Adrien Brody

Den Durchbruch schaffte Adrien Brody schlagartig mit Roman Polanskis Holocaust-Drama "Der Pianist" (2002).

Brody wurde am 14. April 1973 in New York geboren. Er ist der Sohn der aus Ungarn geflohenen, späteren Village-Voice-Starfotografin Sylvia Plachy und des jüdischen Geschichtslehrers Elliott Brody. Seine Eltern und Großeltern, die aus Polen einwanderten, versorgten ihn mit dem notwendigen kulturellen Input und förderten seine künstlerischen Neigungen. Brody besuchte in seiner Heimatstadt die LaGuardia High School for the Performing Arts. Er wollte schon immer ein erfolgreicher Schauspieler werden.

Während seiner Highschoolzeit zwischen 1988 und 1991 konnte Brody bereits einige Rollen ergattern, bevor er sich ganz und gar der Schauspielerei widmete. 1988 spielte Brody in dem Familienfilm "Home at Last" und verschiedenen Off-Broadway-Produktionen mit und er wusste, dass es das Richtige ist, machte aber zuerst noch seinen Abschluss.

Nachdem Adrien Brody einen sehr schweren Verkehrsunfall hatte und sich erst nach einem langen Krankenhausaufenthalt erholt hatte, stürzte er sich wieder in die Arbeit. Brody ist der Schauspieler für schwere Typen – so feierten ihn die Kritiker als Spieler in "Nothing To Lose" (1996), als eigenwilligen Künstler in Steven Soderberghs "König der Murmelspieler" (1993) und als schwulen Beatnik "Jailbreakers" (1994).

Für seine Leistungen bekam er immer wieder positive Kritiken, und so hatte er bald die Gelegenheit in weiteren Projekten mitzuwirken: "Angels - Engel gibt es wirklich" (1994), "Solo" (1996), "Bullet - Auge um Auge" (1996) und "Wie ich zum ersten Mal Selbstmord beging" (1997). Obwohl Brody nun von den Casting-Agenturen wahrgenommen wurde, bekam er aber immer noch nicht die erstrebenswerte Anerkennung. Nicht einmal als Terrence Malicks ihn für eine Rolle in dem Kriegsdrama "Der schmale Grat" (1998) verpflichtete. Brody dachte allerdings schon, dass das Schicksal es gut mit ihm meinte, als Malick ihm die Rolle anbot. Doch es kam ganz anders: seine Szenen wurden so lange geschnitten, bis aus einer führenden Rolle nur noch ein fast sprachloser Charakter wurde. Adrien Brody war über diese Art und Weise sehr enttäuscht und unzufrieden.

Doch Brody gab nicht auf: Mit Engagement und viel Talent spielte er die Rolle des bisexuellen Rockers Richie in "Summer of Sam" (1999). Es folgten der Thriller "Oxygen" und das Arbeitsdrama "Bread and Roses" (2000). Doch Hollywood wurde einfach nicht auf das junge Talent aufmerksam. In den folgenden Jahren konnte sich Adrien Brody grandiosere Rollen sichern und wirkte in "Harrison's Flowers" (2000), "Love the hard Way - Atemlos in New York" (2001) und "Das Halsband der Königing" (2001) neben Hilary Swank mit.

Der unwiderrufliche Durchbruch kam dann schließlich mit Roman Polanskis Holocaust-Drama "Der Pianist" (2002), in dem Brody die Hauptrolle spielt. Brody bereitete sich energisch auf diese Rolle vor: so lernte er, Chopin auf dem Klavier zu spielen und nahm 30 Pfund ab; er schnitt sich von seinem bisherigen Leben total ab, verkaufte sein Auto und gab seine Wohnung auf. Für die Rolle des Wladyslaw Szpilman gewann Brody vier Auszeichnungen als Bester Schauspieler, darunter den Oscar und den César. Der César ist das französische Äquivalent zum Oscar und Brody war der erste Amerikaner, der ihn gewann.

Allmählich erschien Brody in verschiedenen Filmgenres, wie "The Singing Detective" (2003), dem behutsam inszenierten Thriller "The Village" (2004) und dem Psychothriller "The Jacket" (2005). Darauf schloss er sich Naomi Watts, Thomas Kretschmann und auch Jack Black an, um Peter Jacksons Remake von "King Kong" zu verfilmen. 2006 stand er dann zusammen mit Ben Affleck für das Drama "Die Hollywood-Verschwörung" vor der Kamera.

Adrien Brody hatte einen erstaunlichen Aufstieg in den letzten Jahren und geriet so in das Interesse der Medien. Er schafft es aber, sein Privatleben geheim zu halten. Brody ist seit mehreren Jahren mit Michelle Dupont liiert. Vereinzelt werden ihm immer wieder Affären mit Filmpartnerinnen nachgesagt: zuletzt mit der Schauspielerin Keira Knightley, die er aber alle dementiert.

Dana Greve - myFanbase

Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2010High School als Psycho Ed
Originaltitel: High School
2010The Experiment als Travis
Originaltitel: The Experiment
2010Predators als Royce
Originaltitel: Predators
2009Der Fantastische Mr. Fox als Rickity
Originaltitel: Fantastic Mr. Fox
2009Splice als Clive
Originaltitel: Splice
2009Giallo als Inspector Enzo Avolfi
Originaltitel: Giallo
2009Wrecked als Mann
Originaltitel: Wrecked
2008The Brothers Bloom
Originaltitel: The Brothers Bloom
2008Cadillac records als Leonard Chess
Originaltitel: Cadillac records
2007Darjeeling Limited
Originaltitel: The Darjeeling Limited
2007I'm Not There
Originaltitel: I'm Not There
2007Manolete als Manuel Rodríguez Sánchez
Originaltitel: Manolete
2007The Tehuacan Project als Erzähler
Originaltitel: The Tehuacan Project
2006Die Hollywood-Verschwörung als Louis Simo
Originaltitel: Hollywoodland
2005King Kong als Jack Driscoll
Originaltitel: Peter Jackson's King Kong
2005The Jacket als Jack Starks
Originaltitel: The Jacket
2004The Village - Das Dorf als Noah Percy
Originaltitel: The Village
2003Der Pianist als First Hood
Originaltitel: The Singing Detective
2002Dummy als Steven
Originaltitel: Dummy
2001Das Halsband der Königin als Graf Nicolas De La Motte
Originaltitel: The Affair of the Necklace
2001Love the hard Way - Atemlos in New York als Jack Grace
Originaltitel: Love the Hard Way
2000Harrison's Flowers als Kyle Morris
Originaltitel: Harrison's Flowers
2000Bread and Roses als Sam Shapiro
Originaltitel: Bread and Roses
1999Liberty Heights - Rock'n'Roll & krumme Geschäfte als Van Kurtzman
Originaltitel: Liberty Heights
1999Summer of Sam als Richie
Originaltitel: Summer of Sam
1999Oxygen als Harry
Originaltitel: Oxygen
1998Der schmale Grat als Cpl. Fife
Originaltitel: The Thin Red Line
1998Restaurant als Chris Calloway
Originaltitel: Restaurant
1998Leichenschmaus am Hochzeitstag als Mario Bellini
Originaltitel: The Undertaker's Wedding
1997Six Ways to Sunday als Arnie Finklestein
Originaltitel: Six Ways to Sunday
1997Wie ich zum ersten Mal Selbstmord beging als Ben
Originaltitel: The Last Time I Committed Suicide
1996Bullet - Auge um Auge als Ruby
Originaltitel: Bullet
1996Solo als Dr. Bill Stewart, Solos Designer
Originaltitel: Solo
1996Nothing to Lose als Ray Diglovanni
Originaltitel: Nothing to Lose
1994Angels - Engel gibt es wirklich als Danny Hemmerling
Originaltitel: Angels in the Outfield
1994Jailbreakers (TV) als Skinny
Originaltitel: Jailbreakers (TV)
1993König der Murmelspieler als Lester Silverstone
Originaltitel: King of the Hill
1991Zur Hölle, Mrs. Love! als Eddie
Originaltitel: The Boy Who Cried Bitch
1989New Yorker Geschichten als Mel
Originaltitel: New York Stories
1988Annie McGuire (TV) als Lenny McGuire
Originaltitel: Annie McGuire (TV)
1988Home at Last (TV) als Billy
Originaltitel: Home at Last (TV)

Ausgewählte Filmographie (Produktion)

2009Wrecked als ausführender Produzent
Originaltitel: Wrecked
2009Giallo als ausführender Produzent
Originaltitel: Giallo