geschichtenerzählerin musst du die Geschichte ehren. Ich weiß nicht… es ist eine Art magischer Prozess."

Mit Vernoffs Ausführungen zeigt sich jedenfalls, dass Andrews Tod nicht der beabsichtigte war, der für das Finale von Staffel 16 vorgesehen war. Hier hatten wir euch berichtet, dass wegen des Drehstopps infolge der Pandemie umgeplant werden musste, so dass ein vorgesehener Tod einer Hauptfigur abgesagt wurde. Aber Andrew hätte das niemals sein können, denn er musste die kritische Phase seiner mentalen Erkrankung erst vollständig überstehen: "Es hat sich für uns wichtig angefühlt, dass er überlebt und Menschen zeigt, dass man die andere Seite erreichen und wieder ein sehr produktives Mitglied des Teams werden kann. Und er war zurück, er hat wirklich funktioniert, er hat auf der COVID-Station geholfen, und dann kam das Leben dazwischen." Ihn nun während der Pandemie sterben zu lassen, ohne aber tatsächlich mit dem Virus infiziert gewesen zu sein, sollte unterstreichen, dass selbst in außergewöhnlichen Zeiten das Verbrechen nicht ruht und Menschen aus anderen – nicht natürlichen – Gründen sterben.

Andrew-Darsteller Gianniotti verriet selbst in einem Interview, dass auch die Fans den Handlungsbogen mit den entführten Mädchen abgerundet sehen wollten, weswegen nach einem Weg gesucht wurde und dabei konnte man Andrew mutig und als Held sterbend darstellen. Aus diesem Grund war Giannotti auch völlig einverstanden mit der Handlung: "Am Ende des Tages bin ich ein Geschichtenerzähler. Ob du nun Schauspieler oder Regisseur bist – wie ich es gerade auch bei 'Grey’s Anatomy' war – die Geschichte muss gewinnen." Der Schauspieler wird der Serie auch noch in einigen Gastauftritten erhalten bleiben.

Nun zu euch: Könnt ihr die Begründung von Vernoff nachvollziehen oder findet die Ausstiegsstoryline eher blass?

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Quelle: TVLine



Lena Donth - myFanbase
13.03.2021 17:19

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