Oscarfieber, Teil 5: Die Nominierten

Autorenstreik hin oder her: auch wenn in Hollywood zur Zeit so etwas wie ein Ausnahmezustand herrscht, wurden sie auch dieses Jahr wieder mit großer Spannung erwartet die Nominierungen für die Academy Awards. Bereits zum 80. Mal werden die wichtigsten Preise in der Filmbranche vergeben und trotz des runden Geburtstags von Oscar sind die Nominierten dieses Jahr keine Überraschung.

Mal wieder haben sich die Golden Globes als Vorreiter für die Oscarnominierungen herausgestellt. Für den Besten Film sind vier aus der Globe-Kategorie "Bester Film - Drama" und einer aus "Bester Film - Komödie oder Musical" nominiert worden, in den Kategorien für die Besten Schauspieler und Schauspielerinnen sind die Listen der Namen fast identisch. Auch in den Bereichen Bester Regisseur, Bestes adaptiertes Drehbuch und Bestes Originaldrehbuch finden sich Namen der Globe-Nominierten wieder. Mit "There Will Be Blood" und "No Country For Old Men" haben wir zwei Spitzenrreiter: beide Film sind insgesamt acht Mal nominiert. Dicht gefolgt werden sie von "Abbitte" und "Michael Clayton", die beide siebenfach nominiert sind.

Doch wer hat die besten Chancen? Wer wird am ehesten mit einem Academy Award nach Hause gehen?

Bester Film

Wie erwähnt, finden sich unter den diesjährigen Nominierten für den Besten Film die gleichen Namen wieder, wie bei den Nominierungen für die Golden Globes. Jedoch haben bei den Academy Awards weniger Komödien und Musicals, als vielmehr Dramen Chancen auf die Trophäe. So sind, wie fast nicht anders erwartet, "Michael Clayton", "No Country For Old Men", "There Will Be Blood" und Golden Globe-Preisträger "Abbitte" nominiert worden.

Einzige Überraschung: auch "Juno" kam unter die besten Fünf. Obwohl Jason Reitmans Independentfilm von den Kritikern hoch gelobt wurde, hatte man der Komödie nicht wirklich reale Chancen eingeräumt. Umso größer das Erstaunen, dass "Juno" es zu einer (verdienten) Nominierung in dieser Kategorie geschafft hat.

Welcher Film die besten Chancen auf den Oscar hat, das ist wie immer sehr schwer zu sagen: "Abbitte" hat bereits den Globe und könnte sich den Oscar auch dazuholen, die anderen drei Dramen haben allerdings ebenfalls viel Potential. Man könnte sich auch für den Außenseiter entscheiden und "Juno" auswählen. Spannend also bleibt es im Rennen um den Oscar.

Bester Hauptdarsteller

Auch in diesem Jahr lagen wir mit unserem Special zu den diesjährigen Oscarkandidaten wieder nicht schlecht. Vier von den fünf Nominierten hatten wir auf der Liste vermutet. So George Clooney, Daniel Day-Lewis, Johnny Depp und Viggo Mortensen. Clooney erhält die Nominierung für seine Leistung in "Michael Clayton", Daniel Day-Lewis hat für seine Rolle des Daniel Plainview in "There Will Be Blood" bereits den Golden Globe mit nach Hause nehmen dürfen. Johnny Depp erhält die Nominierung für seine Darstellung des "Sweeney Todd", für die er ebenfalls den Golden Globe erhalten hatte. Viggo Mortensen wird für die Darstellung in "Tödliche Verbrechen" nominiert. Die Überraschung der Hauptdarsteller ist Tommy Lee Jones, der für seine Rolle in dem Anfang März bei uns anlaufenden Drama "Im Tal von Elah" nominiert wurde.

Bester Hauptdarstellerin

Auch in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" lagen wir in diesem Jahr mit vier von fünf Kandidaten gut im Rennen. Cate Blanchett erhielt eine Nominierung für ihre Darstellung der Elizabeth I in dem Epos "Elizabeth - Das goldene Königreich". Julie Christie überzeugte mit ihrer Darstellung der Fiona Anderson in dem Drama "An ihrer Seite". Für diese Rolle erhielt sie bereits den Golden Globe. Ebenfalls mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde Marion Cotillard für ihre Darstellung in "La Vie en Rose". Somit geht auch sie als Anwärterin auf die Trophäe ins Rennen. Ellen Page wurde für ihre Darstellung der "Juno" ebenfalls für den Oscar nominiert. Etwas überraschend auf der Liste steht Laura Linney, die zuvor schon zweimal für den Oscar nominiert war, ihn aber noch nie mit nach Hause nehmen konnte. Ihre Darstellung in "The Savages" wurde mit einer Nominierung bedacht.

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