Bewertung: 7

Review: #11.02 Acheron (2)

Foto: Norman Reedus, The Walking Dead - Copyright: Josh Stringer/AMC
Norman Reedus, The Walking Dead
© Josh Stringer/AMC

Die zweite Episode der finalen Staffel kann für den Auftakt etwas entschädigen. Das liegt vor allem daran, dass gewisse Prozesse glaubwürdiger in Gang gebracht werden als es noch letzte Woche der Fall war. Zudem bietet das Ende zwei sehr zentrale Fortschritte an.

Maggie und Negan

Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass Negan Maggie rettet und nur ein Seil oder eine Stange holen wollte und sich deswegen abwendete. Doch er wollte sie wirklich sterben lassen. Eigentlich habe ich dann keine Zukunft mehr für Negan gesehen. Die Argumentation von Negan war dann gar nicht so haarsträubend, wie ich es befürchtet hatte. Einzig die Tatsache, dass er sich mit einer helfenden Hand von oben nicht wirklich in große Gefahr begeben hätte, stört mich an der Argumentation. Gelungen ist dann die Situation in der U-Bahn, in der Maggie ihren Gefährten zurück lässt, weil eine Rettung alle anderen in Gefahr gebracht hätte. Da er die Tür offen gelassen hat (was für ein Anfängerfehler…), hat er es aber auch wirklich nicht anders verdient. Jedenfalls ist der große Disput zwischen Negan und Maggie erst mal vertagt, denn es gab am Ende regelrecht versöhnende Momente. Prinzipiell finde ich das gut. So eindringlich auch mir noch seine Taten im Kopf sind (und so unverzeihlich sie auch sein mögen), Negan hat mehrfach bewiesen, dass er von sehr großem Wert sein kann. Und schuldfrei bzw. frei von Aggressionen sind unsere "Helden" schließlich auch nicht.

Dämonen als Endgegner

Daryl hat seinen eigenen Weg aus der Bredouille gesucht und dabei ein Lager und seltsame Zeichnungen gefunden. Die Beschreibungen waren schon gruselig, aber ich habe lange Zeit nicht wirklich wahrgenommen, dass dies ein wirklich wichtiger Part sein könnte. Dafür hat sein Krauchen durch die Rohre zu lange gedauert. Dass er dann aber gar nicht alles von seinen Funden erzählt, hatte mich stutzig gemacht. Kurz darauf folgte quasi die Antwort auf meine noch nicht zu Ende gedachten Fragen. Eine neue Gruppe steht plötzlich vor Daryl, Negan und Co. und schießt Willkommenspfeile in die Menge. Gepaart mit Daryls Funden muss man wohl sagen, dass dies wieder ein äußerst unangenehmer Gegner werden könnte, der vielleicht sogar die letzte Staffel dominiert und somit eine Art Endgegner darstellen könnte. Man darf gespannt sein, wie man aus der Nummer nun wieder rauskommen will.

Commonwealth

Positivere Entwicklungen hat die Gefangenschaft von Yumiko, Eugene, Ezekiel und Princess genommen. Yumiko hat die Initiative übernommen und ihre juristischen Fähigkeiten überzeugend zur Geltung gebracht. Insbesondere ihre Analyse der organisierten Strukturen des Commonwealth war sehr gelungen. Weniger gelungen war Eugenes seltsamer Wahn, seine Offenbarungen bezüglich Stephanie hingegen sehr glaubwürdig und schließlich auch zielführend. Am Ende ging es fast zu glatt und alles war einfach gut. Sogar Stephanie kam wie ein Herzblatt durch die Tür spaziert. Naja, nicht ganz überzeugend, aber unter dem Strich zählt, dass wir ab der nächsten Episode hoffentlich sehr viel über das Commonwealth erfahren werden und dafür ist die Entwicklung zu befürworten.

Fazit

Es war auch in dieser Episode nicht alles stimmig, aber die Entwicklungen haben insgesamt gepasst und das Ende macht in zweierlei Hinsicht Lust auf mehr, denn das Commonwealth wird uns hoffentlich intensiv gezeigt und einen neuen, gefährlichen und offenbar gut organisierten Gegner gibt es auch wieder.

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Emil Groth - myFanbase

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