Bewertung: 7

Review: #5.03 One Last Stakeout

Oh Neal, was machst du nur? In dieser Episode wird es wirklich eng für ihn und darunter muss nicht nur eine unschuldige Mitarbeiterin eines Museums leiden, sondern auch Agent David Seigel. Sein Tod war ein richtiger Schock, mit dem nicht zu rechnen war, denn das Zusammenspiel zwischen Neal und ihm hat gerade erst angefangen. Da merkt man jedoch sehr gut, dass Neals Deal mit Hagen gefährlicher ist, als angenommen. Curtis Hagen wird alles dafür tun, damit er Neal weiterhin ausnutzen kann, selbst wenn das bedeutet, dass unschuldige Menschen mit ihrem Leben dafür bezahlen müssen.

"I am the one who decides when it's over, not you."

Um mich nicht falsch zu verstehen, ich liebe den Deal mit Hagen. Nicht nur, dass es dadurch zu Veränderungen zwischen Neal und Peter kommt, sondern auch, weil Neal dadurch in große Schwierigkeiten kommen könnte. Hier geht es um seine Freiheit und all seine Beziehungen, die er verlieren könnte. Das bedeutet für uns große Spannung und für Neal große Angst. Hinzu kommt, dass Mark Sheppard eine wahre Bereicherung für den Cast ist und die Interaktionen zwischen ihm und Neal bisher sehr spannend umgesetzt wurden. Neal weiß genau, dass er einen Fehler begangen hat und nun alles dafür tun muss, um aus der Sache rauszukommen. Hagen hingegen weiß genau, dass er Neal in der Hand hat und ihn steuern kann, um an das zu kommen, was er möchte. Das wird sicherlich noch für einige interessante Diebstähle sorgen und darauf kann man sich nur freuen.

Einen Nachteil hat der Deal jedoch, denn Warren Kole ist kein Teil mehr von "White Collar". Das finde ich wirklich sehr schade, denn ich mochte David Seigel sehr gerne. Er war ein guter Agent, der Neal im Griff hatte. Die Zusammenarbeit der beiden wirkte sehr locker, man hat sich gut unterhalten gefühlt und die Chemie hat hier definitiv gepasst. Zudem kommt, dass man Seigel nicht wirklich als gefährlich eingestuft hat, was zum Handlungsbogen passt, denn Neal befindet sich bereits in Gefahr. Es war schön, dass die Beziehung der beiden auf persönlicher Ebene stattgefunden hat, sie sich ausgetauscht haben und man ein gutes Gefühl vermittelt bekommen hat. Es hat darüber hinweg getröstet, dass zwischen Neal und Peter keine gute Stimmung herrscht und dass Neal wenigstens auf der Arbeit jemanden gehabt hat, mit dem er sich gut versteht und der sich auch ohne Hintergedanken mit ihm unterhält. Zumindest bekam man das Gefühl in dieser Folge vermittelt und genau dann, wenn aufgedeckt wird, dass Seigel seinen Job macht und Neals Handeln hinter dem Rücken des FBI herausfindet, wird er beseitigt. Vielleicht wollten die Autoren die Story mit dem Misstrauen nicht auch bei Neal und Seigel fortsetzen, doch mich hätte brennend interessiert, wie es hier weitergeht, gerade jetzt, wo Neal bereits in großen Schwierigkeiten ist. Es ist schade, dass Seigel uns jetzt schon verlassen musste, doch man wird sich immer gut an ihn erinnern.

"You're just jealous that for once, people are staring at all of this, instead of all of that."

Der Fall der Woche war dieses Mal ein Diebstahl von Neal, für den ein Bekannter von Mozzie geschnappt werden sollte. Die Idee ist nicht schlecht und auch die Umsetzung hat gut funktioniert. Man merkt erneut, wie intelligent Neal und Mozzie sind und dass sie allerhand Tricks kennen. Hinzu kommt, dass Mozzie dem Fall mit seinen Perücken die Krone aufgesetzt hat. Es hat einfach Spaß gemacht, ihnen dabei zu zu schauen, wie sie nicht nur Seigel austricksen, sondern auch Peter. Die beiden wissen, was sie tun, auch wenn Neal sich überschätzt hat. Der Fehler mit den Handschuhen wird sicherlich noch einige Zeit an ihm nagen und das ist auch gut so. In seiner Situation sollte er sich keine Fehler erlauben und als er erkannt hat, was er getan hat, musste man selbst ein wenig schlucken. Wir alle wissen zwar, dass der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, wo es für Neal wirklich gefährlich wird, doch man merkt auch gut, dass Neal unter Druck steht und ihm das Ganze zu Kopf steigt. Das macht den Fall aber noch viel interessanter und man konnte mit Spannung verfolgen, was sich daraus entwickelt.

Ein weiterer Pluspunkt der Folge war sicherlich Bridget Regan. Ihr naives Auftreten hat zur Unterhaltung beigetragen und ihre Flirtversuche mit Neal waren zum Schreien komisch. Da merkt man mal wieder, welche Ausstrahlung Neal hat und wie er die Frauen um den Finger wickeln kann. Aber ganz ehrlich, wer könnte ihm denn auch widerstehen? Neal weiß genau, wie er sich verhalten muss und das bringt ihn schließlich ans Ziel. Zudem kommt, dass die beiden eine unfassbare Chemie versprüht haben und man ihren Unterhaltungen endlos zuschauen könnte. Hier flogen die Funken und es war schön, Neal auch wieder von dieser Seite zu sehen, jetzt wo Sara nicht mehr da ist. Er hat privat auch sein Glück verdient und hoffentlich kommt bald eine Frau, die ihm das deutlich macht. Überraschend war letztlich aber doch, dass Rebecca nichts über Neal verraten hat. Sie hätte doch sehen müssen, dass er der letzten Mensch war, mit dem sie gesprochen hat, bevor der Raub stattgefunden hat. Da hätte sie eins und eins zusammen zählen müssen und schon wäre Neal in Schwierigkeiten gewesen. Andererseits hat man ihr die Anspannung und Nervosität angemerkt und da kann es schon passieren, dass man plötzlich nicht klar denken kann. Das Schönste war jedoch, dass es Neal sehr zu Herzen gegangen ist, dass Rebecca gefeuert wurde. Er hat gesehen, dass sein Handeln Konsequenzen hat und spätestens bei Seigels Tod muss er sehen, dass er den Deal beenden muss, egal was kommt.

Ripping of the bandage

Ein sehr interessanter Punkt der Folge war auch die Unterhaltung zwischen Neal und Peter. Das waren harte Worte von Neal und auch wenn man weiß, dass die Zeit gedrängt hat und er Peter unbedingt loswerden wollte, so hat man dennoch gemerkt, dass er hier wahre Worte spricht. Peter hat sich verändert. Er hat einen neuen Job, neue Verpflichtungen und kann nicht einfach zurückkehren, wann immer er möchte. Elizabeth hat schon Recht, wenn sie sagt, dass Peter einen Schlussstrich ziehen muss. Man kann nicht immer hin und her springen, das tut ihm und auch Neal nicht gut. Und so sehr ich die beiden zusammen vermisse, ärgert mich Peters Verhalten. Er weiß genau, dass er den neuen Job will und Neal weiterhin vertraut, erinnert sich aber dennoch an die gute alte Zeit und möchte diese zurück haben. Leider geht das nicht so einfach, weshalb Neals Worte hier der Wahrheit entsprachen, auch wenn sie schmerzhaft waren. Das hat sicherlich auch noch Folgen und ich bin gespannt, wie die Autoren das wieder richten möchten. Es ist Neal und uns gegenüber nicht fair, dauernd mit dem Emotionen zu spielen und wenn schon eine Entscheidung getroffen wird, dann sollte diese auch eine Weile anhalten. Mit Seigels Tod kann sich jetzt natürlich alles wieder ändern, es wäre aber schön, wenn Neal und Peter eine ernsthafte Unterhaltung führen würden und endlich klar stellen, wie die Situation aussieht.

Fazit

Die Zusammenarbeit von Neal und David Seigel hat großen Spaß gemacht und es wäre schön gewesen, noch mehr über ihn herauszufinden. Sein Tod hat sicherlich große Konsequenzen und ich bin gespannt, welche Richtung die Autoren einschlagen werden. Der Deal mit Hagen ist bisher sehr spannend umgesetzt und Mark Sheppard ist eine Bereicherung für den Cast. Die Beziehung zwischen Neal und Peter wackelt weiterhin, doch Neals Worte waren überfällig und entsprachen der Wahrheit. Ob die Autoren das jetzt wieder hinkriegen?

Alex Olejnik - myFanbase

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