Bewertung: 8
Robert Rodriguez, Ethan Maniquis

Machete

"I absolve you of all your sins. Now, get the fuck out!"

Foto: Copyright: 2010 Sony Pictures Releasing GmbH
© 2010 Sony Pictures Releasing GmbH

Inhalt

Der Geschäftsmann Michael Booth (Jeff Fahey) ordert den Auftragskiller Machete Cortez (Danny Trejo) zu sich, um ihm ein Angebot zu unterbreiten. Für 150,000 Dollar soll er den Senator McLaughlin (Robert De Niro) bei einer Rede erschießen. Als Machete sein Ziel ins Visier nimmt, stellt er fest, dass er selbst Ziel eines Scharfschützen ist und wird getroffen. Verwundet flieht er in ein örtliches Krankenhaus, wo er von Freunden versorgt wird. Um erst einmal wieder zu Kräften zu kommen, muss Machete jedoch fliehen, um anschließend Rache an allen zu nehmen, die ihm dieses Leid zugefügt haben. Zu seinen Komplizen gehört der geistliche Cortez (Cheech Marin) und die hübsche Revolutionärin Luz (Michelle Rodriguez).

An den Behörden ist Machete auch nicht gänzlich vorbei gegangen. Sie setzen die Agentin Yvette Sartana (Jessica Alba) auf ihn an. Schnell muss sie aber feststellen, dass Machete nicht der Böse ist, sondern vielmehr der Mörder von Machetes Frau Torrez (Steven Seagal).

Kritik

Lange musste Danny Trejo ("Predators") mit Robert Rodriguez ("Sin City") darum kämpfen, damit dieser endlich sein herzallerliebstes Projekt in die Wirklichkeit umsetzt. Schließlich wäre dies Trejos erste wirkliche Hauptrolle, in der er sich profilieren kann. Entstanden ist ein Film, der gnadenloser als Scorsese ("Shutter Island") und brutaler als Tarantino ("Inglourious Basterds") ist. Der dafür nötige Spaß darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen, und wer Realismus sucht, ist hier deutlich fehl am Platz! Dieser Film ist vorabgesagt einfach absolut umwerfend.

Was Machete seinen Namen verdankt, ist nicht seine Einfachheit, Frauen um den Finger zu wickeln und auch nicht seine Begabung, Feinde aufzuspüren. Nein, es ist seine Lieblingswaffe: die Machete. Damit eliminiert er in der Regel alle seine Feinde, wenn er nicht zur konventionellen Art - der Schusswaffe - genötigt wird. Was natürlich klasse von Robert Rodriguez eingefädelt wurde, sind Machetes Feinde, allen voran der Actionheld Steven Seagal ("The Patriot"), welcher ganz klar in "The Expendables" vermisst wurde. Zwar erhielt Seagal eine Rolle, die nicht wirklich zu ihm passt - die des Bösewichts -, aber sein Auftritt ist für echte Actionfans ein Genuss.

Ebenso toll wie einfallsreich war es, die beiden Darsteller Cheech Marin ("Lost") und Don Johnson ("When in Rome") in diesen Film zu integrieren. Die beiden waren einst Partner in der Erfolgsserie "Nash Bridges", an das sich viele Männerherzen noch gut zurückerinnern können. Was die Männerherzen auch noch zum Pochen bringt, sind die umherfliegenden Körperteile, das viele Blut, und die zahlreichen schönen Frauen. Lindsay Lohan ("Girls Club - Vorsicht bissig!"), die in den letzten Jahren einen etwas anderen Lebensstil verfolgt hat, darf man sogar kurz oben ohne bewundern. Dagegen haben die beiden kulturell angeseheneren Schauspielerinnen Jessica Alba ("Valentinstag") und Michelle Rodriguez ("Avatar - Aufbruch nach Pandora") es nicht nötig, sich hier willentlich völlig zu entblößen, auch wenn der Reiz bestehen würde. Ihre Rollen in diesem Film sind relativ einfach gespickt. Sie agieren in den weiblichen Rollen der starken kämpfenden Komplizinnen von Machete. Gut möglich, dass sie seinem Charme und Körper verfallen sind.

Viele komödiantische Stellen verdankt dieser Film aber Robert De Niro ("Everybody's Fine"), welcher irgendwie gar nicht in die Rolle des erzkonservativen Senators passt. Aber das ist wohl exakt das, was Rodriguez vorgehabt hatte. Zumal er mit diesem neuen, etwas anderen Helden eine Kultfigur geschaffen hat. Das ganze verpackt in einem dem alten Western ähnelnden Latino-Kanonenschlag!

Fazit

Ein Film ab 18? Nichts wie rein in diesen erbarmungslosen, mit Kultschauspielern besetzten, neuartigen Blutrausch, welcher nie eine Pause zu finden scheint und bei dem die Langeweile nie einsetzt.

Ignat Kress - myFanbase
11.10.2010

Diskussion zu diesem Film