Bewertung: 8

Review: #1.14 Der Komplott

Foto: Claire Holt, Joseph Morgan & Daniel Gillies, The Originals - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Claire Holt, Joseph Morgan & Daniel Gillies, The Originals
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Wie sich in #1.13 Crescent City ankündigte, beschäftigt sich #1.14 Long Way Back From Hell mit den Racheplänen der Hexen. Dabei wird vor allem Rebekahs erschütternder Vertrauensbruch thematisiert, der die Mikaelson für immer auseinander zu reißen scheint.

Rebekahs Geschichte

Diese Episode lebt zur Hälfte von Flashbacks, die uns die Geschehnisse des Jahres 1919 näher bringen. Wir haben schon zuvor erfahren, dass Rebekah und Marcel damals planten, sich Klaus' zu entledigen und diese Episode zeigt uns recht genau, wie dies abgelaufen ist. Dabei machen die Rückblicke in die Vergangenheit großen Spaß, da Rebekah in Genevieve zunächst eine echte Freundin gefunden zu haben scheint, über deren Schicksal sie sich auch tatsächliche Gedanken zu machen scheint. Doch sie wäre nicht Rebekah, wenn ihr eigenes Wohl nicht an erster Stelle stehen würde und so geht sie wahrhaftig über Leichen. Unterdessen können wir mit ansehen, wie sehr es sie innerlich zerreißt, eine Wahl zwischen Klaus und Marcel treffen zu müssen. Auch wenn Claire Holt bei ihrer Darstellung gelegentlich etwas steif wirkt, schafft sie es doch in gewissen Augenblicken, uns an ihrem Gefühlschaos teilhaben zu lassen.

In der Gegenwart hat Claire Holt schauspielerisch zunächst nicht ganz so viel zu tun und die vielen Szenen, in denen sie stöhnend durch das alte Krankenhaus stolpert, sind dann doch etwas zu viel des Guten, wobei besonders die ganzen Momente, in denen man in jedem Zimmer einen neuen Blut spuckenden Menschen sieht, etwas ermüdend sind. Sie unterstreichen dennoch gut den bedrohlichen Unterton der Episode und läuten das Blutbad ein, auf das Klaus und Rebekah zusteuern.

Klaus' Reaktion

Sich der Loyalität seiner Geschwister sicher, will Klaus zunächst nicht glauben, dass Rebekah und Marcel ihm auf diese heimtückische Weise in den Rücken gefallen sind. Schon einige Male konnten wir in "The Originals" und auch zuvor in "Vampire Diaries" sehen, wie schlecht er den Verrat seiner Familie verkraftet und auch in dieser Episode muss er sich wieder mit diesem Thema auseinandersetzen. Joseph Morgan schafft es wirklich gut, in seinen Augen erst die Trauer und Enttäuschung widerzuspiegeln, die dann innerhalb von Sekunden in rasende, bittere Wut umschlägt. Als Klaus sich dann auf den Weg macht, um mit Rebekah abzurechnen, strömt jede Pore von Morgan diese tiefsitzende und unverzeihliche Verbitterung aus, die er nur verarbeiten kann, wenn er all seinen Zorn an Rebekah auslässt.

Als er dann schließlich auf Rebekah trifft, schaukeln sich die Emotionen sogleich zu einem Kampf hoch, den Klaus wegen seines Zorns eindeutig zu gewinnen scheint. Auch in dieser Szene kann man Morgan zu seinen kalten und distanzierten Blicken nur gratulieren, da man wirklich glaubt, dass er Rebekah nun in winzig kleine Stücke reißen wird.

Erneuter Verrat

Die unglaublich emotionsgeladene Episode spitzt sich immer mehr zu und als man schon denkt, dass Rebekahs letztes Stündchen geschlagen hat, schwenkt alles noch einmal um. Denn nicht Rebekahs Körper wird von Papa Tundes Dolch durchbohrt, sondern Klaus'. Die restliche Episode über hatte Elijah mit einem kleinen Rätsel zu kämpfen, dass nun schließlich damit endet, dass er seine Schwester vor Klaus beschützt und zum zweiten Mal in dieser Staffel riskiert, aus dem Herzen und Leben seines Bruders verbannt zu werden. So wie wir Elijah kennen, ist ihm dieser Entschluss sicherlich schwer gefallen und dennoch entschließt er sich (wie immer) dazu, dass langfristige Wohl seiner Familie im Blick zu behalten. Wie Klaus mit diesem zweiten und ebenso unerwarteten Verrat umgeht, wird unglaublich spannend mit anzusehen und ich zweifle nicht daran, dass Joseph Morgan auch in der nächsten Episode alles geben wird, um eine perfekte Show zu liefern.

Nebenbei

In der vorangegangenen Episode versprach Hayley ihrem Werwolf-Clan, an ihrer Erlösung zu arbeiten und dabei hat sie nicht gelogen. Denn obwohl der Vater ihres ungeborenen Kindes verschwunden ist, spukt in Hayleys Kopf scheinbar nur der Clan herum. Zuvor kündigte sich bereits an, dass Hayley nun eine eigene Storyline bekommt und mit dieser Episode macht man den nächsten Schritt in diese Richtung, als Hayley sich an Celeste/Sabine vergreift. Für die nächste Episode kündigt sich daher eine äußerst interessante Unterhaltung zwischen den beiden Frauen an.

Nicht thematisiert wurden leider Camille und Kieran, die in #1.13 Crescent City eine sehr spannende Geschichte verpasst bekamen, die man nun leider schleifen lässt und nicht mit einem Wort anspricht. Auch Sophies Tod, der nach der letzten Episode noch nicht vollkommen klar zu sein schien, wird innerhalb weniger Sekunden abgehandelt, indem man ihre Beerdigung zeigt.

Fazit

Ganz wunderbar kombiniert man herzzerreißende Offenbarungen mit der blutigen Vergangenheit und erschafft eine Episode, die einem wirklich an die Nieren geht. Und obwohl die Geschichte nicht kürzer hätte erzählt werden können und auch noch keinesfalls beendet ist, ist es schade, dass man nicht auch ein wenig Zeit für Camille und Kieran eingeräumt hat, die leider auf der Strecke bleiben.

Marie Florschütz - myFanbase

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