Bewertung

Review: #6.03 Überraschung

Foto: Jeff Lima & Joe Minoso, Chicago Fire - Copyright: 2018 Universal Pictures; Elizabeth Morris/NBC
Jeff Lima & Joe Minoso, Chicago Fire
© 2018 Universal Pictures; Elizabeth Morris/NBC

Das Planen von Überraschungen ist immer eine Sache für sich, besonders dann, wenn man sich im Geheimhalten nicht ganz so gut anstellt und dann schneller auffliegt, als einem lieb ist. In Episode #6.03 An Even Bigger Surprise von "Chicago Fire" gibt es davon einige. Zwei Überraschungen für unsere Helden sind positiv anzusehen, während eine noch für mächtigen Ärger sorgen könnte...

He was promoted and is a Captain

Schon vor einiger Zeit wurde gemunkelt, dass Matthew Casey eine Beförderung erhalten könnte bzw. sprach ihn Kelly Severide darauf an, ob er sich einen Posten als Captain oder Chief vorstellen könnte. Doch wer hätte gedacht, dass das Ganze so schnell gehen könnte? Zumal Matt sich nach seinem Posten als Stadtrat mehr auf seine wahre Berufung als Feuerwehrmann konzentrieren wollte? Aber warten wir mal ab, wie sich alles noch entwickelt.

Am Anfang sah für mich alles so aus, als würde Matt seinen Posten bei der Feuerwehr verlieren und ehrlich gesagt war ich ein bisschen sauer auf die Autoren, denn Sam Mullins hat mich von seinem Verhalten etwas an Pat Pridgen aus Staffel 3 erinnert. Diesen empfand ich ebenso arrogant und hochnäsig wie Mullins. Mullins hat ziemlich deutlich gemacht, dass er die Truppe der 51 mehr als nur provozieren will. Es fing schon alleine mit der Anwesenheitskontrolle an. Bei dieser spielte er sich so auf, als würde er Chief Wallace Boden nicht für ein paar Stunden vertreten, sondern für sehr viel länger. Der zweite Punkt, der mich anfangs bei Mullins derart aufgeregt hat war der, dass er Gabriela Dawson und Sylvie Brett nach ihrer Rettungsaktion des kleinen Mädchens und des Mannes bestrafen wollte. Und der dritte Punkt war natürlich die Rettungsaktion auf dem Dach.

Bei dieser war ich mir zwar selbst nicht ganz sicher, ob die Idee so gut ist, aber es ging schließlich um ein Menschenleben und dabei war Matt schon immer erfinderisch in der Not. Und man darf eben auch nicht vergessen, dass er bei diesem Einsatz wirklich mit sehr viel Feingefühl vorgegangen ist und genau wusste, was er tat. Ich freue mich sehr, dass sein ganzes Handeln auch endlich einmal richtig gewürdigt wird. Wie ich schon in einer meiner letzten Review geschrieben habe, hätte es auch Kelly verdient, aber Matt ist dann eben doch noch ein Tacken mehr für den Posten geeignet.

Denn Matt blieb eben nicht nur bei den 'Auseinandersetzungen' mit Mullins ruhig, sondern versuchte auch seiner Frau zu helfen, möglichst wenig Angriffsfläche für Mullins zu bieten und diese Unterhaltung hat mich ehrlich gesagt ein bisschen belustigt. Denn mittlerweile kennen wir Gabby sechs Staffeln lang und wissen, dass sie sich nicht gerne etwas sagen lässt und auch Matt hat erkannt, dass seine Hilfestellung eher unangebracht ist. Wer hätte denn auch gedacht, dass das letztlich alles eine Art Test für Matt gewesen ist, um zu prüfen, inwieweit er tatsächlich für den Job des Captains geeignet ist. Sehr schlau von den Autoren inszeniert.

Best gift for Joe? Leon is back!

Seit dem Start der Serie wissen wir, dass Joe Cruz alles für seinen Bruder Leon Cruz tun würde. Umso schlimmer war die Trennung für ihn, als Leon aus der Schusslinie der Gang gebracht wurde und einige Jahre in Florida verbringen musste. Trotz dieser Entfernung wollte Joe so gut es geht für ihn da sein. Das ging aber durch die Suspendierung nicht mehr, weswegen Joe nicht nur furchtbar gelitten hat, sondern auch Randy 'Mouch' Holland dafür verantwortlich gemacht hat.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Mouch den Plan hatte, Joe zum Geburtstag zu überraschen und sich gleichzeitig bei Joe für seine Hilfe während Mouchs Genesung nach dessen Herzinfarkt zu bedanken. Allerdings ist bei dieser Überraschung so einiges schief gelaufen. Denn Mouch hat Leon einfliegen lassen und wollte seinen Freund damit überraschen. Das Dumme war nur: Leon wurde bereits von anderen Leuten gesehen und diese sprachen Joe darauf an. Dieser wiederum nahm bereits das Schlimmste an und hat seinen kleinen Bruder daraufhin x-mal angerufen, um sicher zu gehen, dass es ihm gut geht – wie das große Brüder eben nun mal so machen. Ebenso gut kennen wir mittlerweile aber auch Mouch, der um jeden Preis an seinem Plan festhalten will und dann auch noch andere mit hineinzieht. Das kann eigentlich nur nach hinten losgehen. Und diesmal haben es die Autoren sogar geschafft, nicht nur Mouch aufs Glatteis zu führen, sondern auch mich.

Ich war nämlich tatsächlich in der Annahme, dass Leon weg sei. Das wiederum hätte bedeutet, dass es wahrscheinlich wieder zu einer erneuten Auseinandersetzung zwischen Mouch und Joe gekommen wäre, die möglicherweise zu einem dauerhaften Bruch der beiden geführt hätte. Zum Glück kam es anders und die beiden Brüder konnten sich endlich wieder in den Armen liegen. Ich hoffe ja, dass man in der nächsten Folge noch etwas von den beiden zu sehen bekommen wird.

Die große Frage nach dem Warum

Mit dem Staffelauftakt vor ein paar Wochen tauchte mit Hope ein neuer Charakter auf, bei der man bereits vorher wusste, dass sie und Sylvie aus derselben Stadt kommen. Anfangs sah es leider so aus, als würde Hope ein neuer Love Interest für Kelly werden und ich finde es auch nicht gut, dass die beiden Sex miteinander hatten. Zum Glück wurde das jetzt (erst einmal) beendet.

Ich hatte ja schon in der letzten Review geschrieben, man möge doch bitte Hopes Geheimnis aufdecken, welches sie anfangs vor Sylvie verschwiegen hat. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, als dann die (erste) Bombe platzte. Hope ist nun Mitglied von Wache 51. Zugegeben, es hat mich durchaus überrascht, doch als den großen Knall bzw. das große Geheimnis war mir das zu wenig. Wobei ich ja schon sagen muss, dass es "Chicago Fire" durchaus darauf anlegt, Dinge groß aufzuziehen und dann klein zu halten oder gleich fallen zu lassen. Doch bei Hope steckt definitiv mehr dahinter und ich hoffe, man enttäuscht uns nicht, wenn es dann um die Auflösung geht.

Denn wie wir am Ende dieser Folge erfahren, hat Hope von ihrem früheren Arbeitgeber 10.000 Dollar gestohlen! Ja, in der Tat ist das eine Menge Geld und bei mir ratterte es sofort los: Warum tat sie das? Fiel irgendwas vor? Wer weiß alles davon? Was bedeutet das für Wache 51? Wie wird das die Freundschaft zwischen Hope und Sylvie beeinflussen? Und: Welche Rolle spielt möglicherweise Kelly dabei? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie sich grundlos auf ihn eingelassen hat, schon gar nicht, nach dem, was man von ihr erfahren hat. Es ist auf jeden Fall ein toller Spannungsbogen aufgebaut, den man unbedingt ausbauen sollte!

Randnotizen

  • Ich finde es toll, wie begeisterungsfähig Mouch gewesen ist! Bitte mehr davon!
  • Mir hat die Rettungsaktion von Gabby und Sylvie sehr gut gefallen. Sie haben in einem entscheidenden Moment so gehandelt, dass beide Leben gerettet werden konnten und das kleine Mädchen hatte daran sogar einen großen Anteil, da sie als erste wahr genommen hat, dass mit dem Unfallfahrer etwas nicht stimmt. Vielleicht wird sie später einmal Sanitäterin. Wer weiß?
  • Ich finde es schön, dass man Connie in die Hope-Story mit eingebunden hat und hoffe, dass sie auch in der kommenden Folge daran beteiligt sein wird.

Fazit

Diesmal lieferte uns "Chicago Fire" einige Überraschungen von denen zwei durchaus noch interessant werden könnten. Matts neue Position sorgt sicher noch für den ein oder anderen Gesprächsstoff, ebenso wie die Offenbarung über Hope, bei der ich tatsächlich mit offenem Mund da saß und dachte: "Ohhh..." Ich bin gespannt, was die Autoren nun daraus machen.

Daniela S. - myFanbase

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