Besondere Episoden der Serie

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Auf insgesamt 180 Episoden brachten es die "Desperate Housewives" und da ist es natürlich mehr oder weniger selbstverständlich, dass nicht jede Folge nach dem altbekannten Schema verlief bzw. manche Episoden etwas Besonderes für die Zuschauer bereithielten. Natürlich sind damit unter anderem die Episoden gemeint, in denen die Wisteria Lane von der ein oder anderen katastrophalen Tragödie ereilt wird - die von einigen als "Desasterepisoden" titulierten Folgen also, die, abgesehen von der achten Staffel, seit Runde 3 fester Bestandteil innerhalb einer Staffel waren. Doch auch andere Episoden reihen sich in die Liste der besonderen Folgen der Serie ein, in etwa Episoden, die mit zahlreichen Rückblenden gespickt sind oder aufgrund anderer Details irgendwie herausstechen. Genau diesen Episoden widmen wir uns an dieser Stelle chronologisch. Wir erinnern uns noch einmal daran, was an diesen Folgen so besonders war und auch, ob das Gezeigte überhaupt überzeugen konnte.


#2.23 Erinnerungen (Remember)


Foto: Copyright: 2004 Buena Vista Home Entertainment, Inc. und Touchstone Television
© 2004 Buena Vista Home Entertainment, Inc. und Touchstone Television

Die erste Episode, die zu den wirklich besonderen Episoden der Serie gezählt werden darf, ist das Staffelfinale der zweiten Staffel. Grund hierfür sind die zahlreichen Rückblenden, die die Folge beinhaltet. Natürlich gibt es auch schon andere Episoden, besonders in Staffel 1, in denen man immer wieder kurze Szenen aus der Vergangenheit zu sehen bekommt, um dem Geheimnis von Mary Alice auf die Spur zu kommen. Das Besondere an #2.23 ist jedoch, dass uns in dieser Folge gezeigt wird, wie die vier Protagonistinnen in die Wisteria Lane zogen. Noch dazu dienen die zahlreichen Flashbacks dazu, das Leben jeder einzelnen Hausfrau mit dem Leben ihrer Vergangenheit zu vergleichen. Herausragend ist dabei das Ende der Episode, als Mary Alice zu ihrer obligatorischen Schlussrede ansetzt. Die dabei gezeigten Szenen sind fast allesamt vergangene Momente, die zeigen, wie die vier Hausfrauen glücklich ihrem neuen Leben in der Wisteria Lane entgegenblicken. Die bittere Ironie für den Zuschauer ist dabei, dass man selbst schon weiß, dass ihnen ein sorgenfreies Leben verwehrt bleiben wird. So sieht man, wie sich Gabrielle und Carlos glücklich vor ihrem neuen Haus küssen, während Gabrielle in der Gegenwart gerade erst herausfand, dass Carlos sie betrogen hat. Auch sieht man, wie Bree und Rex zufrieden zusehen, wie die Möbelpacker ihre Sachen ins neue Haus tragen, während Rex in der Gegenwart schon lange tot ist. Erfreulich ist auch das Wiedersehen mit Charakteren wie Rex, George Williams und John Rowland Insgesamt ist #2.23 Erinnerungen also nicht nur die erste Folge der Serie, die wirklich absolut aus dem üblichen Schema herausritt, sondern gleichzeitig auch eine der besten, interessantesten und wehmütigsten Episoden der Serie.


#3.07 Peng (Bang)


In der dritten Staffel kam es zur ersten von insgesamt fünf Folgen, denen man wertungsfrei den Titel "Desasterepisoden" verpasste. Im Falle von #3.07 Peng ist die "Katastrophe" ein Geiseldrama in einem örtlichen Supermarkt, der von der Hausfrau Carolyn Bigsby ausgeht, die mit dem Ehebruch ihres Mannes nicht sonderlich entspannt umzugehen scheint. Die Episode besticht nicht nur durch die extrem spannende Ausgangssituation, da sich schließlich auch Lynette unter den Geiseln befindet, sondern auch durch die ausbalancierte Inszenierung, da trotz der Tragödie immer wieder Momente kommen, die herrlich anzuschauen sind, wie etwa Carolyns Telefonat mit einer ihrer Freundinnen, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht weiß, dass Carolyn gerade zahlreiche Menschen mit einem Revolver bedroht. Außerdem enthält die Episode auch noch eine extrem interessante Komponente, da plötzlich auch wieder der Selbstmord von Mary Alice eine Rolle spielt. Denn in der Episode erfährt man, dass Lynette an Mary Alices letzten Tag auf Erden noch einmal mit ihr sprach und zwar bemerkte, dass irgendetwas nicht stimmte, jedoch nicht weiter nachfragte, weshalb sie sich immer wieder Vorwürfe machte. Am Ende der Episode werden die Zuschauer dann jedoch Zeugen einer Traumsequenz, in der Mary Alice Lynette verzeiht, indem sie ihr verdeutlicht, dass sie keinerlei Schuld an ihrem Tod trägt. Diese herzzerreißende Szene ist das i-Tüpfelchen dieses Highlights, in dem mit Carolyn Bigsby und Nora Huntington zwei nicht ganz unwichtige Charaktere das Zeitliche segnen müssen und auf allen Ebenen zu überzeugen weiß. Daher ist auch für viele Zuschauer und Kritiker #3.07 die beste Episode der gesamten Serien.


#3.16 Männer sind Schweine (My Husband, the Pig)


Foto: Ricardo Antonio Chavira, Desperate Housewives - Copyright: 2004 Buena Vista Home Entertainment, Inc. und Touchstone Television
Ricardo Antonio Chavira, Desperate Housewives
© 2004 Buena Vista Home Entertainment, Inc. und Touchstone Television

Viel gibt es über diese Episode nicht zu erzählen, schließlich gibt es weder Rückblenden, noch besondere Ereignisse. Die Episode sticht aber dennoch hervor, da sich die gesamte Folge auf die Männer der Hausfrauen konzentriert und aus deren Sichtweise erzählt wird. Deshalb muss Mary Alice auch da erste Mal in der Geschichte der Serie ihre Rolle als Erzählerin abgeben. Stattdessen wird die Folge von Brees verstorbenem Ehemann Rex kommentiert, was eine interessante und stellenweise sehr witzige Angelegenheit ist, zumal er an das Ganze weniger objektiv herangeht als Mary Alice und so beispielsweise seine Meinung zum neuen Ehemann seiner ehemaligen Frau kundgibt. Im Übrigen ist dies auch die erste Folge der Serie, in der Bree nicht zu sehen ist, da Darstellerin Marcia Cross aufgrund ihrer Zwillingsschwangerschaft für die zweite Hälfte der Staffel nicht zu Verfügung stand und erst im Finale der dritten Staffel wieder zurückkehrte.


#4.09 Tornado (Something's Coming)


Was in der dritten Staffel #3.07 Peng ist, ist in der vierten Staffel die Episode #4.09 Tornado. Und wie es der deutsche Titel auch schon vorweg nimmt, wird die Wisteria Lane in dieser Folge von einem mächtigen Tornado heimgesucht, der enorme Schäden anrichtet. Spannungstechnisch kann zwar definitiv nicht das Niveau der Katastrophenfolge der dritten Staffel erreicht werden, aber dennoch zählt #4.09 wohl zu einem der Höhepunkte von "Desperate Housewives", da man sich sichtlich Mühe gegeben hat, die ganze Situation so realistisch wie möglich darzustellen und gleichzeitig auch nicht am Geld sparte. Das komplette Set wurde von Marc Cherry persönlich mithilfe einer Windmaschine zerstört und die Schlussszene, in der Lynette schreiend durch die völlig verwüstete Wisteria Lane auf das eingestürzte Haus zurennt, in dem sich Tom und ihre Kinder befinden, geht noch heute durch Mark und Bein. Außerdem war dies die letzte Folge, in der Ida Greenberg zu sehen war. Die skurrile alte Nachbarin, die seit Staffel Eins regelmäßig für witzige Momente sorgte, stirbt bei dem Tornado, ebenso wie Gabrielles Ehemann Victor Lang. Mit über 20 Millionen Zuschauern war die Episode die erfolgreichste seit #3.10 Eskalation und die letzte Folge in der Geschichte der Serie, die die 20 Millionen-Marke überschritt.


#4.17 Befreiung (Free)


Foto: Dana Delany, Desperate Housewives - Copyright: 2010 ABC Studios
Dana Delany, Desperate Housewives
© 2010 ABC Studios

Ein Großteil des Finales der vierten Staffel verläuft im Grunde genommen für "Desperate Housewives"-Verhältnisse absolut normal: ein Geiseldrama (Geiselnehmer diesmal: Katherines Ex-Ehemann Wayne Davis; Geiseln: Bree und Katherine), ein größeres Rahmenereignis (die Hochzeit von Bob und Lee), zahlreiche Rückblenden zur Aufklärung des Staffelgeheimnisses und natürlich Tote, diesmal in Form von Wayne Davis und Ellie Leonard. Doch das Ende der Episode sollte die Weichen für den kompletten Rest der Serie legen, denn in den letzten Minuten springt die Serie fünf Jahre in die Zukunft und zeigt, wie sich das Leben der Hausfrauen verändert hat. Natürlich beinhaltet das Ganze teils richtige Schocker bzw. Überraschungen. Die größte Überraschung war dabei wohl die Tatsache, dass die vermeintlich unfruchtbare Gabrielle plötzlich Mutter zweier Töchter ist sowie die finale Szene, in der Susan einen Mann küsst, der nicht Mike ist. Mit dieser Folge veränderte sich die Serie somit radikal und zugegebener Weise muss man auch sagen, dass seit dem Fünf-Jahres-Zeitsprung die Qualität der Serie für einige kontinuierlich abnahm. Wie dem auch sei: Mit dem gewaltigen Zeitsprung und der damit verbundenen Verabschiedung einiger Charaktere und Darsteller, ist #4.17 ein großer Einschnitt innerhalb der Serie und muss daher zu den besonderen Episoden dazugezählt werden.


#5.08 Stadt in Flammen (City On Fire)


In der fünften Staffel ist der Brand in einem Nachtclub, in dem sich sämtliche Protagonisten befinden, das, was in den vorherigen Staffeln die Geiselnahme und der Tornado sind. Allerdings fällt der von Dave Williams gelegte Brand weniger dramatisch aus als erwartet, was vielleicht auch daran liegt, dass die Katastrophe erst in den letzten Minuten der Folge stattfindet und dementsprechend eigentlich wenig Platz einnimmt. Daher ist #5.08 Stadt in Flammen rückblickend betrachtet wohl die schwächste aus der "Katastrophen"-Rubrik, was durchaus auch zur gesamten Staffel passt.


#5.13 Der beste Handwerker aller Zeiten (The Best Thing That Ever Could Have Happened)


Die dreizehnte Episode der fünften Staffel ist gleichzeitig die 100. Folge der gesamten Serie. Und weil solch eine Folge ja immer etwas Besonderes sein soll, entschied man sich, die damals aktuellen Handlungen auf Eis zu legen und den Zuschauer dafür ein wenig in Nostalgie schwelgen zu lassen, indem man die Folge mit zahlreichen neu gedrehten Szenen aus der Vergangenheit der Hausfrauen spickte. Grund für das Schwelgen in der Vergangenheit ist der Tod des beliebten Handwerkers Eli Sruggs, der an seinem letzten Arbeitstag einen Herzinfarkt auf Susans Dach erleidet. Also gedenken die Freundinnen ihren schönsten Momenten mit Eli zurück, wodurch es beispielsweise nicht nur zu einem Wiedersehen mit Rex, Martha Huber und Yao Lin kommt, sondern auch Mary Alice wieder zu sehen, anstatt nur zu hören ist. Definitiv eine nette, wenn auch nicht spektakuläre Weise, ein großes Jubiläum zu zelebrieren.


#5.19 Die letzte Ruhestätte (Look Into Their Eyes And You See What They Know)


Noch in der selben Staffel gibt es mit #5.19 Die letzte Ruhestätte eine Episode, die überraschend große Ähnlichkeiten mit #5.13 aufweist. Wieder gedenken die vier Freundinnen nämlich einem verstorbenen Menschen und wieder bekommen wir Zuschauer dabei Szenen zu sehen, die noch ungesehene Momente aus der Vergangenheit zeigen. Große Relevanz bekommt die Folge aber dadurch, dass es sich bei dem verstorbenen Charakter diesmal um Edie Britt handelt, die seit Beginn der Serie fester Bestandteil der Wisteria Lane war. Um sich von diesem bei den Fans beliebten Charakter auch gebührend zu verabschieden, steht sie nicht nur im Fokus der ganzen Flashbacks, sondern ihr wird auch die Ehre zuteil, das Geschehene der Episode zu kommentieren, sodass Mary Alice zum zweiten und letzten Mal in der Serie ihre Rolle als Erzählerin abgeben muss. Zahlreiche Rückblenden, der Tod eines wichtigen Charakters und eine Mary Alice, die mal nichts zu sagen hatte, machen also auch diese Episode zu einer "Desperate Housewives"-Folge der besonderen anderen Art.


#6.10 Der große Krach (Boom Crunch)


Foto: Copyright: 2010 ABC Studios
© 2010 ABC Studios

Auch in der sechsten Staffel bleibt die Wisteria Lane nicht von einer größeren Katastrophe verschont. Diesmal ist es ein Kleinflugzeug, das während einer Weihnachtsfeier über der Straße abstürzt und geradewegs in die Feierlichkeiten hineinrast. Zwar fällt das Ganze im Vergleich zu #3.07 und #4.09 ebenfalls ein wenig unspektakulär aus. Anders als der Brand in der fünften Staffel, hatten die Ereignisse dieser Episode aber nachhaltigere Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Besonders der Verlust von Lynettes ungeborenen Baby sowie der Tod des langjährigen Charakters Karl Mayer bleiben hierbei zu erwähnen.


#6.11 Was wäre, wenn ... (If ...)


Foto: Copyright: 2010 ABC Studios
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Eine Folge nach der Flugzeugkatastrophe kommt die Serie mit einer Episode daher, die ein für die Serie einmaliges Stilmittel benutzt, nämlich Traum- bzw. Gedankensequenzen, die allesamt mit der Frage "Was wäre, wenn..." eingeleitet werden. So träumt Bree beispielsweise davon, wie ihr Leben verlaufen wäre, wäre Karl nicht gestorben. Susan philosophiert über ihr mögliches Leben, das sie gehabt hätte, hätte sie sich nicht von Karl scheiden lassen. Gaby träumt hingegen davon, was wäre, sollte ihre kleinste Tochter berühmt werden und Lynette plagen Gedanken daran, was wäre, sollte ihr ungeborenes Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen. Manche dieser Ideen sind witzig mit anzusehen, wie bspw. Teri Hatcher im Fatsuit, andere sehr ergreifend, wie Lynettes Szenen, und wiederum andere ein wenig sinnlos und nicht sonderlich unterhaltsam (besonders Gabys Part). Aber letztendlich bleibt die Episode als eine besondere in Erinnerung, da eine solche Folge ein einmaliges Erlebnis innerhalb der Serie blieb.


#6.20 Entstehung eines Monsters (Epiphany)


Foto: Copyright: ABC Studios
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Definitiv nicht einmalig blieb hingegen das Stilmittel der neu inszenierten Rückblenden, denn auch in der sechsten Staffel kreierte man eine Episode, die einen aufgrund ihrer Machart sehr stark an #5.13 und #5.19 erinnerte. In #6.20 Entstehung eines Monsters bekommt man schließlich wieder Unmengen an Rückblenden aufgetischt, die sich jeweils um eine der Hausfrauen drehen. Zweck dieser Folge soll es sein, mehr von dem Teenager Eddie Orlofsky zu erfahren, der in der Episode zuvor als der Serienmörder entlarvt wurde, der bereits seit Beginn der sechsten Staffel eine Rolle spielte. Die Folge sollte nun demonstrieren, wie aus dem unschuldigen kleinen Eddie nach und nach ein grausamer Mörder wurde und welche Rolle die einzelnen Hausfrauen darin spielten. Nachdem man in der fünften Staffel schon Ähnliches zu sehen bekam, wirkt dieses Rückblicksschema in der Folge aber deutlich ausgelutscht, friert so kurz vor dem Staffelfinale fast sämtlichen relevanten Handlungen ein und auch inhaltlich hapert es an so einigen Stellen. Daher hätte man sich diese Episode gerne sparen können, auch wenn es schön ist, das erste Mal seit #5.13 Mary Alice wieder in physischer Form zu sehen.


#7.10 Der Aufstand (Down The Block, There's A Riot)


In der siebten Staffel bekommen die Zuschauer zum fünften und letzten Mal in der Geschichte der Serie eine katastrophenzentrierte Episode zu sehen, die die siebte Staffel ein wenig aus ihrem damaligen Trott holte. Und nachdem der Brand aus Staffel Fünf und der Flugzeugabsturz der sechsten Staffel doch recht unspektakulär ausfielen, hat es das diesmalige Szenario ein wenig mehr in sich. Im Fokus der Episode steht zunächst die große Protestaktion der Bewohner der Wisteria Lane gegen Paul Youngs Plan, eine Resozialisierungseinrichtung für ehemalige Strafgefangene mitten in der Wisteria Lane zu errichten. Aufgrund unterschiedlicher Zufälle und Faktoren artet die anfangs friedlich geplante Demonstration jedoch aus, sodass es zu einer Massenpanik kommt, in Folge derer nicht nur zahlreiche Bewohner verletzt werden, sondern auch die Wisteria Lane am Ende eher einem Schlachtfeld gleicht. Dabei ist nicht nur die Grundidee der Episode samt der ab und an angeschnittenen, aber leider nicht vertieften Frage, ob man ehemaligen Verbrechern nicht gar helfen sollte, wieder ein Weg in die Gesellschaft zu finden, interessant, sondern auch die Massenpanik wird packend und sehr ansehnlich umgesetzt. Deshalb sticht #7.10 Der Aufstand nicht nur aufgrund des Katastrophenszenarios heraus, sondern gehört auch so durchaus zu den Höhepunkten der Serie.


#8.17 Frauen und Tod (Women and Death) - !!Spoiler!!


Foto: James Denton, Desperate Housewives - Copyright: 2010 ABC Studios
James Denton, Desperate Housewives
© 2010 ABC Studios

Auch während des Verlaufs der achten und letzten Staffel von "Desperate Housewives" gab es noch einmal eine Episode, die einen besonderen Anstrich verpasst bekam. Diese Episode, nämlich #8.17 Frauen und Tod, fokussiert sich auf die Auswirkungen des mit dramatischsten Todesfalls der Geschichte der Serie, der eine Episode zuvor eintraf, als dort Mike Delfino niedergeschossen wurde. Leider fällt die Art, wie man sich von diesem Charakter verabschiedet, wenig innovativ aus. Denn erneut wählt man genau jene Variante, mit der man auch schon Eli Scruggs und Edie Britts Ableben Tribut zollte. Vollgespickt mit zahlreichen noch nie zuvor gesehenen Rückblenden soll also gezeigt werden, wie Mike das Leben der anderen beeinflusst hat. Positiv dabei ist, dass man das erste Mal seit Staffel Fünf Rex wieder zu sehen bekommt. Und auch das Wiedersehen mit Carlos' verstorbener Mutter Juanita sowie Bree als junges Mädchen zu sehen, sind nette Details. Leider ist die Episode aber trotzdem nicht der große Wurf, denn inhaltlich gibt es Einiges zu bemängeln und große Emotionen lassen bis zum letzten Viertel der Episode auf sich warten, wobei das dann wiederum mit wirklich sehr herzergreifenden Szenen noch einmal wett gemacht wird. Insgesamt kann die Folge aber vor allem aufgrund des abgedroschenen Flashback-Schemas nicht mehr punkten, das in #5.13 noch interessant mit anzusehen war, durch das Wiederaufgreifen in #5.19, #6.20 und letztlich #8.17 aber seinen Reiz vollends verlor.

Manuel H. - myFanbase

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