Bewertung: 8

Review: #1.04 Mit Pauken und Trompeten

Die Erfindung der DVD-Serienboxen ist schon was Tolles, denn sie ermöglicht eine problemlose Reise in die Vergangenheit per Playtaste. Wenn man auf den Stand der sechsten oder gar der siebten Staffel der "Gilmore Girls" ist, kann man den Blick auf die Episode #1.04 Mit Pauken und Trompeten zweifellos als eine amüsante Reise in die Vergangenheit bezeichnen.

Achtung: Diese Review enthält Spoiler zu späteren Episoden und Staffeln!

Die Episode #1.04 zeigt uns eine Zeit, in der Rory noch jung und unerfahren war, man eine gewisse Paris Geller nur hassen konnte und ein Mann namens Max Medina noch nicht wusste, dass er in absehbarer Zeit die männliche Hauptrolle in der Gilmore-version von "Die Braut, die sich nicht traut" spielen würde.

Rory muss in dieser Folge erkennen, dass ein großer Unterschied zwischen der Eliteschule Chilton und der kleinen Dorfhighschool von Stars Hollow besteht. Rory ist nun nicht mehr das Genie, dem alles zufällt, sondern muss sich gegen härtere Konkurrenz behaupten und höheren Ansprüchen genügen. Keine leichte Aufgabe für das jüngste Gilmore Girl, das bislang ein ziemlich unbeschwertes Leben führen konnte, aber wir wissen, dass sie mit dieser Aufgabe wächst und sich behaupten wird. In dieser Folge sehen wir den Anfang der Entwicklung, die Rory schließlich nach Yale führt.

Paris befindet sich dagegen auf dem Gipfel der Unsympathie und genießt es richtig, die verunsicherte Rory zu ärgern. Man hasst Paris in dieser Folge wirklich und umso bemerkenswerter ist es, dass sie in gar nicht allzu ferner Zukunft ein ziemlicher beliebter Charakter wird.

Besonderes wichtig ist diese Episode natürlich deshalb, weil sich Lorelai und Max darin kennenlernen. Mit ihrer lockeren und lebhaften Art hebt sich Lorelai deutlich von den anderen, konservativen Chilton-Müttern ab und weckt damit sofort Max' Aufmerksamkeit. Auch Max kommt durchaus sympathisch rüber und man ist bereit, ihn als Lorelais Verehrer zu akzeptieren.

Diese Folge verrät uns auch einiges über die Beziehung zwischen Lorelai und Rory: Lorelai hatte bisher nie ernsthafte Probleme mit ihrer kleinen Perfektionistin Rory, die sich daher schwer tut, ihrer Mutter von den Schwierigkeiten in der Schule zu erzählen. Während sich Rory Sorgen macht, albert Lorelai in gewohnter Manier herum, bis Rorys Probleme ans Tageslicht kommen und Lorelai ihrer Tochter schließlich beisteht. Man sieht, dass sich Lorelai erst daran gewöhnen muss, dass ihre Tochter erwachsen wird und sich mit größeren Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen muss.

Maret Hosemann – myFanbase

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