Bewertung: 7

Review: #1.07 Die Großen Arcana

Foto: Katherine McNamara, Alberto Rosende & Shailene Garnett, Shadowhunters - Copyright: John Medland/Netflix
Katherine McNamara, Alberto Rosende & Shailene Garnett, Shadowhunters
© John Medland/Netflix

Die siebte Episode der ersten Staffel von "Shadowhunters" treibt die Suche nach dem Kelch sehr voran. Dennoch wäre es nicht nötig gewesen, dass sich die Gefühle von Jace und Clary bereits jetzt entladen, die sicherlich noch für die ein oder andere Unruhe innerhalb der Truppe sorgen werden. Weiterhin spannend bleibt es auch rund um Simon und seine Verwandlung zum Vampir.

Sie ist ein richtiger Schattenjäger

Nachdem Clary mit der Hilfe von Luke in der letzten Folge herausgefunden hat, wo sich der Kelch befindet, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass die Suche nach dem Kelch so schnell vorangehen würde und schon gar nicht, dass er in dieser Folge schon gefunden wird. Aber wahrscheinlich war diese Entwicklung wichtig, damit sich Clary vor den anderen als Schattenjägerin beweisen kann. Ich muss sagen, dass mir ihre Entwicklung zur Schattenjägerin zumindest dahingehen gut gefallen hat, dass sie nicht mehr ein solch blindes Vertrauen gegenüber "Jace" entgegenbringt. Doch bis es zu dieser Szene kam, mussten Jace und sie erst einmal an die Tarotkarten von Dot kommen.

Interessant fand ich, dass Luke in diese ganze Sache einbezogen wurde oder besser gesagt, dass er Clary dabei helfen wollte, richtig zu den Schattenjägern zu gehören. Nachdem wir ja erfahren haben, dass er ein Werwolf ist und Valentine für seine Verwandlung verantwortlich ist, hatte ich mich schon gefragt, wann man die Morde von Valentines Leuten wieder aufgreift. Natürlich ist es kein Zufall, dass die Dienstaufsichtsbehörde genau dann im Revier auftaucht, wenn sich Clary auch in unmittelbarer Nähe aufhält, um an den Kelch zu kommen. Es liegt somit auf der Hand, dass Valentine und seine Leute ihre Finger im Spiel haben. Mir hat es gut gefallen, dass Luke in Alaric einen Vertrauten hat, der ihm seine Loyalität zugesichert hat. Ich denke, ohne die beiden wäre es nicht möglich gewesen, den Kelch sicher ins Institut zu bringen.

Wie ich schon schrieb, gefällt es mir gut, dass Clary nicht mehr Jace und seinen Worten ein blindes Vertrauen entgegenbringt. Das soll aber nicht heißen, sie könne ihm nicht vertrauen, denn das kann sie ohne jeden Zweifel. Aber gerade die Tatsache, dass sie mit jeder weiteren Schlacht besser auf die kleinen Details achtet, hat ihr diesmal das Leben gerettet. Mich hätte es ehrlich gesagt aber auch sehr enttäuscht, wenn sie dem Gestaltenwandler ohne zu zögern den Kelch übergeben hätte. Zwar war es schon sehr offensichtlich, dass es sich bei Jace nicht um den richtigen handelt, doch mir gefiel es gut, dass Clary diesmal genau auf seine Worte geachtet hat. Denn in den letzten Folgen konnten wir immer wieder erkennen, dass Jace das Leben von Clary über alles stellt, sogar sein Bündnis mit Alec. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich Clary nun weiterentwickelt wird, jetzt, da sie bewiesen hat, dass sie eine richtige Schattenjägerin sein kann.

Die Gefühle haben sich entladen

Für mich hätte es vollkommen gereicht, wenn die Episode mit der Rückkehr von Clary ins Institut geendet hätte. Allerdings war dem leider nicht so. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis es zum ersten Kuss zwischen Clary und Jace kommen würde. Doch diesen ersten Kuss noch kurz vor dem Ende dieser Folge rein zu quetschen, fand ich zu viel des Guten. Irgendwie hat das Clarys leicht positive Entwicklung kaputt gemacht. Auf mich wirkte dieser Kuss eher so, als habe sie sich eine Belohnung von Jace abgeholt, auf die sie schon lange gehofft hat. Ich befürchte auch ein bisschen, dass wir die beiden nun beim Turteln erleben werden und die Befreiung von Jocelyn deswegen erst einmal in den Hintergrund rücken wird.

Gespannt bin ich auf die Reaktion von Alec. Ich denke zwar nicht, dass er wirklich eifersüchtig reagieren wird, aber die ein oder andere zynische Bemerkung auf diesen Kuss werden wir sicherlich erwarten können. Insgesamt haben es sich die Autoren sehr leicht gemacht, dass keiner der Charaktere sich in Hinsicht auf die Liebesbeziehungen wirklich in die Quere kommt.

In der vergangenen Folge hat man dafür gesorgt, dass sich Alec und Magnus näher kommen. Simon hat bereits erkannt, dass er auf Ewigkeit Clarys bester Freund bleiben wird, stattdessen vergnügt er sich also mit Maureen. Dabei gehe ich mal stark davon ausg, dass es bei dem einen Mal bleiben wird, da Simon momentan ja eh ganz andere Probleme hat.

Wurde er nun zum Vampir gemacht?

Simon ist für mich ein bisschen das Sorgenkind, da sich niemand mit ihm beschäftigt. Derzeit ist er ja vollkommen auf sich alleine gestellt und hat keinen, dem er sich anvertrauen kann. Dabei sah es kürzlich noch so aus, als würde sich Jace seiner annehmen, seiner Veränderung auf den Grund gehen und auch Clary über Simons Verhalten informieren. Allerdings wirkt es diesmal so, als sei Simon wieder nur ein lästiges Anhängsel, um das man sich später kümmern kann. Jace' Verhalten dahingehend verwundert und ärgert mich nicht so sehr. Schon zu oft hat er deutlich gemacht, dass er kein Fan von Simon ist.

Von Clary bin ich schon wieder maßlos enttäuscht. In meinen Augen ist sie alles andere als eine beste Freundin. Ich kann ja verstehen, dass die Rettung ihrer Mutter für sie im Vordergrund steht, aber deswegen kann sie sich doch wenigstens mal fünf Minuten Zeit nehmen und Simon ihr Gehör schenken. Stattdessen scheint sie eher genervt davon zu sein, dass er sich an sie wendet. Besonders verärgert hat mich ihr Verhalten in der Szene, in der Simon sie angerufen hat und ihr sagen wollte, was nicht mit ihm stimmt. Anstatt ihm zuzuhören, wirkte es eher so, als würde sie sich lustig über ihn machen. Dabei ist es schon erstaunlich, dass sie ihn überhaupt einmal kurz gefragt hat, ob alles okay bei ihm sei. Das war es dann aber auch. Mal sehen, wann sie mal wieder Zeit findet, sich mit ihrem Freund auseinanderzusetzen, allerdings könnte es dafür jetzt schon zu spät sein.

Ich glaube nicht, dass es nur Camilles Blut gewesen ist, das für Simons veränderten Zustand verantwortlich ist. Vielmehr gehe ich davon aus, dass es Camille damit darauf angelegt hat, dass er wieder zu ihr findet. Warum sonst taucht sie immer wieder in seinen Halluzinationen auf und sorgte indirekt dafür, dass er immer mehr daran glaubt, sich in einen Vampir zu verwandeln? Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Simon tatsächlich (jetzt schon) in einen Vampir verwandelt wird. Ich gehe eher davon aus, dass Camille ihn solange quälen wird, bis Simon keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich an sie zu wenden.

Fazit

Die Serie steigert sich von mal zu mal. Zwar gibt es immer noch gewisse und beständige Kritikpunkte an manchen Charakteren und Verhaltensweisen, allerdings bewegt man sich in die richtige Richtung und schafft es, die Handlungen über einen längeren Zeitraum spannend zu halten. Interessant wird es nun innerhalb der Truppe werden, nachdem es zum Kuss zwischen Clary und Jace gekommen ist, und auch die Aufklärung darüber, was es mit dem Angriff auf Simon auf sich hat, wird sich sicher noch spannend gestalten.

Daniela S. - myFanbase

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