Bewertung: 5
Garry Marshall

Valentinstag

A Love Story. More or Less.

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Inhalt

Es ist Valentinstag in Los Angeles und die Verliebten in der Stadt bereiten sich auf den Tag vor. Hochsaison für Florist Reed Bennett (Ashton Kutcher), bei dem es heute aber nicht nur im Geschäft gut läuft. Er hat am Morgen erst seiner Freundin Morley (Jessica Alba) einen Heiratsantrag gemacht und hofft nun auf eine Zukunft mit ihr. Während sich Morley aber weniger sicher ist, hat Reeds beste Freundin Julia (Jennifer Garner) ganz andere Sorgen. Sie in den vielbeschäftigten Chirurgen Harrison (Patrick Dempsey) verknallt, der jedoch den Valentinstag in San Fransisco verbringen will. Julia will ihm prompt folgen.

Unterdessen hat der erfolglose Sportreporter Kelvin (Jamie Foxx) von seiner Chefin (Kathy Bates) den Auftrag erhalten, Anekdoten vom Tag der Liebe zu sammeln und diese dann aufzuzeichnen. Für die Sekretärin Liz (Anne Hathaway) ist der Tag nicht nur etwas Besonderes, da sie in ihrem neuen Freund (Topher Grace) vielleicht die große Liebe gefunden hat, sondern auch da ihr Handy den ganzen Tag klingelt. Nebenberuflich arbeitet sie nämlich für eine Sexhotline, die am Valentinstag Hochkonjunktur hat. Für den Profibaseballer Sean Jackson (Eric Dane), dessen Vertrag bald ausläuft, wird dies der Tag der Wahrheit, während sich im Flugzeug die Soldatin Kate (Julia Roberts) und Holden (Bradley Cooper) richtig gut verstehen und die Teenager Felicia (Taylor Swift), Willy (Taylor Lautner), Alex (Carter Jenkins) und Grace (Emma Roberts) auf der Highschool mit ihrer noch jungen Liebe zu kämpfen haben...

Kritik

Nach dem heiligen Valentin benannt, wurde der Valentinstag nicht immer so gefeiert wie heute. Früher bestand er darin, die "Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit" zu feiern. Heute ist er nicht allein dank der großen Floristikketten und der reichlichen Werbung aus dem Merchandisegeschäft wohl der inoffizielle Feiertag des Jahres geworden, der Herzen bricht und Liebe zeigen kann. Also höchste Zeit ihm einen ganzen Film zu widmen, oder?

Nach dem Erfolgsfilm "Er steht einfach nicht auf dich" haben sich die Autoren mit diesem Film nicht unbedingt etwas Neues ausgedacht. Wieder in kleinen Episoden werden die Geschichten unterschiedlicher Paare erzählt, die am Ende dann doch irgendwie eine Verbindung haben. Obwohl diese Verbindungen hier eher lächerlich sind. Das Script ist dabei nicht unbedingt gelungener als das des Vorgängers, obwohl hier ein paar Dinge besser gemacht wurden. So gibt es in "Valentinstag" zumindest eine Storyline, die genügend Platz und Raum bekommt, damit der Zuschauer zumindest teilweise mit den Beteiligten warm werden kann und schließlich sogar ein bisschen mit ihnen mitfiebert. Die Rede ist dabei von der Geschichte rund um Julia und Reed, die zwar um einiges zu schnell voranschreitet, aber doch irgendwie sehr süß gestaltet ist und zumindest ein bisschen Valentinstaggefühle zum Zuschauer transportieren kann.

Beim Großteil der anderen Storylines gelingt dies weniger. Die Geschichte der beiden Schüler Samantha und Tyler wäre ohne die Namen Taylor Swift und Taylor Lautner wohl nur für den Cutter eine Freude gewesen, während es dennoch einige kleine Highlights gibt. Eines davon ist die Liebe von Altlady Shirley MacLaine und Garry-Marshall-Urgestein Hector Elizondo, die dem Zuschauer wirklich einmal ein Lächeln auf den Mund zaubert. Die übrigen Geschichten plätschern so vor sich hin und werden erzählt, während es manchmal tatsächlich eine kleine Überraschung für den Zuschauer gibt.

Für das schlechte Drehbuch kann ein Regisseur ja oftmals wenig und so ist es dem großen Garry Marshall wohl zu verdanken, dass dieser Film überhaupt sehenswert geworden ist. Denn dieser große Name hat es nicht nur geschafft, die beste Inszenierung aus dem vorhandenen Skript herauszuholen und die Stadt Los Angeles als weiteren Hauptdarsteller hervorragend aussehen zu lassen, sondern auch die großen Namen Hollywoods für diesen Film vor die Kamera zu holen.

Bei dem Skript ist es fast ein Wunder, dass sich diese enorme Masse an Hollywoodstars für diesen Film begeistern konnte. Von Julia Roberts bis Shirley MacLaine, von Topher Grace bis Ashton Kutcher - die Namen lesen sich beinahe wie die Einladung zu einer InStyle-Party. Dank der schön verteilten Aufmerksamkeit in dem Film werden die Dreharbeiten wohl für die wenigsten von ihnen ein großer zeitlicher Aufwand gewesen sein und doch ist es für den Film nur förderlich, diese Besetzung zu haben. Alle von ihnen spielen gut, obwohl keiner positiv oder negativ auffällt. Jennifer Garner und Ashton Kutcher hatten dabei die meiste Arbeit und die meiste Screentime und meistern diese Aufgabe auch gut.

Fazit

Ein bisschen mehr hätte man bei diesem Cast schon erwarten können. Die Geschichten sind süß und nett anzusehen, mehr aber nicht. Ein netter Film mit viel Liebe und wenig Herzschmerz.

Eva Klose - myFanbase
13.02.2010

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