DVD-Rezension: Castle, Staffel 3

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Auch in der dritten Staffel hat die Serie "Castle" nichts von ihrem Charme verloren. Die Serie schafft es, Woche für Woche eine ausgeglichene Balance zwischen typischen "Fall-der-Woche"- Episoden und einem roten Faden zu schaffen, der sich durch die gesamte Serie zieht. So ist auch die DVD-Box der dritten Staffel ein Muss für jeden Fan der Serie "Castle".

Inhalt

Foto: Nathan Fillion, Castle - Copyright: 2011 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Nathan Fillion, Castle
© 2011 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

Castle ist über den Sommer untergetaucht, um sein Buch zu Ende zu bringen und obwohl sie es nicht zugeben würde, vermisst Beckett ihren ungleichen Partner und auch ihr Team hat sich schon sehr an die Anwesenheit des Schriftstellers gewöhnt. Als Castle plötzlich an einem Tatort auftaucht, sieht es zunächst so aus, als wäre er in den Fall, den das Revier gerade bearbeitet, verwickelt. Schnell kann das Missverständnis aufgeklärt werden und nachdem er sich bei Esposito, Ryan und auch Beckett für die lange Funkstille über den Sommer entschuldigt hat, wird er mit offenen Armen empfangen.

Schon bald kehrt Alltag ins Revier ein und das Team kümmert sich wieder um den alltäglichen Wahnsinn auf den Straßen von New York. Schließlich läuft Beckett bei einem Fall ihr alter Ausbilder und Mentor Mike Royce über den Weg. Bald jedoch stellt sich heraus, dass ihr alter Freund nicht mehr der ist, an den sie sich erinnern kann und in kriminelle Machenschaften verwickelt ist. Am Ende eines Mordfalls bleibt Beckett nichts anderes übrig, als ihn zu verhaften.

In Castles Leben geht es derweil nicht weniger aufregend zu. Er hat endlich sein Buch fertig gestellt und Hollywood reißt sich förmlich um eine Verfilmung seines Stoffes. Um in ihre Rolle der Nikki Heat zu schlüpfen, beschließt die Darstellerin Natalie Rhodes, Castle und Beckett bei ihren Einsätzen zu begleiten. Als sie sich beinahe in lebensechte Kopie von Beckett verwandelt, ist Beckett nicht gerade begeistert und umso glücklicher, dass die Darstellerin bald das Weite sucht.

Dann plötzlich meldet sich ein ehemaliger Detective, der sich einst mit dem Fall um den Mord an Becketts Mutter beschäftigte, kontaktiert Beckett, um ihr neue Informationen zukommen zu lassen, wird jedoch vor ihren Augen niedergeschossen. Beckett ist dadurch umso entschlossener, endlich den Mord an ihrer Mutter aufzuklären. Dadurch begibt sie sich jedoch selbst in ernste Gefahr.

Rezension

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Auch in der dritten Staffel hat die Serie "Castle" nichts von ihrem Charme verloren. Die Serie schafft es, Woche für Woche eine ausgeglichene Balance zwischen typischen "Fall-der-Woche"- Episoden und einem roten Faden zu schaffen, der sich durch die gesamte Serie zieht. Dabei lebt die Serie nach wie vor in erster Linie vom Zusammenspiel der beiden Hauptcharaktere Castle und Beckett, die sich im Finale der letzten Staffel an einem kritischen Wendepunkt befanden.

Die sexuelle Spannung zwischen den beiden ungleichen Ermittlern ist noch immer greifbar und gegen Ende der zweiten Staffel schien es beinahe so, als würden die beiden endlich den Eiertanz beenden und den Schritt in eine Beziehung wagen. Doch dafür ist es anscheinend aus Sicht der Drehbuchautoren noch ein wenig zu früh und man schickte Castle in einen langen Sommerurlaub in den Hamptons, um endlich sein Buch fertig zu stellen. Er meldet sich weder bei Beckett, noch bei den Jungs aus dem Revier, was diese ihm sehr übel nehmen. Es ist an dieser Stelle sehr schön mitanzusehen, dass Castle kein Eindringling mehr ist er gehört längst zum Team. Mehr noch, er ist für alle zu einem Freund geworden und wenn Freunde sich wochenlang nicht melden und einfach von der Bildfläche verschwinden, dann jedoch auftauchen, als sei nichts gewesen, sorgt das sicherlich für Spannungen.

Lange dauert die Funkstille zwischen Castle und dem Team allerdings nicht. Bald schon entschuldigt er sich und alles ist vergeben und vergessen. Fast schon ein wenig Alltag kehrt in die Fälle ein. Routiniert stellen sich Beckett und Castle gegen den üblichen Abschaum New Yorks und treffen dabei auf Becketts alten Mentor Royce, der Becketts jahrelange Freundschaft mit Füßen tritt und einen Serienmörder, der unter dem Namen "Triple-Killer" Schlagzeilen macht. Business as usual also.

Natürlich nimmt auch der Fall um Johanna Beckett wieder einen großen Raum in der dritten Staffel ein und gegen Ende wird er für ein Teammitglied lebensgefährlich. Und auch zwischen Beckett und Castle kommt es an dieser Stelle zu einem wichtigen Wendepunkt ihrer Beziehung. Als Beckett am Ende niedergeschossen wird, da sie zu tief in die Verschwörung um den Mord ihrer Mutter eingetaucht ist, kommt es zu einem überraschenden Geständnis für Castle und mündet in einem spannenden Cliffhanger, der eine in weiten Stellen interessante, wenn auch nicht immer innovative Staffel abschließt.

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© 2011 ABC Studios

Die DVD-Box zur 3. Staffel wartet mit durchaus ansehnlichen Zugaben auf. Neben den typischen Kommentaren der Autoren gibt es eine Vielzahl geschnittener Szenen, die es nicht in die aktuellen Fassungen der Episoden geschafft haben, deswegen aber nicht uninteressant sind. Dass es am Set von "Castle" immer wieder auch zu irrwitzigen Pannen kommt, kann man sich zwar denken, zu sehen aber, wie viel Spaß das Team am Set hat, zaubert einem immer wieder ein Lächeln auf die Lippen.

Es gibt mit "Castle geht nach Hollywood" außerdem einen durchaus interessanten Einblick in das Making-Of einer Episode und zeigt eindrucksvoll, wie viele Menschen an einer Episode arbeiten müssen, um genau das auf die Beine zu stellen, was Woche für Woche über die Bildschirme flimmert. Man spürt den Spaß, dass das Team, die Autoren, die Serienmacher und Gastdarsteller an der Serie haben.

An einem Pokertisch, ganz wie für die Serie typisch, treffen schließlich zwei Produzenten der Serie, ein Autor und ein Comicbuchschreiber aufeinander und geben einen interessanten Einblick in den kreativen Enstehungsprozess eines (Dreh-)Buchs und die Arbeit eines richtigen Autoren. Und während die vier philosophieren, was es heißt, einen Autor zu porträtieren, tritt auch Nathan Fillion der Truppe bei und erzählt nicht nur, wie es ist, einen Autor zu porträtieren, sondern auch wie interessant es ist zu sehen, wie die Fans zwischen Fiction und Realität zu unterscheiden versuchen.

In einer kleinen Dokumentation gibt es schließlich noch einen Einblick, wie die "Murder-Boards" in den Episoden gestaltet werden, wie die Autoren die Gestaltung der Boards plant und wer eigentlich dafür verantwortlich ist, dass die Verdächtigen einen Weg darauf finden.

Ein kurzes Musikvideo, gespickt mit Szenen aus der dritten Staffel, beschließt die umfangreichen Extras schließlich.

Technische Details

Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Portugiesisch, Niederländisch, Russisch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 6
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 1024 Minuten

Fazit

Die dritte Staffel kann in weiten Teilen überzeugen durch interessante Fälle, einen nicht immer omnipräsenten roten Faden und vor allem einem tollen Charakterpaar, das das andauernde "kriegen sie sich?" auch über lange Zeit noch ungeheuer interessant gestaltet. Dass es hin und wieder ein bisschen an Innovation mangelt, tut dem Spaß an der Serie keinen Abbruch und die umfangreichen Extras auf der DVD-Box machen diese für Fans der Serie zu einem echten Muss im Schrank.

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Melanie Wolff - myFanbase