Bewertung: 8

X-Men

"Mutationen sind der Schlüssel zu unserer Evolution. Sie haben es uns ermöglicht, uns von einzelligen Organismen zur komplexesten Spezies auf dem Planeten zu entwickeln. Anna PaquinDieser Prozess erstreckt sich gewöhnlich über große Zeiträume, aber alle paar Jahrtausende macht die Evolution einen Sprung nach vorne."

Charles Xavier

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Die Mutanten haben ihre Kräfte also der Evolution zu verdanken. Marie (Anna Paquin) und Logan (Hugh Jackman) sind eben solche "neuen Menschen". Marie hat eine außergewöhnliche Gabe: wenn sie einen Menschen berührt, saugt sie dessen Leben aus und, wie sich später herausstellt, kann sie auch Kräfte absorbieren. Sie erkennt die Gefährlichkeit ihrer Gabe und stößt wenig später bei ihrer Flucht auf Logan, der mit seinen Fähigkeiten ein Kampfturnier nach dem anderen gewinnt. Auf der Fahrt der beiden werden sie von Sabertooth (Tyler Mane) attackiert, doch die "X-Men" kommen ihnen zur Hilfe und bringen die beiden in die Schule für Begabte. Dort stößt Logan sehr bald auf Charles Xavier. Er ist bereit, mehr über Logans Vergangenheit herauszufinden, wenn er dafür in der Mansion bleibt.

Auf der anderen Seite hat Eric Lehnsherr (Ian McKellen), auch Magneto genannt, einen teuflischen Plan: er will die gesamte Menschheit in Mutanten verwandeln! Grund dafür ist, dass ein neues Gesetz, initiiert von Senator Kelly (Bruce Davison), beschlossen werden soll, durch welches jeder Mutant registriert wird.

Kritik

Gesellschaftskritik... das ist das Wort, welches einem sofort einfällt, wenn man sich "X-Men" ansieht. Diese Kritik zeigt sich in vielerlei Formen, zum Beispiel darin, wie die Minderheiten gezeigt und behandelt werden. Im zweiten Teil der Trilogie wird dieses Problem noch viel deutlicher.

Kein Wunder also, dass der "Böse" Magneto auf die Idee kommt, diese Ungleichbehandlung ein für alle Mal aus dem Weg zu schaffen. Er selbst hat besonders viel Erfahrung mit der Stigmatisierung von Menschen. Seine Familie, alles Juden, wurde in der NS-Zeit vor seinen Augen weggebracht und wahrscheinlich getötet. Dieses Ereignis hat ihn sehr geprägt und natürlich schwört er Rache an den Menschen für diese schreckliche Tat.

Die Frage aber ist: Lohnt es sich wirklich, alle Menschen in Mutanten zu verwandeln, damit es Gerechtigkeit auf der Welt gibt? Entsteht dadurch nicht selbst wieder Ungerechtigkeit in irgendeiner Art und Weise?

Natürlich stellt sich heraus, dass die Idee von Eric nicht so toll ist, wie er glaubt, denn als er den Senator Kelly, den härteste Gegner der Mutanten, selbst in einen seiner Gegner verwandelt, hat dieser zwar Kräfte, aber stirbt einige Zeit später in der Schule für Begabte, in die er flüchten kann.

Abgesehen von dieser Story gibt es noch den Handlungsbogen der X-Men selbst. Dieser Vereinigung von Superhelden, die gegen das Böse kämpfen, schließen sich Marie - nun Rogue genannt - und Logan - nun Wolverine genannt - an. Rogue wird entführt und der Rest der X-Men versucht, Magneto zu stoppen, der nicht weiß, dass alle Menschen bei seiner Tat draufgingen.

Also stellt euch selbst die Frage, auf welcher Seite ihr steht: Wollt ihr, dass alle "Verbrecher" gekennzeichnet werden oder dass sie, wie jeder andere auch, ihren freien Willen behalten dürfen?

Nochmal die Fähigkeiten der einzelnen Mutanten im Film aufgelistet:
- Wolverine: Selbstheilungskräfte und Klauen aus Stahl
- Charles Xavier: Gedankenlesen und -manipulation
- Magneto: Metallbeherrschung
- Jean Grey (Famke Janssen): Telekinese und Anfänge von Gedankenlesen
- Cyclops (James Marsden): Augen-Laserstrahlen
- Storm (Halle Berry): Wetterbeherrschung
- Rogue: Energieabsorbierung
- Mystique (Rebecca Romijn-Stamos): Gestaltwandler
- Iceman (Shawn Ashmore): Erzeugung von Eis
- Sabertooth (Tyler Mane): Selbstheilung, verstärkte Sinne, Klauen und Zähne wie ein Säbelzahntiger
- Toad (Ray Park): Wandkletterer, Supersprünge und lange Zunge, die giftigen Schleim verbreitet
- Senator Kelly nach Verwandlung: Biegsamkeit

Fazit

"X-Men" ist zwar ein Superheldenfilm, aber keiner der normalen Sorte. Hier wird sehr viel Wert auf die Emotionen der weiter entwickelten Menschen gelegt, wodurch die Action etwas zu kurz kommt, was aber keinen echten Nachteil darstellt. Bryan Singer und seinem Team ist ein Meisterwerk gelungen, welches durch die Fortsetzung sogar noch getoppt werden konnte. Man kann sagen, dass "X-Men" den Grundstein für die vielen darauf folgenden Filme dieses Genres gelegt hat.

Elsa Claus - myFanbase
21.07.2007

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