Bewertung: 3

Review: #12.16 Die Prominenten-Peinlichkeit

Foto: Johnny Galecki, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Johnny Galecki, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit der Episode #12.16 The D & D Vortex möchten die Serienmacher offenbar noch mal an die tollen Episoden erinnern, in denen die Mädels plötzlich die Jungs auf nerdigem Terrain wie beim Computerspielen abziehen und insbesondere Penny zu begeistern wusste. Doch irgendwie bleibt eben nur hängen, dass die Episoden damals viel besser waren als die aktuelle.

"I bet we can use graph theory to determine who Wil knows and who is likely to play D&D."

Eigentlich mag ich es immer, wenn Wil Wheaton in "The Big Bang Theory auftritt. Ganz am Anfang fand ich den Charakter gewöhnungsbedürftig, doch inzwischen ist er doch sehr bereichernd. In dieser Episode war mir das allerdings alles etwas zu dick aufgetragen. Zunächst ist da der Auftritt bei Professor Proton, bei dem sich Sheldon wieder vollkommen daneben benimmt und einfach klar ist, dass man dies so niemals senden würde. Wirklich witzig war es auch nicht, weil es zu keinem Zeitpunkt überraschend war, also bis auf den Abschluss, der so unter Niveau gewesen ist, dass ich kurz dachte, ich hätte versehentlich in eine Teenie-Klamotte á la "Nicht noch ein Teenie Film" reingezappt. Das fand ich mit 16 vielleicht mal lustig, aber die meisten Zuschauer sind ja eventuell etwas älter. Da konnte auch der Gastauftritt von William Shatner nichts mehr gutmachen. Noch schlimmer ist aber eigentlich, dass sich auch Sheldons Freunde darüber amüsieren und Witze machen. Wie alt sind die gleich? Das war einfach nur kindisch und unreif und hätte höchstens in der ersten Staffel noch akzeptiert werden können. Sheldon versucht sich dann zu entschuldigen und platzt bei Wil Wheaton rein, der mit einigen Promis Dungeons und Dragons spielt und das offenbar äußerst regelmäßig. Die Zeit will ich auch haben. Jedenfalls geht es in der Folge eigentlich nur noch um die Vergabe der Mitspielerplätze. Überraschend ist zunächst nämlich Stuart dabei, der in den Kontext genau so reingequetscht wirkt wie die generelle Möglichkeit, dass unsere Hauptcharaktere hier überhaupt reinpassen könnten.

"Yeah, if it makes you feel better, I couldn't care less."

Leonard darf dann allerdings teilnehmen, nachdem Stuart der Geheimhaltungsstress nicht zusagte. Leonard kann es aber auch nicht für sich behalten, weil er unbedingt Penny davon erzählen muss, die es nicht mal interessiert. Auch das war zu erwarten und nicht wirklich lustig. Immerhin konnte Penny überzeugen, weil sie wusste, wer Kareem Abdul-Jabbar und Joe Manganiello ist und ich kann aus der Episode mitnehmen, dass ich jetzt weiß, wie der Nachname von letzterem ausgesprochen wird. Da Leonard raus ist, ist also wieder ein Platz frei und die Mädels können Wil überzeugen, weil die Männerrunde offenbar auch froh ist, mal Frauen dabei zu haben. Also gibt es noch ein kurzes Ergötzen über Joe Manganiello und dann ist die Episode zum Glück auch vorbei. Das war eine typische Füllerepisode, die es leider überhaupt nicht geschafft hat, eine stimmige Geschichte oder zumindest eine unterhaltsam-witzige Geschichte zu kreieren.

Fazit

Man kommt bei dieser Episode nicht umhin, sich einzugestehen, dass es absolut an der Zeit ist, dass die Serie ein Ende findet, weil den Autoren offenbar nicht mehr genügend Ideen kommen, um mehrere Episoden hintereinander sowohl inhaltlich als auch unterhaltsam auf hohem Niveau auf die Bühne zu bringen. Diese Woche bleibt also nur eine belanglose Episode, die man getrost ignorieren kann, da sie bis auf ein paar Albernheiten und infantilem Verhalten nichts zu bieten hat.

Emil Groth - myFanbase

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