Bewertung: 7

Review: #4.11 Die zwölf Geschworenen

Foto: Alyssa Milano, Holly Marie Combs & Rose McGowan, Charmed - Copyright: Paramount Pictures
Alyssa Milano, Holly Marie Combs & Rose McGowan, Charmed
© Paramount Pictures

Diesmal dreht sich das Thema darum, wann es Sinn macht Sterblichen die Magie zu offenbaren und wann nicht. Zuletzt in #3.22 Das Ende hat es ein enormes Chaos ausgelöst als die drei Schwestern aufgeflogen waren. Letztendlich kostete es Prue das Leben. Nun bringt Paige ihre Schwestern in Gefahr, dass die Magie auffliegen könnte, da sie ihren besten Freund Glen bei sich wohnen lässt. Phoebe ist äußerst verzweifelt im Versuch die Unschuld eines Angeklagten zu beweisen. Für Piper und Leo gilt es hier viel zu unternehmen, sodass Paige zur Vernunft gebracht und Phoebe geholfen wird.

Die Unschuld beweisen

Phoebe arbeitet nun nebenher im Gericht als Geschworene und hat sich hier schon sehr unschön verstrickt. Dank ihrer visionären Kraft entdeckt sie die Unschuld Stans, doch alle Beweise sprechen gegen ihn. Stan hat die Polizei aufgrund seiner Vision einst zu der Leiche seiner ermordeten Ex-Frau geführt. Außerdem wurde die Tatwaffe mit seinen Fingerabdrücken entdeckt. Phoebe schwimmt von da an mit ihrer Überzeugung, dass Stan eben unschuldig ist und sie die Wahrheit kennt, so richtig gegen den Strom an. Und das ist storytechnisch ziemlich gut umgesetzt. Es erzeugt die Spannungskurve im Geschworenenfall, da Phoebe verzweifelt versucht zu beweisen, dass es Magie gibt. Den Stan hat von seiner Vision berichtet und wird seitdem noch mehr mit der Ungläubigkeit der normalen Menschen bestraft. Keiner glaubt ihm aber jedoch Phoebe. Ich gebe aber auch zu, dass sich die Story etwas hinzieht. Man wünscht sich die ganze Zeit, dass Phoebe es endlich aufdeckt, sodass Stan frei kommt. Doch es dauert eine ganze Weile und Phoebe muss Zeit schinden. Doch diese Szenen sind recht humorvoll und überzeugend gestaltet. Phoebes Ausreden bezüglich ihrer Toiletten-Gänge und wie sie alle mehr und mehr auf die Palme bringt, hat definitiv etwas in sich. Letztendlich ruft Phoebe mit der Hilfe ihrer Schwestern und Leo, Stans Ex-Frau als Geist herbei. Die wäscht allen den Kopf bezüglich der Wahrheit und in einer schönen Abschlussszene stimmen alle Geschworenen Stan für unschuldig. Ich kann an dieser Stelle jedoch nicht beurteilen wie realistisch dieser Verlauf des Gerichtsfalles ist. Haben die Geschworenen wirklich soviel Aussagekraft? Was ist mit den Beweisen? Der Richter, die Anwälte usw. haben ja den Geist nicht gesehen. Mir fehlt auch das Detail wie Phoebe überhaupt zu diesem Job gekommen ist? Wird sie dies zudem länger ausführen?

Die Autoren haben es jedoch nicht nur bei dem Gerichtsfall und Stans visionärer Gabe belassen. Sie bringen zusätzliche Spannung mit ein, indem eine ganze Dämonentruppe hinter dem Mord steckt. Doch das erfährt man erst step by step und zuerst denkt man, dass der Clubbesitzer das große Böse dieser Episode darstellt. Er gesteht den Mord an Angela und liefert Piper und Leo somit einen entscheidenden Hinweis. Somit kämpfen auch die Beiden gegen die Zeit an. Doch nachdem sich der Clubbesitzer verraten hat entdeckt man die volle Wahrheit. Da musste ich schmunzeln als die dämonische Ratten-Mafiagang dem Zuschauer bewusst gemacht wird. Was es nicht alles in "Charmed - Zauberhafte Hexen"gibt. Doch die Erklärung, dass auch Dämonen Geld in der normalen Welt der Sterblichen benötigen, ist gar nicht mal so weit hergeholt. Auf der anderen Seite können sie ja jederzeit sich das Geld auf dämonische Art und Weise schnappen. Allerdings dürfen sie mit der Magie nicht erwischt werden also ist Leos Erklärung verständlich. Etwas wirr wirkt das Trara um diese Rattendämonen allerdings schon. Jedenfalls stirbt der Clubbesitzer nach dem Verrat auf eklige Weise. Er wird in eine Ratte verwandelt und von anderen gefressen. Eine ziemlich krasse Szene. Des Weiteren wird auch die Nebenstoryline rund um Glen geschickt hinein verstrickt. Denn der Rattendämon nimmt Glen als Geisel gefangen, um das Geständnis des Clubbesitzers, welches aufgenommen wurde, sich zu krallen. Eine richtige Erpressertaktik eines Dämons also, was mich erneut zum Schmunzeln brachte. Letztendlich regelt der Big Boss das Ganze und tötet den unterlegenen Rattendämon, erhält das Band und macht Glen frei von dem magischen Feuerring. Ende gut alles gut sozusagen. Wobei die Rattendämonen darauf bestehen, dass es als Unentschieden gilt.

Interessante Entdeckungen

Paiges Nebenpart mit Glen wird wie erwähnt gut in die Hauptstory verbunden. Etwas ärgerlich ist es da schon, Paige so unvorsichtig zu erleben. Mittlerweile weiß sie wie wichtig es ist, dass das Hexen-Geheimnis gehütet wird. Und sie weiß auch, was mit Prue einst geschehen ist. Daher finde ich ihren Zug, Glen einfach bei sich wohnen zu lassen, ziemlich verantwortungslos. Auch wenn sie den Kerl schon lange kennt, weiß sie einfach nicht, wie er auf das Thema Übernatürlichkeit reagiert. Sowas ist sicher immer schwer zu erahnen. So kommt es hier, wie man es zuvor erwartet. Glen entdeckt durch Paiges Unvorsicht das Geheimnis der Halliwells und droht erst auszuflippen und eine Gefahr zu werden. Man muss schon sagen, dass hier der Rattendämon wie gerufen dazwischen funkt. Denn ohne diese unschöne Erfahrung und die Rettung der Halliwells wäre Glen wohl nicht zur Vernunft gekommen. Ich denke schon, dass er dadurch entdeckte, wie wichtig es ist, dass er dicht hält. Außerdem sieht er durch diese Situation, dass sich Paige keiner Sekte oder dem Bösen unterworfen hat.

Paige hat mir in dieser Episode nicht sehr gefallen mit ihrem sturen und verantwortungslosen Verhalten. Am Schluss entschuldigt sie sich wenigstens und hat mit Glen eine weitere Ansprechperson in allen Belangen gewonnen. Nur könnte das Glen eventuell noch öfters in Gefahr bringen. Werden wir ihn wiedersehen? Wie wird dieser mit dem Halliwell-Geheimnis weiterhin umgehen? Das bleibt hier vorerst offen.

Fazit

Phoebes Gerichtsprozess rund um Stan ist zwar lange gestreckt, aber dennoch interessant mitzuverfolgen. Sie versucht aufgrund einer Vision verzweifelt alle zu überzeugen, dass Stan unschuldig ist. Piper und Leo unterstützen sie dabei und auch das ist gut in Szene gebracht. Die Situation bezüglich der Rattendämonen ist etwas wirr und stellenweise holprig, dennoch spannend. Paige gefällt mir hier gar nicht mit ihrer unbesonnenen Vorgehensweise bezüglich dem Halliwell-Geheimnis. Am Ende sieht sie ihren Fehler ein und Glen darf weiterhin von der Magie Bescheid wissen und verspricht dicht zu halten. Eine recht gute aber nicht überragende Episode.

Samuel W. – myFanbase

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