Bewertung: 6

Review: #4.17 Dem Sieger gehört die Beute

Nach der großartigen Folge der letzten Woche wurde das Tempo in dieser Woche teilweise so richtig angezogen, auf der anderen Seite gab es aber auch gefühlte Einschubhandlungsstränge, sodass die Folge insgesamt nicht so richtig in Fahrt kam.

"You do what you think is best for your baby. The rest of us will follow in line."

Im Vordergrund standen seit längerer Zeit wieder Toby, Lily und die Schwangerschaft; eine Storyline, die ich persönlich für die momentan spannendste halte. Deshalb weiß ich noch nicht genau, was ich von dem Entschluss der beiden, nach London zu ziehen, halten soll. Vor allem deshalb, da ich mir kaum vorstellen kann, dass das in dieser Form wirklich passieren wird, was dann im Umkehrschluss ja bedeuten müsste, dass Lily entweder alleine umzieht oder sich die beiden doch dagegen entschließen, was natürlich die Frage aufwerfen würde, was das sollte. Aber reden wir noch nicht von möglichen Folgen dieser Entscheidung, sondern von der Entscheidung selbst, die ja auch nicht so ganz ohne weiteres gefallen ist.

Als Lily mit der Idee ankam, in London ein Leben anzufangen, waren sowohl Toby als auch John und Kathryn, die es endlich geschafft hatten, ihren Kindern von ihrer Finanzkrise zu erzählen, verständlicherweise etwas geschockt. Doch natürlich ist dieser Gedanke nicht völlig abwegig und Lilys Reaktion mehr als verständlich. Daher fand ich es auch sehr anständig und schön von Kathryn, sich zwar dafür einzusetzen, die beiden in Kansas zu halten, gleichzeitig aber Lily klarzumachen, dass sie in erster Linie an das Baby denken muss. Und dass es für das Baby möglicherweise das Beste ist, in einem Umfeld aufzuwachsen, das sich wirklich mit einem solchen Fall auskennt, kann nur gut sein. Auf der anderen Seite versteht man natürlich auch Toby, der sich durch eine derartige Entscheidung etwas übergangen fühlt. Außerdem steht da immer noch diese Geschichte mit dem anderen Typen im Raum, die Toby verständlicherweise nicht vergessen kann. Angesichts der Tatsache, dass es sich nicht nur für ihn, sondern auch für den Zuschauer ein wenig so anfühlt, als wären die beiden vor allem wegen der Schwangerschaft wieder zusammengekommen, ist es mehr als nachvollziehbar, dass Toby eifersüchtig ist. Umso besser war es, dass sie dann endlich mal auch darüber sprachen und sich dabei dann auch einigten. Schlussendlich war Johns und Kathryns mehr als großzügiger Vorschlag, das Haus für die beiden zu verkaufen, hinfällig, da der Entschluss zu Gunsten von London gefallen war. Tja, wie gesagt, noch weiß ich nicht, was ich davon halten soll, aber man wird sehen, wie das weitergeht.


"My hammer girl just became a stupid slutty…" - "Hammered girl."

So ganz wusste ich auch nicht, was ich vom Handlungsstrang rund um Bay und den T-Shirts halten sollte. Ich dachte zuerst genau wie Bay, ich sehe nicht richtig, als diese T-Shirts auftauchten. Der Typ, der diese grandiose Geschäftsidee hatte, war dann auch wirklich großartig unangenehm und man wünschte sich von ganzem Herzen, Bay würde ihn fertig machen. Trotzdem fragte man sich gleichzeitig, was das Ganze eigentlich sollte. Doch zum Glück wurden diese losen Fäden gegen Ende zusammengesponnen und es sieht ganz so aus, als würde man Bay jetzt endlich wieder die Möglichkeit geben, sich ihrer Kunst zu widmen. Das wurde aber auch Zeit nach dem ganzen Drama mit Emmett und Tank (auch wenn mich sein Wiederauftauchen in der letzten Woche wirklich gefreut hat).

Apropos Emmett: Sein Anfragen bezüglich seines Filmes wirkte auch ein wenig in die Handlung hineingequetscht und ich muss sagen, dass er mittlerweile nicht mehr viele Sympathien auf seiner Seite hat. Ich hoffe sehr, dass man ihn irgendwann wieder aus L.A. zurückholt und das Potential ausschöpft, das dieser Charakter einmal hatte. So lange hat Bay aber erst einmal Ruhe von ihm und es war eine sehr erwachsene Entscheidung, ihm ihre Erlaubnis zu geben. Nicht zuletzt ist es momentan natürlich Travis, der Bay viel unterstützt und von dem wir wissen, dass er in sie verliebt ist. Seine Lobeshymne über sie war wirklich rührend und es war schön zu sehen, dass er ihr eine Stütze ist und sie motiviert, Mut zu haben und ihrer Kunst weiter nachzugehen, was sie dann ja letzten Endes auch tut. Trotzdem hoffe ich weiterhin, dass aus diesen beiden kein Paar gemacht wird, da sie als Freunde viel besser funktionieren.

"I couldn't have done it without you. Oh, I cant't wait to tell Quinn." - "You're still talking with that guy?" - "There is nothing going on with him, I swear."

Ein weiterer Handlungsstrang, der mich eher genervt als begeistert hat, obwohl die Grundidee so gut war. Dass Daphne sich weiterhin sozial einsetzt, ist wunderbar und passt sehr zu ihr. Was mir daran überhaupt nicht gefällt, ist das eingeschobene Liebesdreieck, das sich da schon wieder anbahnt. Ihr Freund Mingo hat in dieser Folge mal wieder gezeigt, dass er hinter ihr steht und die beiden haben gemeinsam eine echt tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt, waren sich beide nicht zu schade, sich für einen guten Zweck zum Affen zu machen und hatten viel Spaß. Und dann muss Daphne so nebenbei erwähnen, dass sie noch viel Kontakt zu Quinn hat. Meiner Meinung nach war Mingo schon fast zu verständnisvoll, was ihm hoch anzurechnen ist. Doch mir schwant Böses und die Art und Weise, wie Daphne über Quinn gesprochen hat, lässt auf jeden Fall vermuten, dass da das letzte Wort noch überhaupt nicht gesprochen ist. Gefällt mir nicht. Gefällt mir gar nicht.

"It's not just the lie. It's that you endangered Will." - "But it's been months. And he's fine. You're both fine."

Auch bezüglich Regina und "Eric" weiß ich noch nicht, was ich von dem Ganzen halten soll. Es war natürlich klar, dass irgendwann herauskommen würde, dass Regina Erics Frau aufgesucht hat. Leider ist es genauso klar, dass irgendwann rauskommen wird, wo sich Eric und Will aufhalten. Noch kann ich mir nicht vorstellen, was das genau bedeuten wird. Doch es kann kaum etwas Gutes bedeuten. Jedenfalls ist dieser Handlungsstrang wirklich spannend und ich kann nur hoffen, dass das alles irgendwie gut ausgeht.

Fazit

So richtig überzeugen konnte die Folge nicht, hatte allerdings immer wieder spannende und gute Elemente. Ich bin wirklich gespannt, was für Auswirkungen Lilys und Tobys Entscheidung haben wird und wie es bei Wills Mutter weitergeht. Bis dahin mal sechs Punkte.

Klara G. - myFanbase

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