Episode: #1.09 Leben wider Willen

Der legendäre Jazzmusiker John Henry Giles wird ins Krankenhaus eingeliefert. Er leidet an einem fortgeschrittenen Stadium der ALS (Amyotrope Lateralsklerose) und ist bereit, zu sterben. House jedoch widersetzt sich der Patientenverfügung und will ihn noch nicht sterben lassen. Nachdem sich die Krankheit immer mehr verschlimmert hat, tritt plötzlich eine Besserung ein - die sich keiner erklären kann.

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Foto: Lisa Edelstein, Dr. House - Copyright: 2004 FOX BROADCASTING COMPANY; Nigel Parry/FOX
Lisa Edelstein, Dr. House
© 2004 FOX BROADCASTING COMPANY; Nigel Parry/FOX

Der Musiker John Henry Giles wird ins Krankenhaus eingeliefert – bei einer Jamsession litt er plötzlich an starker Atemnot. House interessiert sich für den Fall, da er erfahren hat, dass Henry seit zwei Jahren aus unbekannten Gründen gelähmt ist. Cuddy erklärt ihm jedoch, dass Foreman den Fall leiten wird.

Foreman beschließt, die Pneumonie, die die Atemnot verursacht haben könnte, mit Breitspektrumantibiotika zu behandeln und ordnet einige weitere Tests an. House dagegen möchte auch noch der Lähmung auf den Grund gehen. Giles' Arzt hatte ALS als Ursache diagnostiziert – Amyotrophe Lateralsklerose, bei der die Nervenfasern, die für die Kontrolle der Motorik zuständig sind, absterben und so zu einer Lähmung und schließlich zum Tod führen. House gibt sich mit der Diagnose jedoch nicht zufrieden, da auf ALS nicht getestet werden kann. ALS wird also nur durch das Ausschlussverfahren festgestellt.

Giles setzt unterdessen Foreman in Kenntnis, dass er eine Patientenverfügung unterschreiben möchte, die den Ärzten verbietet, ihn bei Komplikationen wieder zu beleben. Foreman nimmt sich dennoch Houses Vorschlag zu Herzen und beginnt eine Therapie mit IVIG (intravenöse Immunglobuline).

Während House einen Patienten in der Ambulanz behandelt, der anscheinend seine Diabetes ignoriert und von ihm Viagra verlangt, erreicht ihn ein Notruf wegen Giles. Sein Zustand hat sich aufgrund der IVIG-Therapie dramatisch verschlechtert, eine Intubation kommt wegen der Patientenverfügung allerdings nicht in Frage. House ist nicht bereit, seinen Patienten aufzugeben und setzt sich über die Verfügung hinweg.

Kurz danach erhält er auch schon eine einstweilige Verfügung, dass er sich dem Patienten nicht mehr nähern darf. Außerdem wird er wegen Körperverletzung angeklagt. House erfährt außerdem, dass Dr. Hamilton unterwegs ist, der den Patienten von der Beatmungsmaschine nehmen soll.

House ersucht das Gericht um eine Notfallanhöhrung, um einen Beschluss zu erwirken, dass Giles weiterhin beatmet wird. Er erreicht diese sogar und will die Behandlung fortführen. Dabei trifft er auf Giles' Arzt - Dr. Marty Hamilton - der ihm erzählt, dass alle Anklagen fallen gelassen wurden und somit auch Houses Gerichtsurteil nicht mehr gültig ist.

Er schaltet das Beatmungsgerät ab, doch wider erwarten atmet Giles weiter. Allerdings ist einer seiner Arme jetzt gelähmt. House sucht den Patienten auf und spricht noch einmal mit ihm, bittet ihn, nicht aufzugeben. Giles jedoch hat mit seinem Leben bereits abgeschlossen und so beschließt House, ihn selbst weiter zu behandeln.

Hamilton bietet unterdessen seinem ehemaligen Schüler Foreman an, wieder nach L.A. zu kommen, um mit ihm zu arbeiten. Foreman fühlt sich geschmeichelt, fragt sich jedoch, ob House ihn so einfach aus seinem Vertrag entlassen würde.

Durch das Angiogramm findet das Team ein Blutgerinnsel, das für die Lähmung am Arm verantwortlich ist. Da der Patient keine Medikamente einnehmen will, bleibt nur die Möglichkeit einer Operation übrig.

Chase und Cameron operieren den Patienten, während Foreman mit House über das neue Angebot spricht. Er wirft House vor, nicht genügend Menschlichkeit für den Beruf mitzubringen. Dann werden sie zu Giles gerufen, der durch die OP die Funktion seines Armes zurück erhalten hat. Außerdem spürt er plötzlich wieder etwas in seinen Beinen.

House will herausfinden, welche Medikamente ihm plötzlich helfen und beschließt, alle neu hinzugefügten abzusetzen und dann eines nach dem anderen wieder anzusetzen. Tatsächlich geht es Giles danach zunächst wieder schlechter. House ordnet ein MRT an, auf dem Chase und Cameron dann die wahre Ursache für die Lähmung entdecken: AVM (arteriovenous malformation) – durch die Steroide, die dem Patienten gegeben wurden, wurde sie letztendlich sichtbar.

Durch eine weitere Operation erlangt Giles schließlich die Funktion seiner Beine zurück. Als er entlassen wird, bedankt er sich bei House, dass er so hartnäckig den Fall verfolgt hat.

Melanie Wolff - myFanbase


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Enddiagnose

AVM - arterio-venöse Fehlfunktion im Herz