Bewertung: 5
Peter Jackson

King Kong

Die Schöne und das Biest im Urwald: Riesenaffe King Kong will Schauspielerin Ann Darrow nicht mehr gehen lassen.

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Inhalt

USA 1933: Das ganze Land steckt in der wirtschaftlichen Depression. Auch die Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) nagt am Hungertuch und weiß nicht, wie sie über die Runden kommen soll. Durch Zufall lernt sie den Filmproduzenten Carl Denham (Jack Black) kennen, der ihr eine Rolle in seinem neuesten Film, der auf einem Schiff gedreht wird, anbietet. Ann nimmt an, doch sie ahnt nicht, dass Carl und seine Crew mit dem Schiff nicht wie angegeben nach Singapur segeln, sondern nach einer sagenumwobenen Insel suchen.

Tatsächlich gelingt es Carl und der Schiffsbesatzung, die Insel zu finden. Doch schnell zeigt sich, dass die Insel von gigantischen Ur-Tieren bewohnt wird, die Menschen als kleine Leckerbissen betrachten. Ein besonderes Exemplar ist der acht Meter große Riesenaffe King Kong, der fasziniert von der schönen Ann ist und sie verschleppt. Der Versuch ihrer Crew, sie zu retten, entwickelt sich zum gefährlichen Abenteuer.

Kritik

Nach der "Herr der Ringe"-Trilogie scheint Regisseur Peter Jackson Gefallen daran gefunden zu haben, gigantische Spektakel zu verfilmen. So widmete er sich als nächstes der "King Kong" Legende und hatte dafür die Winzigkeit von 207 Millionen US-Dollar Budget zur Verfügung. Als Meister seines Faches hat es sich Peter Jackson natürlich nicht nehmen lassen, auch wirklich jeden Cent mit einem so spektakulären Ergebnis wie möglich auszugeben, was zur Folge hat, dass wir neben King Kong himself auch jede erdenkliche Art von Dinosauriern, Rieseninsekten und Monstervögeln zu sehen bekommen. Damit zeigt sich in meinen Augen aber auch die Schwäche des Films: er ist zu groß, zu lang und zu voll gestopft.

Irgendwie hat man zwischendurch immer mal wieder das Bedürfnis, ein zartes "Ist gut Peter, wir haben verstanden, dass du es drauf hast!" zu brüllen. Muss es in einem Film, der sich eigentlich um den berühmten Riesenaffen und seiner Liebe zu einer Menschenfrau dreht, noch unbedingt massenweise anderer Riesenviecher geben, die irgendwas oder irgendwen gerade fressen (wollen)? Letztlich haben diese Ausschmückungen und Effektshows zur Folge, dass der Film zum einen etwas langatmig geraten ist und ihm zum anderen ein wenig das Herz fehlt. Bei Unmengen von rennenden, fliegenden, springenden und schwimmenden Giganten kommen die Emotionen leider ein wenig zu kurz.

Als ein weiterer negativer Aspekt kommt hinzu, dass "King Kong" nun einmal eine sehr bekannte Geschichte ist, die schon zahlreich verfilmt, parodiert und adaptiert wurde, so dass man das Ende bereits kennt. Dadurch fallen die Längen in der Handlung noch stärker auf.

Man kann den Film nicht wirklich zerreißen, denn dafür ist er handwerklich zu gut gemacht und Schauspieler wie Naomi Watts, Jack Black, Adrien Brody und Thomas Kretschmann bringen ja auch eine gewisse Qualität mit, aber manchmal ist weniger einfach mehr. Vielleicht hätte man Peter Jackson ein paar Millionen weniger geben sollen.

Fazit

Kann man sich mal ansehen, muss man aber nicht.

Maret Hosemann - myFanbase
26.12.2006

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