Bewertung: 7

Review: #3.03 Die Schatzkarte

Foto: Copyright: 2010 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
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Ein Morgen, an dem Alexis Castle Frühstück macht und ans Bett bringt – das kann nur heißen, dass sie etwas von ihrem Vater will. Sie möchte eine Vespa. Castle ist natürlich skeptisch, immerhin leben sie in New York und da ist es nicht gerade ungefährlich.

Apropos gefährlich, im aktuellen Fall geht es um einen Privatdetektiv, welcher in seinem eigenen Büro erschossen wurde. Zwischen Castle und Beckett scheint alles wieder seinen normalen Gang zu gehen, einzig die Wanze im Taschenrechner des Opfers liefert Stoff für Spekulationen und Mutmaßungen.

"You were a girl once."

Als Castle erwähnt, dass Alexis unbedingt eine Vespa möchte, erfährt der Zuschauer endlich einmal ein bisschen mehr aus Becketts Vergangenheit. Offenbar hatte auch sie eine wilde Phase in ihrer Jugend, Castle hingegen bezweifelt, dass Alexis auch in so eine Phase kommt, doch Beckett macht ihm klar dass jedes Mädchen einmal in diese Phase kommt. Wieder einmal eine Szene voller kleiner Details, die zusammen ein ziemliches Erstaunen bei Castle hinterlassen und eine Kate Beckett zeigen, welche verdammt gerne mit den Gedanken ihres Gegenüber spielt.

Bei der Verfolgung eines Tatverdächtigen quer durch ein Viertel kommt den Detektives ein alter Kollege zuvor, Mike Royce. Er war Becketts Ausbildungsleiter und eventuell noch mehr; dass die Beiden mehr als nur die Arbeit verbunden hat, spürt man schon in der ersten gemeinsamen Szene. Castle hingegen sieht sofort die Möglichkeit mehr über Kates Vergangenheit zu erfahren und schlägt sich auf Royces Seite, ob das gut geht?! Zumindest haben sowohl Castle als auch Esposito unheimlich viel Spaß dabei seine Geschichten über Beckett zu hören, diese nimmts mit Humor und schafft es sogar noch, Castle mit weiteren Kommentaren zu ihrer Vergangenheit und der Zeit mit Royce zu verwirren.

Alexis bekommt unterdessen ein "Ja" für ihre Vespa, allerdings nur, wenn sie diese auch selber bezahlt. Eine Bedingung, die bei einer Jugendlichen wie Alexis natürlich innerhalb von einer Woche zum Erfolg führt, ob Castle sich da nicht etwas verkalkuliert hat? Daraufhin muss dieser erst einmal bei Beckett nachfragen, wie wild ihre wilde Phase wirklich war, diese erklärt ihm jedoch nur kurz, dass er das gar nicht wissen will.

Esposito nimmt währenddessen ein Beweisstück näher unter die Lupe, welches auch Castle zuvor schon als besonders herausgestellt hatte, allerdings bloß weil darauf nur scheinbar unsinnige Zeichen abgebildet sind – ein perfektes Beweisstück zum Theorien aufstellen also.

"Oh look at you, all shiny and bright."

Royce verabschiedet sich von Kate mit einem Foto aus ihrer gemeinsamen Zeit, Castle ist natürlich vollkommen hingerissen von der damals schon so schönen Polizistin. Wie sich herausstellt stammt die Wanze im Taschenrechner des Opfers von seiner eigenen Frau, die die Vermutung hatte, dass ihr Mann sie betrügt. Diese Annahme ist allerdings falsch und mit der Zeit stellt sich heraus, dass auch die mysteriöse Karte, die beim Opfer gefunden wurde, wirklich eine Art Schatzkarte ist.

Dass Royce und Kate in einer Pause, nach einem langen Tag ein Bier trinken gehen irritiert Castle, aber es scheint als würde es Beckett nur um die Auffrischung alter Erinnerungen gehen. Sie erzählt ihrem alten Ausbilder davon, dass sie endlich nach all den Jahren den Mörder ihrer Mutter gefunden hat, auch hier wird wieder klar, dass die beiden eine Menge verbindet.

Alexis hat in der Zwischenzeit das Geld für die Vespa zusammen bekommen und Castle sieht sich in der Pflicht sein Versprechen einzulösen, auch wenn ihm dies sichtlich schwer fällt. Einen Moment später wird der Zuschauer wieder einmal Zeuge der Genialität seiner Tochter, als diese den entscheidenden Hinweis für die Entschlüsselung der Schatzkarte gibt.

Währenddessen muss Beckett feststellen, dass ihr alter Freund Royce offenbar nicht mit offenen Karten gespielt hat, ein Tatverdächtiger ist durch seine Hilfe verschwunden. Später ruft Royce auf dem Revier an und versucht Kate zu beschwichtigen, diese macht aus der Verabschiedung ihres ehemaligen Kollegen einen höchst emotionalen Moment, indem sie ihm klar macht, dass er immer der Einzige war, der ihre Besessenheit bezüglich des Mordes an ihrer Mutter verstanden hat. Castle geht dieses Telefongespräch unglaublich nahe, da er merkt wie wichtig Royce für Beckett ist und war. Sie spielt Esposito, Ryan und Castle zwar vor, dass das alles nur dazu da war um das Handy von Royce zu orten, jedoch spricht ihr Gesicht nachdem sie sich abgewendet hat Bände.

Und wieder einmal wird klar, dass Stana Katic genau die Richtige für diese Rolle ist, sie spielt in dieser Szene unglaublich überzeugend, ohne aber die Situation zu überspitzen.

Eine Reihe von Ereignissen führt die Detektives und Castle letztendlich auf einen Friedhof, auf dem der Schatz, um den es bei dem aktuellen Fall die ganze Zeit nur ging, vergraben scheint. Dort treffen sie auf alle Beteiligten des Falls, alle mit Waffen, inklusive Royce. Da Castle der einzige ohne Waffe ist muss er nach dem Schatz graben, in einem Moment der geistigen Erleuchtung befördert er die Erde jedoch in Richtung seiner Gegenüber, woraufhin Kate diese verhaften kann. Der Schatz ist damit allerdings immer noch nicht gefunden, nur der Moment ist gekommen in dem Kate Royce verhaftet.

"Can I just say, how unsatisfying it is to go on treasure hunt with no treasure?"

Aber Richard Castle wäre nicht Richard Castle, wenn er sich nach der ganzen Anstrengung damit zufrieden geben würde, dass es keinen Schatz gibt. Zusammen mit Beckett schafft er es tatsächlich, den Schatz letztendlich zu finden und ist natürlich etwas niedergeschlagen, dass er ihn nicht behalten darf.

Alexis hat beschlossen, sich die Vespa nicht zu kaufen, daraufhin hat Castle die brillante Idee, dass er sich eine Vespa kauft und Alexis diese dann zwischendurch mal ausleihen darf. Sie macht ihm dann allerdings klar, dass sie wenn er eine Vespa hat, ja auch das Auto nehmen kann.

Alles in allem war dies zwar nicht eine der besten Folgen der dritten Staffel, aber sie hat wieder einmal die einzigartige Beziehung zwischen Vater und Tochter abgebildet und auf die Geschichten aus Becketts Vergangenheit möchte ich auch in Zukunft auf keinen Fall verzichten.

Jeanne Plaumann - myFanbase

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