Bewertung: 9
John Maybury

Jacket, The

Terror hat einen neuen Namen - wenn du stirbst, ist das Einzige, was du willst, zurückzukehren.

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Inhalt

Jack Starks (Adrien Brody), Soldat in der US-Armee, wird im Golfkrieg in den Kopf geschossen. Der zuerst tot geglaubte Soldat überlebt auf eine sonderbare Art, wird aber zurück in die Heimat geschickt.

Als Jack auf dem Weg durch Vermont ist, begegnet er einer Mutter (Kelly Lynch) mit ihrer kleinen Tochter Jackie, die eine Autopanne haben: er hilft den beiden und schenkt Jackie seine Army-Marke. Jack ahnt nicht, dass dieses kleine Mädchen noch eine beachtliche Rolle für ihn spielen wird und dass sich in nur wenigen Minuten sein ganzes Leben abrupt ändern wird.

Jack wird von einem Fremden im Auto mitgenommen und unerwartet von der Polizei verhaftet. Nur ein paar Tage später muss er vor Gericht und wird schuldig gesprochen: er soll einen Polizisten ermordet haben. Starks erinnert sich aber nicht daran und wird zu Recht oder Unrecht in eine Psychiatrie gesperrt.

Dort hat Chefarzt Dr. Thomas Becker (Kris Kristofferson) das Sagen. Er betreibt schon sehr lange abnorme und illegale Therapieformen, mit denen Jack nun auch konfrontiert wird. Starks wird seit seiner Einweisung jeden Tag abends in eine Zwangsjacke gesteckt und dann in eine stockdunkle und enge Leichenschublade geschoben. Jack ist mit Drogen zugedröhnt und ihm kommt die ganze "Behandlung" oft tagelang vor. In dieser Leichenschublade passiert dann für ihn das Mysteriöse: Er reist in das Jahr 2007. Dort trifft er auf Jackie (Keira Knightley), aus der inzwischen eine erwachsene Frau geworden ist.

Als Jack versucht, sie darüber aufzuklären, wer er ist, zweifelt sie an seinem Wort. Grund dafür: Jack Starks ist seit vielen Jahren tot und Jackie zeigt ihm seine Army-Marke. Doch beide treffen sich wieder, und von nun an versucht Jack mit Jackies Mithilfe seinen Tod in der Gegenwart zu verhindern. Es bleibt ihm aber nicht mehr viel Zeit.

Kritik

Der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute sehr dramatisch, vor allem die Szenen mit Brody in der Leichenschublade. Der Regisseur hat es geschafft, die Spannung und Neugier zu halten. Man ist dann mal ohne weiteres mit in der Leichenschublade und spürt Starks Angst: diese Szenen sind einfach horrormässig und haarsträubend, aber einzigartig: diese enge Kameraführung bis hin zu Brodys Augen. Der Hammer Nervenkitzel pur!

Dieser Film hat zwar immer wieder etwas mit Zeitreisen zu tun, was ihn ja auch erst so spannend macht. Man fragt sich immer neu, was als nächstes passiert und ist verblüfft von dem, was dann augenscheinlich passiert. Mir ging es jedenfalls so.

Die beiden Hauptdarsteller Adrien Brody und Keira Knightley überzeugen auf ganzer Linie mit ihrer brillanten Darstellung. Beide beweisen, dass sie zu den Besten gehören, vor allem durch ihre Verwandlungsfähigkeit, die vor allem Keira in diesem Film zeigen musste. Top!

Fazit

"The Jacket" ist einer der besten Psychothriller, den ich je gesehen habe. Spannung pur meine Empfehlung für jeden, der diese Art von Film mag.

Dana Greve - myFanbase
20.03.2007

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